Die Eiskalten vom LunedeichOctober 16, 2010 9:32 am

Das Preis-Leistungsverhältnis bei Lebensmitteln stimmt schon lange nicht mehr. Die Lebensmittelhersteller packen immer weniger Ware in ihre Packungen und zocken die Verbraucher ab.

Frosta® hat sich wieder einen neuen Marketing-Gag zur Profitmaximierung einfallen lassen. Die Firma vermarktet ihre eiskalten Gemüsezubereitungen zukünftig unter dem Label “Koch Kreativ®” Bisher ist man von Frosta® Portionen von 500 g gewohnt. Man sollte nun nicht mehr ohne Brille in den Supermarkt gehen, schon gar nicht wenn man Produkte von Frosta® kauft. Die haben nämlich in die neuen “Koch Kreativ®”-Gemüsepfannen-Beutel “Toskana”, “Thai”, “Provence”, “Balkan”, “Sommergarten”, “Mexiko”, “Kreta” und “Karibik” nur noch die “homöopathische” Menge von 480 g Inhalt reingetan.

Für diese Reduzierung hat man bei Frost®, wie könnte es anders sein, gleich eine passende Erklärung bereit:

Man hätte die 20 g weniger Produkt in die Rezeptur gesteckt und somit eine unvergleichlich gute Qualität erreicht. Ausserdem würde man sich am Markenwettbewerb orientieren, die vergleichbaren Produkte der Mitbewerber hätten auch nur eine Menge von 480 Gramm.

Ob sich damit Frosta® Freunde schafft bleibt abzuwarten. Welcher Verbraucher kann schon nachvollziehen, ob Frosta® tatsächlich die 20 g weniger Produkt in die Qualität gesteckt hat? Bei Frosta® wird auch nur mit Wasser gekocht, auch wenn die Produktfotos auf den “Koch-Kreativ®”-Verpackungen noch so lecker aussehen. Auf den Inhalt kommt es an und auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unvergleichlich gute Qualität? Heisst das, die anderen von Frosta® produzierten Gerichte sind qualitativ minderwertiger, dafür hat man aber 20 g mehr in der Pfanne?

Nicht nur der Umsatz schmilzt bei Frosta®, da schmilzt der Packungsinhalt gleich mit.

Als Verbraucher muss man sich das allerdings nicht gefallen lassen, gehen Sie zum Biobauer Ihres Vertrauens, auf den Markt oder in die Bioabteilung des Supermarktes, besorgen Sie sich dort frisches Gemüse und bereiten Sie sich die leckere Gemüsepfanne selbst zu. Dann wissen Sie was Sie essen und billiger ist es auch.

So wie hier bei der bunten Gemüsepfanne:

Zutaten:

1 Gemüsezwiebel
4 mittelgroße Kartoffeln
1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
300 g Zucchini
4 mittelgroße Tomaten
1/8 l Gemüsebrühe
3 El frischer Thymian
3 El frische Petersilie
1 Tl Paprika edelsüss
3 El Sahne
Salz, Pfeffer
Öl

Zubereitung

Die Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Zucchini und die Paprika waschen, von den Kernen befreien und ebenfalls würfeln. Die Tomaten in Spalten schneiden.

In einer großen Pfanne 4 El Öl erhitzen und die Kartoffelwürfel darin rundherum anbraten. Mit dem Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Gemüsebrühe zugießen und unter ständigem Umrühren 10 Minuten, zugedeckt weich dünsten.

Nun die Zwiebel, die Zucchini und die Paprika zugeben, durchmischen und weitere 10 Minuten unter rühren mitdünsten.

Schließlich die Tomaten und die Sahne untermischen und noch einmal 5 Minuten weiterdünsten.

Die Kräuter fein hacken und unter das Gemüse heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 13, 2010 3:26 pm

Ein Kommentator namens “Onkel Wanja” - was für lustige Namen sich die Leute einfallen lassen - wollte im Frosta®-Blog dem Kommentator Jürgen H. auf seinen Kommentar antworten:

Das Thema, dass an allen Ecken getäuscht wird, greife ich gerne auf. Man muss eigentlich gar nicht weit gehen, nur um die Ecke - zu Frosta®.

Bei LIDL in der Tiefkühltruhe findet man unter dem Namen “Combino®” ein Tiefkühl-Fertiggericht “Tortelloni Käse-Sahne” der Firma Copack Tiefkühlkost® aus Bremerhaven.

Copack® ist, so kann man im Internet nachlesen, ein Unternehmen der Frosta AG® und produziert Eigenmarken für den Handel und Heimdienste. Auch im Internet zu lesen ist, nämlich hier, dass die Marke Frosta® in Deutschland mit dem Reinheitsgebot auf ein einzigartiges Konzept setzt und ausserdem, daß Frosta® auch auf die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Kundenmarken für den Einzel- und Großhandel spezialisiert ist und diese unter dem Namen Copack® vertreibt.

Also wird auch das Fertiggericht, das es bei LIDL unter dem Namen Combino® zu kaufen gibt, letztendlich von Frosta® produziert.

Allerdings nicht nach dem Frosta®-Reinheitsgebot!

Und das, obwohl Frosta® garantiert, dass alle Frosta®-Produkte 100% frei von Aromen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Stabilisatoren und chemisch modifizierten Stärken sind.

Wie geht denn so etwas?

Im Combino®-Fertiggericht Tortelloni Käse-Sahne der Fa. Copack® befinden sich nach den Angaben auf der Frontseite der Verpackung keine Konservierungsstoffe und keine Geschmacksverstärker.

Liest man dann die Zutatenliste auf der Hinterseite der Packung, erfährt man, dass das Produkt Zusatzstoffe, wie modifizierte Stärke, den Farbstoff Beta Carotin und Schmelzsalze, wie Polyphosphat und Natriumphosphat enthält. Und das, obwohl Frosta® garantiert, dass alle Frosta®-Produkte 100% frei von Aromen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Stabilisatoren und chemisch modifizierten Stärken sind.

Ganz besonders verwerflich finde ich, dass Frosta® die Schmelzsalze Polyphosphat und Natriumphosphat in das Combino®-Gericht von Copack® aus dem Hause Frosta® gemixt hat. Polyphosphat und Natriumphosphat gehören zu den umstrittensten Zusatzstoffen. Wußten Sie, daß sich E341 bereits in niedriger Konzentration als wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Kornkäfer und Motten bewährt hat? Außerdem beeinflussen Polyphosphate den Calciumstoffwechsel des Menschen.

Ok, ich bekomme nun wahrscheinlich keine Motten, und Kornkäfer werden mich auch nicht anfallen, doch mulmig ist mir schon.

Bei Frosta® schmilzt der Umsatz, bei mir ist das Vertrauen zu Frosta® geschmolzen - wie Butter an der Sonne.

Soweit der Kommentar im Frosta®-Blog, der natürlich zensiert, also nicht veröffentlicht wurde.

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Es wäre sicherlich besser gewesen, Frosta® hätte zu dieser sachlichen Kommentierung Stellung genommen, zumal die verantwortliche Mitarbeiterin bei Frosta® in einem Interview erklärte, “die wichtigste Regel für unser Blog ist, dass wir nichts löschen, also auch keine kritischen Kommentare”. Stattdessen versucht der “Admin” des Frosta®-Blogs die Zensierung und Löschung des Kommentars damit zu rechtfertigen, indem er eis- und scheinheilig hier erklärt, man freue sich über ein freundliches und faires Miteinander, könne jedoch Diskriminierungen und Beleidigungen auf dem Blog nicht dulden. Man behalte sich vor, entsprechende Kommentare zu löschen. Dies würde insbesondere für negative Kommentare über fremde Waren und Unternehmen gelten.

Zuletzt wird noch darauf hingewiesen, daß die Kommentare zu diesem Beitrag nun geschlossen werden, da sich die Diskussion immer weiter vom eigentlichen Thema entfernt.

Besser kann man nicht zum Ausdruck bringen, was man mit dem Frosta®-Blog erreichen will. Ich weiß ja nun nicht, welchen Kommentar der “Frosta®-Blog-Admin” da gelesen hat, der zensierte Kommentar kann es nicht gewesen sein. Haben Sie dem zensierten Kommentar beleidigende Äußerungen gegen Frosta®-Copack®, bzw. andere Unternehmen und Marken entnehmen können? Ist es Diskriminierung, wenn man darüber berichtet, wie ein Tiefkühlkosthersteller sein “Reinheitsgebot” umsetzt?

Kritik kann Frosta® ganz schlecht ab, frostempfindlich sind die nicht, aber wenn es um ihren Marketingtrick mit dem eisheiligen “Reinheitsgebot” geht, da geraten sie richtig in Wallung.

Für wie blöde hält Frosta® eigentlich die Verbraucher?

Vielleicht findet sich die Antwort darauf ja unter der Überschrift “Ohne Geschmacksverstärker - mit Imagetuner” bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Entweder man hat ein Reinheitsgebot, oder man hat keins. Was gar nicht geht, ist, die Verbraucher damit hinters Licht zu führen, zu publizieren man hätte ein 100-prozentiges Reinheitsgebot für alle Frosta®-Produkte, was so nicht stimmt, auch Copack®-Produkte stammen aus dem Hause Frosta®. Auf der Vorderseite der Copack®-Combino®-Packung ein sogenanntes “Clean-Lable” anzubringen und dann Zusatzstoffe in das Produkt mixen, die man im Rahmen des “Reinheitsgebots” gar nicht mehr kennen will, ist, so denke ich mal, legale Verbrauchertäuschung.

Leider gilt das noch nicht als Straftatbestand! Allerdings wird man noch nicht gezwungen Produkte von Frosta®/Copack® zu kaufen, das sollte man als kritischer Kunde an der Kühltheke immer im Hinterkopf haben und nicht vergessen auch mal die Zutatenliste mit den Zusatzstoffen zu lesen, da vergeht einem dann schon der Appetit von alleine.

Ach, was ich fast vergessen hätte, Frosta® produziert auch für den osteuropäischen Markt, ohne Reinheitsgebot, das ist aber eine andere Baustelle.

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 11, 2010 5:51 pm

Der Lebensmittelfroster Frosta® rechnet für 2010 mit einem Ergebnis deutlich unter Vorjahr. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 war der Umsatz der Firma vom Lunedeich in Bremerhaven trotz einem Marktanteil von über 30% leicht rückläufig. Der Rückgang soll hauptsächlich den Bereich der Handelsmarken im In- und Ausland betreffen.

Wie von der Firma verlautet, sind die Erwartungen für die kommenden Monate von negativen Einflüssen geprägt. U. a. sei die Versorgung mit bestimmten Rohwaren knapp und teuer. Dafür macht man die schlechte Ernte, bzw. Fangsituation verantwortlich. Irgendetwas ist ja immer.

Und, wie sollte es auch anders sein, die Firma teilt schon mal mit, daß Preiserhöhungen in den kommenden Wochen zwingend erforderlich seien. Auch will man alles daran setzen, die Kosten noch weiter zu senken.

Den ganzen Bericht lesen…

Ich denke mal, da sollten sich die Verbraucher schon mal kritisch überlegen, ob es denn unbedingt ein Produkt von Frosta® sein muss, was da in Topf und Pfanne landet, oder ob es nicht auch ein Produkt der Mitbewerber tut, die preiswerter sind. Wer hat in der heutigen Zeit schon Geld aus dem Fenster zu werfen? Man sollte sich vom Brimborium der Firma Frosta® bezüglich ihrem “Reinheitsgebot” nicht irritieren lassen, mittlerweile bieten auch die Mitbewerber Produkte ohne Zusatzstoffe an - zu einem günstigeren Preis.

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 10, 2010 5:43 pm

Kritik kann Frosta® nun gar nicht leiden und wenn jemand am geheiligten “Reinheitsgebot” dieser Firma Kritik übt, dann bekommt der Kommentator “freies Kommentarverbot”. Mit anderen Worten, Frosta® stellt die Kommentare des Kommentators nur nach vorheriger Prüfung ins Netz.

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Frosta® übt also Zensur an dem Kommentator, der im Frosta®-Blog seine Kritik am Verhalten dieser Firma bezüglich des nicht vorhandenen “Reinheitsgebots” in den osteuropäischen Ländern zum Ausdruck bringt. So etwas ist ja nicht verboten, scheint Frosta® aber wohl doch empfindlich zu stören.

Seine Kommentare werden neuerdings erst nach Überprüfung auf kritische Äußerungen freigeschaltet oder gar nicht, wie im vorliegenden Fall.

Gegen eine Moderation von Kommentaren in Blogs ist grundsätzlich nichts einzuwenden, auch die Kommentare in diesem Blog sind moderiert, allerdings für alle Kommentare, es gibt keine Ausnahmen für einzelne Kommentare, es sei denn sie erfüllen strafrechtliche Belange, dann wird natürlich gelöscht.

Die Kommentarfunktion für einen einzelnen Kommentator, der Kritik am Verhalten der Firma Frosta® übt, unter Moderation zu stellen, um unerwünschte Meinungsäußerungen zu unterdrücken und damit den Kommentator an seiner freien Meinungsäußerung zu hindern, ist Zensur.

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 8, 2010 9:44 pm

Jedenfalls titelte die Bildzeitung heute:

Bei Frosta® AG schmilzt Gewinn

Das Minus führt der Frosta®-Vorstand auf einen Rückgang bei den Handelsmarken zurück, während der Absatz der Eigenmarke Frosta® um 14,5 Prozent gestiegen sei. Im Frosta®-Blog kann man dann tatsächlich nachlesen, daß dieses Jahr für Frosta® schwierig ist. Frosta® wäre ja nun nicht Frosta®, wenn sie in diesem Zusammenhang nicht gleich wieder auf ihr heiliges “Reinheitsgebot” abheben würden.

Da hat sich diese Firma in einem Papier an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewandt und fordert tatsächlich, “dass alle Zusätze, die der Verstärkung des Geschmacks dienen, mit dem Zusatz “Geschmacksverstärker” deklariert werden müssen.”

Dabei serviert Frosta® in ihren Produkten den osteuropäischen Verbrauchern all die Farbstoffe, Antioxidantien, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, Emulgatoren,etc., die sie hier aus ihren Produkten entfernt hat. Ich denke mal, das wird Frosta® der Bundesministerin Aigner kaum mitgeteilt haben.

Angeblich arbeitet Frosta® seit mehreren Jahren daran, auch in den osteuropäischen Ländern Produkte ohne Geschmacksverstärker auf den Markt zu bringen. Bisher allerdings ohne greif- und essbares Ergebnis.

Seinerzeit in 2003, als bei Frosta® das Reinheitsgebot eingeführt wurde, ist die Firma fast über den Deich gegangen. Um sich aber von den Mitbewerbern abzugrenzen, war dieser Schritt nötig, nicht der über den Deich, sondern die Einführung des Reinheitsgebots. Heute nun sind die Mitbewerber soweit, sicherlich unter dem Druck und Vorreitertum von Frosta®, ebenso wie Frosta® selbst, Produkte ohne Geschmacksverstärker & Co. anzubieten und das auch noch billiger. Auch die Mitbewerber produzieren mittlerweile ohne Geschmacksverstärker & Co., wie z. B. Apetito®. Da ist das aber anscheinend selbstverständlich und wird nicht so penetrant beworben, wie bei Frosta®. Apetito® setzt wohl mehr auf Nachhaltigkeit.
Auch Frosta®-Konkurrent Iglo® produziert ohne Geschmacksverstärker, künstlichen Aromen und Farbstoffen.

Das Alleinstellungsmerkmal von Frosta® bei den Verbrauchern schwindet. Zudem gehört Frosta® nicht unbedingt ins Billigsegment bei Tiefkühlkost, jedoch werden die Verbraucher zunehmend kostenbewusster. Sicherlich eine nicht ganz einfache Situation, die andere Unternehmer auch betrifft.

Frosta® vertreibt seine Produkte unter dem Firmenlabel Frosta® auch in den osteuropäischen Ländern, wie Ungarn, Polen, Tschechien Rumänien und Russland,

Die eisige Firma wirbt gerne mit dem Slogan “Frosta® ist für alle da”, wie dieses Video anschaulich zeigt.

Für alle ja, aber nicht in der gleichen Qualität. Die osteuropäischen Verbraucher gehören anscheinend nicht dazu. Obwohl Frosta® in Polen eine moderne Produktionsstätte, samt Zentrale für Polen und Osteuropa, unterhält und dort Marktführer ist, gibt es das “Reinheitsgebot” dort nicht. Fragt man bei Frosta® nach, wann auch in den osteuropäischen Ländern Frosta®-Produkte inklusive “Reinheitsgebot” erhältlich sind, dann bekommt man es schriftlich: “Man arbeite daran”. Das allerdings schon seit 2007.

Dabei kann ich mir gut vorstellen, daß die osteuropäischen Verbraucher auch bei Frosta®-Produkten gerne mehr Transparenz beim Einkauf hätten.

In Deutschland achten 54 Prozent der Verbraucher häufig darauf, ob im Lebensmittel Zusatzstoffe, wie Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe enthalten sind. 61 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass im Lebensmittel keine Zusatzstoffe sind und 58 Prozent der Verbraucher sind bereit, für Produkte, die keine Zusatzstoffe enthalten, mehr Geld auszugeben.

Das alles stellt sich für die osteuropäischen Verbraucher gar nicht, denn die bekommen von Frosta® keine Produkte ohne Zusatzstoffe.

Frosta® lässt sich gerne als “der einzige Hersteller von Tiefkühlkost mit dem Reinheitsgebot” bezeichnen, gleichzeitig mutet diese Firma den osteuropäischen Verbrauchern immer noch und weiterhin künstliche und natürliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, chemisch modifizierte Stärke und gehärtete Fette in ihren Produkten zu.

Übrigens, das Reinheitsgebot gibt es bereits seit 1516, ist also keinesfalls eine Erfindung von Frosta®.

Für mich stellt sich die Frage, warum ich Produkte einer Firma kaufen sollte, die mit einem “Reinheitsgebot” wirbt, dieses aber für die Verbraucher in den osteuropäischen Ländern nicht konsequent umsetzt.

Man kann nicht in den osteuropäischen Ländern den Verbrauchern Produkte anbieten, die all die Zusatzstoffe enthalten, die man hierzulande aus den Produkten herausgenommen hat, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen und gleichzeitig vom Gesetzgeber fordern, daß hier geschmacksverstärkende Zusatzstoffe als Geschmacksverstärker deklariert werden müssen.

Abschliessend sei noch bemerkt, daß ich keinesfalls in den Diensten einer der hier genannten Firmen stehe. Sehen Sie meinen Beitrag aus der Sicht eines kritischen Verbrauchers. Das mag man bei Frosta® zwar nicht besonders, wie hier aus einigen Kommentaren hervorgeht, doch das geht mir am ….., genau, an dem geht’s mir vorbei. ;-)

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 6, 2010 4:40 pm

Im Frosta®-Blog meldet sich ein Kommentator zu Wort, bzw. besser zu Text und führt aus,

das ganze Erklären wer was bei wem und warum gelöscht hat wäre unprofessionell und man sollte Kommentare von “Troll-Spinnern” einfach löschen.

Für “Troll-Spinner” mag das zutreffen, doch was ist eigentlich ein Troll? Bei Wikipedia wird ein Troll wie folgt definiert:

Der Begriff Troll wird in der Netzkultur für eine Person verwendet, die mit ihren Beiträgen in Diskussionen oder Foren unter Umständen stark provoziert. Mutmaßliches Ziel des Trolls ist das Stören der ursprünglich an einem Sachthema orientierten Kommunikation und das Erlangen von Aufmerksamkeit…Häufig sind die Beiträge charakterisiert durch eine auf den ersten Blick naiv erscheinende Frage, die eine weitschweifige Diskussion auslösen soll…

Was hat Kritik, wie sie im Frosta®-Blog ausgeführt wird, mit Trolltum zu tun? Mit Kritik tut sich Frosta® schwer, die mag man dort nicht sonderlich, besonders dann nicht, wenn es um das geheiligte “Reinheitsgebot” geht, das den Eiskalten vom Lunedeich wie ein Heiligenschein über den Köpfen zu schweben scheint.

Was macht man also mit so einem unbequemen Kritiker, der immer und immer wieder herumnörgelt, z.B. warum es für Frosta®-Produkte in den osteuropäischen Ländern kein “Reinheitsgebot” gibt? Man steckt ihn in die Trollecke. Ist ja nicht das erste Mal, der Autor hat diesbezüglich schon einige Erfahrung sammeln können, wie auch hier zu lesen ist. Fraglich, ob das eine besonders gute Methode ist mit Kritik umzugehen.

Bliebe nur noch seine Kommentare zu löschen, das wäre dann ehallerdings Zensur.

Zensur bezeichnet die in modernen Demokratien strikt abgelehnte (politische) Kontrolle öffentlich geäußerter Meinungen (in Presse, Funk und Fernsehen, aber auch im Bereich der Literatur, Kunst etc.). Die Ausübung der Zensur wird in un- oder vordemokratischen Ländern durch neue Medien (Satellitenfunk, -fernsehen, Internet) erschwert.
(Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.)

Die Eiskalten vom Lunedeich 12:05 am

Der Aufstand der Fischstäbchen fand nicht statt - jedenfalls nicht bei Frosta®. Wie die “taz” berichtete, können sich die 800 Frosta® - Mitarbeiter seit September schon mal über 2,2 Prozent mehr Lohn auf ihrem Konto freuen. Noch einen Nachschlag für die Frosta®-Beschäftigten gibt es im Juli 2011.

Geht doch.

Die Eiskalten vom LunedeichOctober 4, 2010 11:40 pm

Tarifverhandlungen bei Frosta®

Das Vorzeige-Unternehmen der Tiefkühlbranche macht ein Angebot - von dem sich die Arbeitnehmerseite “wie vor den Kopf gestoßen” fühlt. Dabei setzt die Firma ansonsten voll auf ihr positives Image ….

Weiterlesen…

Wie es eine Kommentatorin zum vorstehenden Bericht auf den Punkt brachte: Nach Aussen hui und Innen pfui…

Die Eiskalten vom Lunedeich 10:04 pm

In diesem Blogeintrag der eiskalten Firma vom Lunedeich in Bremerhaven beschreibt die Firma, wie tolerant sie angeblich ist und will das mit einem Bild beweisen, auf dem ein Lieferfahrzeug der Wettbewerbsfirma, (die mit den Fischstäbchen und dem netten Käpt’n) zu sehen ist.

Genau um diesen netten Käpt’n mit dem weißen Vollbart geht es hier. Ich denke mal, den kann die frostige Firma aus Bremerhaven anscheinend nicht leiden. Denn als ein User im Blog der Eiskalten vom Lunedeich auf ein Bild des netten Käpt’n verlinkte, wurde dieser Link vom Blogadmin umgehend entfernt.

So viel zum Thema Toleranz.

Meine Herrn vom Lunedeich, locker bleiben, der Käpt’n beisst nicht, der will nur spielen.

Die Eiskalten vom LunedeichSeptember 29, 2010 6:21 pm

Die Eiskalten vom Lunedeich haben Wolf Hagen beglückwünscht, für 250 Kommentare im Frosta®-Blog. Das schafft nicht jeder.

Aber wo bleibt der Sekt?

Die Eiskalten vom LunedeichMarch 20, 2010 7:58 pm

Lange nichts von Frosta®, gehört. Der User “Wolf Hagen” kann es ja nicht lassen. Jetzt fragt er mal wieder bei Frosta® nach, ob die osteuropäischen Verbraucher inzwischen auch in den Genuss des Frosta®-Angebots mit dem Reinheitsgebot kommen. Ist ja schon eine Weile her, dass der User nachgefragt hatte und ausserdem hat ja Frosta® seinerzeit einen Ehrenbrief von der grünen Renate für seine reinen Produkte bekommen.

In ihrem Frosta®-Blog nimmt die Firma Stellung zu der Frage des Users “Wolf Hagen” ob inzwischen auch die Kunden in den östlichen Ländern Anteil an den Frosta®-Produkten mit dem Reinheitsgebot nehmen können.

Können sie nicht, immer noch nicht. Angeblich arbeitet man noch immer daran und öffentlich könne man zu zukünftigen Strategien und oder Umsetzungen natürlich keine Stellung beziehen. Angeblich sei in Polen die Marktsituation und Kaufkraft der Bevölkerung nicht mit der bei uns zu vergleichen. Produkte nach den strengen Regeln des Reinheitsgebots seien dort zu teuer. Man beobachte die Entwicklung ganz genau.

Das tut Frosta® schon seit 2007, daran arbeiten und beobachten. Wird das nicht langsam langweilig?

Frosta® mutet also seinen osteuropäischen Verbrauchern immer noch und weiterhin künstliche und natürliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, chemisch modifizierte Stärke und gehärtete Fette in seinen Produkten zu.

Alles “Zutaten,” die Frosta® auf dem deutschen Markt aus seinen Produkten herausgenommen hat. Warum wohl? Ich denke mal, nicht um den Verbrauchern eine Freude zu machen, oder ihnen etwas besonders Gutes zu tun, Frosta® geht es in erster Linie um Profit, nicht um das Wohl des Verbrauchers. In diesem Punkt unterscheidet sich Frosta® keinen Deut von anderen Herstellern der Branche, ob mit oder ohne Reinheitsangebot.

Wie heisst doch der Frosta®-Slogan:

Frosta® ist für alle da.

Für alle ja, aber nicht in der gleichen Qualität. Die osteuropäischen Verbraucher gehören anscheinend nicht dazu. Obwohl Frosta® in Polen eine moderne Produktionsstätte, samt Zentrale für Polen und Osteuropa, unterhält. Arbeiten für Frosta® ja, Reinheitsgebot nein. Beim Geld hört die Liebe und Verantwortung auf. Profit geht eben vor.

Sind osteuropäische Verbraucher für Frosta® Menschen zweiter Wahl?

Übrigens, VW verkauft seine Autos in die osteuropäischen Staaten ja auch nicht ohne Airbag. Obwohl die Marktsituation und Kaufkraft der Bevölkerung in den osteuropäischen Staaten eine ganz andere ist als hier bei uns.

MarktplatzJanuary 12, 2010 8:11 pm

Es war einmal ein Biobauer aus dem Homberger Stadtteil Mühlhausen der plante, einen Mitgliederladen auf dem Homberger Marktplatz zu eröffnen, weil eben dieser Marktplatz, wie die übrige Stadt an der Märchenstrasse, in tiefem Dörnröschenschlaf, eher muss man schon sagen, Rotkäppchenkoma liegt.

Den Biobauern gibt es noch und auch Homberg ist (noch) nicht aus dem Rotkäppchenkoma erwacht. Nun meinte der Biobauer, daß der Homberger Marktplatz zwar sehr schön gestaltet sei, da kann man geteilter Meinung sein, jedoch nicht dazu beigetragen hat, für die Innenstadtkaufleute zu einem zentralen Handelsplatz zu werden. Wie der Biobauer argumentierte, hätte das auch mit der Ausweisung der Fußgängerzone im Marktbereich zu tun. Ich bin da anderer Meinung, zumal sich die Situation seit einem Jahr geändert hat und der Marktplatz über die Marktgasse mit dem Auto zu erreichen ist.

Der Biobauer aus Mühlhausen wollte also antreten um durch die Einrichtung eines Mitgliederladens den Marktplatz attraktiver zu gestalten. Der Homberger Hingucker sah den Mitgliederladen bereits als den neuen Kundenmagnet auf dem Homberger Marktplatz.

Nun wird zurückgerudert, bis Mühlhausen zum Hofladen des Biobauern.

Es scheint also erstmal nichts daraus zu werden, den Homberger Marktplatz mit dem Projekt Mitgliederladen attraktiver zu gestalten. Mit nur 92 verbindlichen Zusagen, sich in Sachen Einkauf von Biowaren vom Mühlhäuser Biobauern abhängig machen zu wollen, ist die Sache wohl für den Biobauer nicht attraktiv genug. Als Argument meint der Biobauer in einem Bericht des Kasseler Frühstücksblättchens (HNA) vom 8. Januar, ” kaum jemand wolle Körbe voller Lebensmittel oder einen Sack Kartoffeln zur Wallstraße oder zum Reithausplatz tragen”.

Wieso denn das? Der Marktplatz ist doch wieder befahrbar, so wie das von den Innenstadtkaufleuten gefordert wurde. Abgesehen davon: Hat der Biobauer schon mal daran gedacht, den Kunden vielleicht den Service zu bieten, die Ware zum Auto zu bringen? Das müsste ihm doch seine Kundschaft wert sein.

Ich denke mal eher, die Homberger sind doch nicht ganz so dumm, ihre freie Kaufentscheidung für Bio-Lebensmittel aufzugeben.

Dafür will nun der Biobauer so quasi durch die Hintertür doch noch sein Projekt Mitgliederladen durchdrücken. Ab Februar will er seinen Hofladen in Mühlhausen zum Mitgliederladen umfunktionieren. Das zeigt erstmal, wie sehr es dem Biobauer darum geht, den Homberger Marktplatz attraktiv zu gestalten. Ich denke mal, es geht eher um Profit. Um Profit ohne nennenswertes unternehmerisches Risiko, das sollen nämlich die Mitglieder des Projekts tragen.

Man muß sich auch die Frage stellen, ob der Biobauer für sein abgespecktes Mitgliederladen-Projekt in Mühlhausen auch von der Homberger Stadtverwaltung finanziell protegiert wird, wie das für den Standort Marktplatz angedacht war. Wundern würde mich das nicht.

Ob der Einkauf im Mitgliederladen des Biobauern in Mühlhausen nun ein Schnäppchen wird, das wage ich mal zu bezweifeln. Laut den AGB’s des Biobauern beläuft sich der Monatsbeitrag für eine Mitgliedschaft auf 19 Euro für jede erwachsene Person eines Haushalts - in der Regel also zwei Personen. Das macht dann 38 Euro pro Monat dafür, um im Mitgliederladen des Biobauern in Mühlhausen einkaufen zu dürfen. Dafür bekommt man dann Produkte aus biologischem Anbau zum Mitgliedspreis. Um vom Mitgliedspreis profitieren zu können, muß man dann schon für ca. 60,00 Euro und mehr pro Monat beim Biobauer einkaufen. Angeblich werden ökologische Kriterien, wie geringe Transportwege, Mehrwegeverpackung, Pfandsysteme und eine umweltverträgliche Erzeugung der Ware berücksicht, was immer das auch heißen mag. Wenn ich da an die Sache mit den Bio-Eiern denke, kommen mir berechtigte Zweifel.

Biologische Produkte bekomme ich beim Discounter wie LIDL und ALDI ebenso wie im Supermarkt. Ob die Produkte nach ökologischen Kriterien hergestellt wurden, kann ich beim Discounter und Supermarkt ebensowenig nachprüfen wie beim Biobauer.

Wer Lebensmittel und Bioerzeugnisse aus der Region einkaufen will, die nicht “industriell” erzeugt wurden, um die hiesigen Erzeuger zu unterstützen, der muss nun nicht unbedingt gleich zum zahlenden Mitglied eines Bioladens werden, “sich zum Laden bekennen”, wie der Biobauer es feinsinnig umschreibt. Sie kaufen ja auch nicht eine Kuh, wenn Sie mal ein Glas Milch trinken wollen. Zum Beispiel bietet REWE seit einiger Zeit Lebensmittel und Bioerzeugnisse aus der Region an, zu handelsüblichen Preisen und ohne Mitgliedschaft bei REWE selbstverständlich.

MarktplatzSeptember 21, 2009 7:49 pm

Am letzten Samstag war Preiseraten am Stand beim Biobauer auf dem Homberger Marktplatz. Ausser an einer grünen Kiste mit ein paar einsamen Kasseler Strünkchen war am gesamten Warenangebot keine Preisauszeichnung noch irgend eine andere Beschriftung vorhanden. Nada - Nichts.

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Somit war auch nicht ersichtlich, ob dort überhaupt Bioware, z. B. von Bioland, aus welchem Herkunftsland und welche Handelsklassen angeboten wurden. Die Informationen für den Verbraucher, ob die Produkte bio oder konventionell sind, fehlten völlig. Die Verbraucher müssen jedes Produktetikett genau lesen können, um zu wissen, was sie kaufen. Grundsätzlich hätte in den grünen Kisten auch konventionelle Ware vom Discounter sein können.

Vielleicht sollte sich der Biobauer mal die Preisabgabenverordnung ansehen, die eindeutig besagt:

§ 1 Grundvorschriften

(1)Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise Waren oder Leistungen anbietet oder als Anbieter von Waren oder Leistungen gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, hat die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Endpreise). Soweit es der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht, sind auch die Verkaufs- oder Leistungseinheit und die Gütebezeichnung anzugeben, auf die sich die Preise beziehen. Auf die Bereitschaft, über den angegebenen Preis zu verhandeln, kann hingewiesen werden, soweit es der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht und Rechtsvorschriften nicht entgegenstehen.

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§ 2 Grundpreis

(1) Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise Waren in Fertigpackungen, offenen Packungen oder als Verkaufseinheiten ohne Umhüllung nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietet, hat neben dem Endpreis auch den Preis je Mengeneinheit einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile unabhängig von einer Rabattgewährung (Grundpreis) in unmittelbarer Nähe des Endpreises gemäß Absatz 3 Satz 1, 2, 4 oder 5 anzugeben. Dies gilt auch für denjenigen, der als Anbieter dieser Waren gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt. Auf die Angabe des Grundpreises kann verzichtet werden, wenn dieser mit dem Endpreis identisch ist.

(2) Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise unverpackte Waren, die in deren Anwesenheit oder auf deren Veranlassung abgemessen werden (lose Ware), nach, Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietet oder als Anbieter dieser Waren gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, hat lediglich den Grundpreis gemäß Absatz 3 anzugeben.

(3) Die Mengeneinheit für den Grundpreis ist jeweils 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter der Ware. Bei Waren, deren Nenngewicht oder Nennvolumen üblicherweise 250 Gramm oder Milliliter nicht übersteigt, dürfen als Mengeneinheit für den Grundpreis 100 Gramm oder Milliliter verwendet werden. Bei nach Gewicht oder nach Volumen angebotener loser Ware ist als Mengeneinheit für den Grundpreis entsprechend der allgemeinen Verkehrsauffassung entweder 1 Kilogramm oder 100 Gramm oder 1 Liter oder 100 Milliliter zu verwenden. Bei Waren, die üblicherweise in Mengen von 100 Liter und mehr, 50 Kilogramm und mehr oder 100 Meter und mehr abgegeben werden, ist für den Grundpreis die Mengeneinheit zu verwenden, die der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht. Bei Waren, bei denen das Abtropfgewicht anzugeben ist, ist der Grundpreis auf das angegebene Abtropfgewicht zu beziehen.

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Kann man glauben oder lassen.

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§ 4 Handel

(1) Waren, die in Schaufenstern, Schaukästen innerhalb oder außerhalb des Verkaufsraumes aufs Verkaufsständen oder in sonstiger Weise sichtbar ausgestellt werden, und Waren, die vom Verbraucher unmittelbar entnommen werden können, sind durch Preisschilder oder Beschriftung der Ware auszuzeichnen.

(2) Waren, die nicht unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 im Verkaufsraum zum Verkauf bereitgehalten werden, sind entweder nach Absatz 1 auszuzeichnen oder dadurch, dass die Behältnisse oder Regale, in denen sich die Waren befinden, beschriftet werden oder dass Preisverzeichnisse angebracht oder zur Einsichtnahme aufgelegt werden.

Ich denke mal, eine ansprechende Warenpräsentation inklusive Beschriftung und saubere Behältnisse am Marktstand würden sich nicht nachteilig auf den Umsatz auswirken, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Mein Lieblingsbiobauer ist dieser Anbieter nicht und wird er auch nicht werden.

Neues aus dem SupermarktJuly 27, 2009 11:30 am

Bilder hochladenLetzte Woche hatte ich einen regen Briefverkehr mit den Bäckerburschen dieser Firma. Die scheinen nämlich nicht bis neun zählen zu können.

Jedenfalls waren von den Goldstücke Weizenbrötchen nur acht in der Tüte, wo doch neun hätten drin sein sollen.

Letztendlich bekam ich von den Kuchenbäckern aus Osnabrück einen langen Brief:

Man bedankt sich für meine Rückantwort und spricht mir das Bedauern darüber aus, dass ich Grund zur Beanstandung der “Goldstücke Weizenbrötchen” hatte. Man versichert mir vorab, dass strengste Qualitätskontrollen von Rohwaren und Fertigprodukten, sowie Fertigungskontrollen im Allgemeinen die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte, auch im Sinne der Sorgfaltspflicht als Hersteller sicher stellen.

Mir wird mitgeteilt, dass man anhand der Losnummer die genauen Herstelldaten ermitteln konnte. Anhand einer Produktionsaufzeichnung hat man überprüft und festgestellt, dass zum entsprechenden Zeitpunkt kein technischer Defekt protokolliert wurde.

Jetzt bekomme ich Einblick, wie die Brötchen abgefüllt werden:
Die Brötchen werden automatisch gezählt und dann durch einen Trichter in die Tüten gefüllt. Hängen bei der Zählung noch zwei Backstücke aneinander, kann dies dazu führen, dass in der nächsten Tüte ein Brötchen zu wenig enthalten ist. Nun sind die Bäckerburschen von C&W gefragt, die dann die entsprechende Tüte aussortieren. Eine “Mogelpackung” muß wohl der Aufmerksamkeit eines Bäckerburschen entgangen sein. Man hat natürlich selbstverständlich die entsprechende Abteilung über den Vorfall informiert und um erhöhte Aufmerksamkeit in diesem Punkt gebeten.

Ich frage mich indessen, wenn das mit dem Zählen nun schon nicht so richtig klappt, warum wiegt man die goldigen Wecke nicht einfach nach dem Eintüten automatisch nach?

Als “kleine Erstattung” legte man dem Schreiben von C&W Briefmarken bei - drei Stück à 55 Cent - macht 1,65 Euro. Verbunden mit der Hoffnung, uns in Zukunft wieder zu ihren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen, wünscht C&W uns weiterhin viel Freude und Genuss beim Verzehr ihrer Produkte. Ich denke mal, wenn die gekonnt hätten, dann hätten die auch einen einzigen Wecke auf die Reise geschickt.

PS:
Eben beim Discounter gewesen und versucht, für zwei 55-Cent Briefmarken neun Goldstückbrötchen von C&W zu bekommen, irgendwie fühlt man sich der Firma nach solch einem ergreifenden Brief ja verpflichtet. Den Blick der Kassiererin werde ich so schnell nicht vergessen.
(Bildquelle: ©Daniel Gast/pixelio.de)

MarktplatzJuly 13, 2009 5:45 pm

Am vergangenen Samstag, den 11. Juli bot es sich an, einen kleinen Streifzug in Bildern durch das preisliche Niveau des Mühlhäuser Biobauern auf dem Homberger Marktplatz zu unternehmen.

Hier das Resultat:

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Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück….

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…und zehn Minuten später aufgenommen war’s ein BIOLAND-Ei, der Preis hat sich nicht geändert.

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Blumenkohl gibts im Herkules Supermarkt für sagenhafte 0,99 Euro/Stück

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Herkunft beim Biobauern unbekannt, wir haben sie im REWE für 1,25 Euro/kg gekauft. Bei LIDL gibt es Bio-Kartoffeln “Nicola” für 1,69 Euro pro 1,5 Kg.

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Im Herkules Supermarkt zahlt man für eine Kohlrabi 0,39 Euro

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Im Herkules Supermarkt kostet der Wirsing 0,99 Euro/kg.

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Möhren gibts bei EDEKA in Bio-Qualität aus Deutschland für 0,99 Euro/kg. Ebenso bei LIDL.

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REWE bietet Rispentomaten mit Bio-Siegel an, das Kilo für 1,49 Euro

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Vor einiger Zeit wurde tatsächlich das erste Bio-Krankheitsbild entdeckt, die Orthorexia. Der Name ist von Magersucht (Anorexia nervosa) abgeleitet und beschreibt Menschen, die nur zu sich nehmen können, was gesund und bio ist.

Hoffentlich sind Sie davon nicht betroffen.

Bevor Sie sich für den Kauf der teuren Bio-Erzeugnisse des Biobauern entscheiden, oder sogar Mitglied in seinem Mitgliederladen-Projekt werden, sollten Sie diesen Artikel lesen. Wenn Sie dann immer noch meinen, es müssten Bio-Erzeugnisse sein, die gibts auch im Supermarkt und beim Discounter, wie LIDL und ALDI in guter Bio-Qualität und zu bezahlbaren Preisen.

MarktplatzJuly 12, 2009 7:42 pm

Bilder hochladen Rechts das BIOLAND-Ei vom Biobauern, links ein Ei von einem Freilandhuhn.
Die Farbe des Eidotters sagt nichts über die Qualität oder den Nährstoffgehalt des Eies aus. Sie ist lediglich abhängig von der Futtermittelzusammensetzung, insbesondere vom Gehalt an Pigmenten. Hühner, die im Sommer viel Grünfutter aufnehmen, legen Eier mit einer kräftigen Dotterfarbe. Auslöser sind die sogenannten Carotinoide, die man in der Natur fast überall findet, wo es sich um gelbe bis orangerote Farben dreht. Natürliche Farbstoffe (z.B. Carotinoide) kommen in Gras, Kräutern, Mais und dergleichen vor, daher weisen Eidotter aus Freilandhaltung ein schönes Gelb auf. Die Dotterfarbe kann aber je nach Jahreszeit schwanken. Alte oder kranke (verwurmte) Hühner hingegen legen Eier mit hellem Dotter.Weil dem konventionellen Hühnerfutter (für Bodenhaltung) künstliche Farbstoffe beigemischt werden, um das Eigelb intensiver zu färben, ist die Dotterfarbe leider kein Qualitätszeichen mehr!

Muß ich mir um das BIOLAND-Huhn nun Sorgen machen?

Marktplatz 7:37 pm

Am Samstag wieder mal den Biobauer aus Mühlhausen an seinem grün-weiß gestreiften Stand auf dem Homberger Marktplatz besucht. Benjamin war nicht mehr da, heute bediente eine “Benjamine” die Kunden. Heute gab es keine abgepackten Eier, heute befanden sich die Eier - alle schön Öko-kontrollgestempelt - auf einer Palette und wurden nach Bedarf in einen Eierkarton von BIOLAND umgepackt. Damit lässt sich auch nachvollziehen, wo das Ei herkommt, aus einem zertifizierten BIOLAND-Betrieb.

Bilder hochladenMit dem Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier tat sich der Biobauer noch schwer. Das stand nämlich nicht auf dem BIOLAND-Eierkarton. Darauf angesprochen musste das die Benjamine erst bei der Biobäuerin erfragen, um es dann auf den Eierkarton zu schreiben. Handsigniert sozusagen, das hat man nicht alle Tage. Wie gut, dass es Handys gibt, sonst hätte man vermutlich würfeln müssen.

Ganz besonders interessant fand ich, wie schnell der Biobauer aus einem einfachen Bio-Ei ein BIOLAND-Ei macht. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

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Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück….

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…und zehn Minuten später aufgenommen war’s ein BIOLAND-Ei, auch noch für 0,35 Euro, nehme ich mal an, Zentimeter werden ja nicht gemeint sein. Wenn man dem Öko-Stempel auf dem Ei trauen darf ist es tatsächlich ein BIOLAND-Ei.

Für was dann das Herumgeeiere mit der Auszeichnung? Auch die Währung sollte man schon hinter den Preis schreiben, wahrscheinlich sind hier Euro gemeint, nicht dass die Kunden noch denken, man könnte mit DM oder in Lire bezahlen. Oder darf sich das der Kunde aussuchen?

Ich denke mal, da muss der Biobauer noch einiges lernen, bis er sich an das Mitgliederladen-Projekt herantrauen sollte, wenn es bei so einfachen Dingen schon klemmt.

Marktplatz 11:37 am

Am Samstag wieder mal den Biobauer aus Mühlhausen an seinem grün-weiß gestreiften Stand auf dem Homberger Marktplatz besucht. Benjamin war nicht mehr da, heute bediente eine “Benjamine” die Kunden. Heute gab es keine abgepackten Eier, heute befanden sich die Eier - alle schön Öko-kontrollgestempelt - auf einer Palette und wurden nach Bedarf in einen Eierkarton von BIOLAND umgepackt. Damit lässt sich auch nachvollziehen, wo das Ei herkommt, aus einem zertifizierten BIOLAND-Betrieb.

Bilder hochladenMit dem Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier tat sich der Biobauer noch schwer. Das stand nämlich nicht auf dem BIOLAND-Eierkarton. Darauf angesprochen musste das die Benjamine erst bei der Biobäuerin erfragen, um es dann auf den Eierkarton zu schreiben. Handsigniert sozusagen, das hat man nicht alle Tage. Wie gut, dass es Handys gibt, sonst hätte man vermutlich würfeln müssen.

Ganz besonders interessant fand ich, wie schnell der Biobauer aus einem einfachen Bio-Ei ein BIOLAND-Ei macht. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

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Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück….

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…und zehn Minuten später aufgenommen war’s ein BIOLAND-Ei, auch noch für 0,35 Euro, nehme ich mal an, Zentimeter werden ja nicht gemeint sein. Wenn man dem Öko-Stempel auf dem Ei trauen darf ist es tatsächlich ein BIOLAND-Ei.

Für was dann das Herumgeeiere mit der Auszeichnung? Auch die Währung sollte man schon hinter den Preis schreiben, wahrscheinlich sind hier Euro gemeint, nicht dass die Kunden noch denken, man könnte mit DM oder in Lire bezahlen. Oder darf sich das der Kunde aussuchen?

Ich denke mal, da muss der Biobauer noch einiges lernen, bis er sich an das Mitgliederladen-Projekt herantrauen sollte, wenn es bei so einfachen Dingen schon klemmt.

MarktplatzJuly 6, 2009 11:23 pm

Bilder hochladenAm Samstag war der Biobauer aus Mühlhausen mit einem Marktstand auf dem Homberger Marktplatz vertreten und will zumindest diesen Sommer wieder regelmäßig dort erscheinen, daß erfuhren wir jedenfalls von dem jungen Mann, der den Stand betreute und nach Aussage des Biobauern Benjamin heisst.

Wir kauften an diesem Stand 10 Eier im Karton von BIOLAND und wir erfuhren von Benjamin, daß die Eier aus dem Hofladen des Biobauern aus Mühlhausen stammen. Bilder hochladenOb die Eier tatsächlich von BIOLAND sind, daran kommen uns nun erhebliche Zweifel. Was uns zuerst auffiel, ist, daß die Eier unterschiedlich groß sind, also unsortiert. Das unter Ei in der Mitte mit Stempel dient als Referenz-Ei und stammt von Edeka.

Die vermeintlichen BIOLAND-Eier vom Biobauer aus Mühlhausen sind alle ungestempelt, d. h. man kann weder feststellen, ob es sich tatsächlich um ein BIOLAND-Ei handelt und wo das Ei überhaupt herkommt. Im Eierkarton von BIOLAND befindet sich zwar ein Kontrollstempel, (0-DE-23457-2) doch nach der Überprüfung des Stempels auf der BIOLAND-Website erhält man den Hinweis, dass sich in der Datenbank kein Betrieb mit der eingegebenen Kontrollnummer befindet.

Auch ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier ebensowenig festzustellen, wie das Legedatum. Bilder hochladenNun verlangt man ja nicht, dass jedes Huhn das Ei jeweils selbst signiert. In jedem Fall muss ein echtes Bioprodukt die gesetzlich vorgeschriebene EWG-Kontrollstellen-Nummer (Beispiel: DE-001-Öko-Kontrollstelle) tragen. Diese Nummer bestätigt, dass das Produkt den Öko-Richtlinien der Europäischen Union entspricht und dass Landwirte sowie Lebensmittelhersteller regelmäßig kontrolliert werden. Die Nummer steht entweder in Kombination mit einem Öko-Label (wie z.B. dem staatlichen Bio-Siegel) oder einem anderen Label (wie z.B. Demeter oder Bioland) oder solo auf der Verpackung. Bilder hochladenWir wissen nun nicht wer die Eier gelegt hat, ok, dass es Hühner waren ist keine Frage, wobei man bei den kleinen Eiern fast eher auf Wachteln tippen möchte. Waren das nun glückliche Hühner aus Freilandhaltung, oder doch so arme, bemitleidenswerte Käfigviecher mit kahlen Hälsen und kaum noch Federn? Deutsche Hühner oder holländische? Bleibt also die Frage, was der Biobauer uns da auf dem Marktplatz in Homberg verkauft hat.

Doch warum nicht den Biobauer aus Mühlhausen einfach mal fragen wie sich das verhält. Mit dem Sachverhalt telefonisch konfrontiert und darauf angesprochen, meinte der Biobauer, er hätte selber gar keine Hühner, die Eier kämen von Zulieferbetrieben. Die Eier vom Marktplatzstand können auch von Benjamin sein, denn der hätte Legehennen.

Zwerghühner vermutlich.

Und wie ist das mit dem fehlenden Stempel, Herr Biobauer aus Mühlhausen und wie kann ich nun feststellen, wie lange die Eier haltbar sind? Die Antwort des Biobauern war kurz, einen Stempel müssten die Eier nicht haben und zweitens müsste ich weder wissen, wo die Eier herkommen, wie alt die sind, bzw. wie lange haltbar.

Ach so?

Für was gibt es aber dann die gesetzliche Verpflichtung aus dem Jahr 2004? Ab da muß jedes Ei EU-weit mit einer Öko-Kontrollstellennummer gekennzeichnet sein.

0: Steht für ökologische Erzeugung
1: Bedeutet Freilandhaltung – dabei ist auch die Fläche pro Huhn vorgeschrieben
2: Bedeutet Bodenhaltung – das Huhn läuft frei im Stall
3: Ist das traurige Zeugnis, dass dieses Huhn ein Leben lang in einem engen Käfig gehaust hat

Dahinter steht der Ländercode, also DE für Deutschland und dann noch die Nummer des Legebetriebs.

Das alles muss ich nicht unbedingt wissen? Interessante These, die der Biobauer da aufstellt. Das kann er denen erzählen, die sich nicht davon abbringen lassen, Mitglieder in seinem Mitgliederladen zu werden. Es soll ja Leute gben, die lassen sich auf so etwas ein. Ich nicht!

Wenn die Eier vom Marktstand des Biobauern tatsächlich von den Hühnern des Standbetreuers Benjamin stammen, dann frage ich mich, was die in einem Karton von BIOLAND zu suchen haben, mit nicht nachvollziehbarer Öko-Kontrollnummer und ohne Angabe des Haltbarkeitsdatums? Die Aussage, die Eier würden aus dem Hofladen des Biobauern stammen, würde dann ja auch kaum zutreffen.

Sonderbare Geschäftsgebaren.

Fragen wir doch mal, welche Regelungen für lose Eier gelten?
Die Verbraucherberatung Hessen schreibt dazu folgendes:

Lose Eier müssen ebenfalls mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Wie die Hennen gehalten wurden, muss auf einem Schild angegeben sein. Bei sortierten Eiern ist über Güte- und Gewichtsklasse, Packstellennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und den sogenannten Verbraucherhinweis schriftlich zu informieren.
Für Eier, die der Erzeuger unmittelbar an den Endverbraucher abgibt (ab Hof, auf einem örtlichen Markt oder im Verkauf an der Tür), gelten Ausnahmeregelungen.

Sie müssen unsortiert und unverpackt angeboten werden. Angaben über Güte- und Gewichtsklasse oder Fütterungsart sind nicht erlaubt. Angegeben sein müssen aber auf einem Schild Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbraucherhinweis. Außerdem müssen Eier, die der Erzeuger auf einem örtlichen öffentlichen Markt (Wochenmarkt) abgibt, mit dem Erzeugercode gestempelt werden.

Wenn Sie mit der Maus auf die Bilder im Text klicken, dann sehen Sie, was auf dem Karton von BIOLAND vorhanden, bzw, nicht vorhanden ist.

Tja Herr Biobauer und nun?

Wir haben heute Morgen zum Frühstück Eier vom “Eiermann” gegessen,, dass ist der, der immer mit den blauen Autos herumfährt. Die waren gestempelt, die Eier, nicht die Autos und haben superlecker geschmeckt.

Da kostet das Ei auch nur 20 Cent und nicht wucherige 25 Cent wie beim Biobauern, wo man nicht weiß, wo die herkommen.

Ich denke mal, der Kauf von Bioware ist auch Vertrauensache, sonst muss man keine Bioware kaufen. Ich persönlich kann dieses Vertrauen dem Biobauern aus Mühlhausen nicht entgegenbringen. Die vermeintlichen BIOLAND-Eier vom Biobauern essen wir mal lieber nicht.

Ich warte da lieber, bis der “Landmarkt” im REWE eröffnet und dann gibts ja auch noch LIDL, ALDI und HERKULES mit ihrem Bioangebot und garantiert gestempelten Eiern.

MarktplatzJune 10, 2009 9:06 pm

Wie in der Online-Ausgabe der HNA zu lesen ist, gibt es Produkte vom Bauernhof bald auch im Homberger REWE-Lebensmittelmarkt. Auf der Website der Hessischen Direktvermarkter findet man mehr über das Konzept. Über 300 Landwirte in 11 Regionalgruppen haben sich im “Landmarkt” zusammengeschlossen und können ihre regionalen Produkte demnächst in den REWE-Filialen anbieten. Die Produkte der Mitglieder müssen traditionell hergestellt und nicht genmanipuliert sein. Eine Qualitätskontrolle ist obligat, ökologischer Anbau ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Allein 16 Betriebe aus dem Schwalm-Eder-Kreis haben sich der Erzeugervereinigung angeschlossen.

Ich denke mal, da hat sich das Thema “Mitgliederladen auf dem Marktplatz” erledigt. Um bei REWE einzukaufen, braucht man nicht Mitglied zu werden, es gibt immer freie Parkplätze und man kann bis 22.00 Uhr einkaufen.

MarktplatzMay 21, 2009 5:34 pm

Am 19.05.09 ging es im evangelischen Gemeindehaus im Bindeweg in Homberg um das Konzept “Mitgliederladen auf dem Marktplatz” des Biobauern aus Mühlhausen. Zum zweiten Mal traf man sich um das Konzept zu beraten und nach vorne zu bringen.

Ich finde, die Veranstaltung war eher von Konzeptionslosigkeit geprägt. Ein tragfähiges Modell war aktuell nicht zu erkennen.

Stand der Dinge ist, dass man im Grunde noch kein Konzept hat, wie man mit dem Mitgliederladen auf dem Marktplatz überhaupt starten will. Auch der Starttermin steht noch in den Sternen. So kam das jedenfalls bei dem äusserst zähflüssigen und konzeptionslosen Vortrag des Biobauern und seiner Assistentin für mich rüber.

Es dringt immer mehr durch, dass man gerne auch den Hofladen des Biobauern in Mühlhausen in das Konzept Mitgliederladen einbinden will. Das würde allerdings bedeuten, dass man dann nicht 200 Mitglieder braucht um das Konzept Mitgliederladen zu betreiben, sondern 320. Bei der Versammlung wurde nämlich laut, dass sehr viele Interessenten des Konzepts nur einen Mitgliederladen auf dem Marktplatz präferieren und auch nur dann Mitglied werden wollen, wenn der Mitgliederladen auf dem Marktplatz in Homberg realisiert wird.

Andere Kunden des Biobauern fahren lieber nach Mühlhausen, weil sie dort fast bis in den Hofladen fahren können und meinen, in Homberg keinen Parkplatz finden zu können.

Ich denke mal, dahinter steckt Kalkül, finanzielles Kalkül. In der Vergangenheit hat es der Biobauer nicht geschafft, mit seinen Erzeugnissen auf dem Homberger Marktplatz Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erreichen, das soll nun durch das Konzept Mitgliederladen erreicht werden - Zwangskundenbindung durch Mitgliedschaft - wobei die Mitglieder einen Teil ihrer freien Kaufentscheidung abgeben und der Biobauer als Betreiber das geschäftliche und finanzielle Risiko auf die Mitglieder überträgt. Da reizt es natürlich, dieses Modell auch auf den zur Zeit auf eigenes Risiko betriebenen Hofladen zu übertragen. Hoffentlich sind die Homberger nicht so dumm und durchschauen diese Geschäftspraktik des Biobauern, erstmal Geld mitbringen zu lassen um einkaufen zu können. Ich denke mal, dem Biobauern geht es in erster Linie um den eigenen Profit und nicht darum den Homberger Marktplatz aufzuwerten. Profit ohne Risiko. Fragen aus dem Publikum, warum man nicht eine Einkaufsgenossenschaft gründet, wurden unbefriedigend beantwortet.

Wie in der Versammlung zum Ausdruck kam, will man zur Realisierung des Vorhabens weitere Finanzierungsquellen erschliessen. Auch der Bürgermeister soll Unterstützung zugesagt haben. Da sollten sich andere Geschäftsinhaber mal beim Bürgermeister melden um sich unterstützen zu lassen. Gleiches Recht für alle!

MarktplatzMarch 25, 2009 2:08 pm

Wenn man heute die HNA, das nordhessische Frühstücksblättchen, aufschlägt, dann springt einem auf der Homberger Seite die Werbung Information für den geplanten Bio-Mitgliederladen ins Auge. Erstmals werden nun auch Preisvorstellungen genannt.

Da soll z. B. ein halber Liter, das sind 500 ml, Olivenöl für Mitglieder 4,42 Euro kosten. Für Nichtmitglieder kostet der halbe Liter 5,99 Euro. Für einen Liter wären das 8,84 Euro für Mitglieder, Nichtmitglieder müssten 11,98 Euro bezahlen. Ganz schön happig!

Kostet doch ein Liter Olivenöl bei LIDL 5,60 Euro und wurde von der Stiftung Warentest mit GUT bewertet. Rapunzel Demeter
Finca la Torre, sortenreines natives Olivenöl extra aus kontrolliert biologisch-dynamischem Anbau für 16,00 Euro der Liter bekam nur die Note BEFRIEDIGEND, ebenso wie Neuco
Natives Olivenöl extra aus kontrolliert biologischem Anbau.
Klar abgeschlagen die Bio-Erzeugnisse in der Qualität zur konventionellen Ware. Vom Preisunterschied muss man gar nicht erst reden.

Bio, die Lizenz zur Abzocke?

Nichts gegen einen Bio-Laden auf dem Homberger Marktplatz, doch sollte man sich die Mitgliedschaft aus verschiedenen Gründen sehr gut überlegen:

- Eine Mitgliedschaft lohnt sich erst ab einem Einkauf für 65 Euro im Monat. Mit einer Mitgliedschaft gibt man die Flexibilität auf, auch woanders günstig Bio-Ware einkaufen zu können, man ist schon gezwungen nur im Mitgliederladen zu kaufen, sonst lohnt die Mitgliedschaft nicht und man schenkt den Betreibern Geld.

- Warum soll man für Bio-Ware viel Geld ausgeben, wenn die dann in Warentests schlechter abschneidet als konventionelle Ware?

Marktplatz 2:05 pm

Man muss nicht unbedingt zum Biobauern fahren, um Bio-Produkte zu kaufen, schon gar nicht muss man sich an einen Bio-Mitgliedsladen binden.

Noch vor einigen Jahren mussten die Verbraucher lernen, dass man für gesunde Lebensmittel in Bio-Qualität Neuland in Form eines Bio-Ladens betreten muss oder am Wochenende zum Bio-Bauern fährt. Mittlerweile geht das einfacher, denn Bio-Produkte gibt es auch in den Einkaufsstätten, in denen man sämtliche Artikel für den täglichen Bedarf einkaufen kann.

Lesen Sie, bei welchen Discountern Sie welche Produkte und in welcher Bio-Qualität bekommen…

z. B. LIDL…

Lidl – einst Feindbild Nr.1 von Greenpeace wegen höchster Pestizidbelastungen beim Gemüse – setzt inzwischen neben der EG-Öko-Verordnung zusätzlich auf ein strenges eigenes Qualitätsmanagement vom Erzeuger bis zur Filiale. Außerdem engagiert sich Lidl mit Transfair-Produkten für den gerechten Handel mit den Kleinbauern der Dritten Welt.

Weiterlesen bei oekolandbau.de

Marktplatz 2:03 pm

Tatsächlich ist noch kaum untersucht, ob und wie sich Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten auf die Gesundheit auswirken. Nach Ansicht zahlreicher Ernährungswissenschaftler ist für die Gesundheit vor allem eine ausgewogene Ernährung wichtig. Wer sehr fett- und kalorienreich isst, lebt also nicht gesünder, bloß weil er dabei zu Bio-Fleisch und Öko-Chips greift. Umgekehrt schützen viel Obst und Gemüse vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und zwar selbst dann, wenn sie aus konventionellem Anbau stammen.

Alles lesen bei stern.de…

Eine dänische Studie kommt zu dem ernüchterndem Ergebnis, dass keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse sind, als im konventionellen.

Viele Verbraucher glauben aber, dass die Bioware auch besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sei. Sie kaufen das teurere Obst und Gemüse vor allem deshalb, weil sie sich davon einen gesundheitlichen Zusatznutzen erhoffen. Einzelne Studien haben der Biokost tatsächlich bestätigt, dass sie mehr Nährstoffe enthält als konventionell produzierte Lebensmittel. Eine dänische Studie kam allerdings zu einem ernüchternden Ergebnis: keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse als im normalen.

Weiterlesen bei focus.de…

Marktplatz 2:00 pm

Bio-Nahrungsmittel sind nicht grundsätzlich gesünder. Untersuchungen zeigen, dass es zumindest mit den heutigen Messmethoden oft gar keine stofflichen Unterschiede gibt, also kein höherer Nährwert nachgewiesen werden kann. Aber Bio-Obst und -Gemüse haben oft einen niedrigeren Wassergehalt, weil die Produkte nicht so auf Größe gezüchtet und aufgebläht sind. Da findet man dann relativ mehr Nährstoffe in der kleinen Biotomate als in der großen herkömmlichen. Vor allem muss man die Produktionsbedingungen sehen: Bio ist oft umwelt- bzw. tiergerechter. (Quelle hr-online)

Die richtige Mischung macht’s. Jeder, der vorhat, sich für teures Geld an einen Öko-Mitgliederladen zu binden, sollte sich erstmal dieses Video ansehen und dann eine Mitgliedschaft bei diesem Projekt sehr kritisch überdenken.

Marktplatz 1:59 pm

Bio verspricht “heile Welt” und ist gleichzeitig ein Milliardengeschäft geworden. Doch der Mythos hält nicht, was er verspricht. Genau betrachtet sind Biolebensmittel weder gesünder noch besser für die Umwelt.

“Biogemüse hat denselben Nährstoffgehalt wie konventionell angebautes Gemüse, ist also nicht per se gesünder”, sagt Georg Schweisfurth, Gründer der deutschen Bio-Supermarktkette “Basic”. Auch Urs Niggli vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) bestätigt, dass es bis heute keine wissenschaftlichen Beweise gibt, dass Bioprodukte gesünder seien, so wie es die Verbraucher beim Kauf erwarten. “Biomilch ist nicht gesünder”, sagte er der Basler Zeitung.

Weiterlesen bei cicero.de…

Marktplatz 1:57 pm

Naturdünger aus Tierfäkalien (den auch viele konventionelle Landwirte einsetzen) kann Krankheitskeime enthalten. Nach den Regeln des Biolandbaus muss der Mist zwar lange kompostiert werden, damit die Hitze Keime abtötet, aber in der Praxis gelangt doch immer wieder infektiöser Dung aufs Gemüse. In den USA wurde nachgewiesen, dass daran einige Menschen starben und Hunderte mit schweren Magen-Darm-Beschwerden ins Krankenhaus mussten. “Zurück zu mittelalterlichen Produktionsweisen kann eben auch bedeuten, dass mittelalterliche Gefahren wieder auftauchen”, sagt Beda M.Stadler, Professor für Immunologie an der Universität Bern.

Weiterlesen bei cicero.de…

MarktplatzMarch 15, 2009 7:10 pm

Sandmännchen kommt geschlichen, so heisst ein Kinderlied. Am 11.03.muss es sich so ähnlich im “Spectrum” auf dem Homberger Marktplatz zugetragen haben. Da fand nämlich vor geladenen Gästen eine Informationsveranstaltung zum Konzept des Mitgliederladens statt.

Daß sich in Homberg immer wieder Dumme finden lassen, denen man Sand in die Augen streuen kann, ohne daß die das merken, ist nicht neu, sonst hätte man heute einen anderen Bürgermeister. Somit ist auch nicht verwunderlich, dass einige Homberger auch auf das Konzept eines Mitgliederladens reinfallen.

“Sie kaufen praktisch zum Großhandelspreis ein und können Einfluss nehmen auf das Angebot des Ladens.” so heisst es in einem Statement zum Mitgliederladen. Nun wird sich das kaum feststellen lassen, denn wer von den Kunden studiert schon BWL um das “Controlling” des Biobauern zu übernehmen?

Ich denke mal, wenn man in diesem modifizierten “volkseigenen Betrieb” für 65.- Euro im Monat regionale Waren einkaufen muss, damit sich eine Mitgliedschaft lohnt, dann kommt das dem Begriff “Abzocke” schon sehr nahe. Auch bei den VEB der “DDR” profitierte nicht der Kunde vom Angebot, sondern der Staat. Hier wäre es dann der Betreiber.

Bei bereits bestehenden Modellen liegt die Amortisationsgrenze für die Mitglieder wesentlich niedriger. Es wird nicht jeder in der Innenstadt die Kohle haben in dem elitären Etablissement für regionale Erzeugnisse einkaufen zu können. Die sind dann weiter darauf angewiesen im Osterbach einzukaufen. Bleibt zu hoffen, dass die bei dieser Gelegenheit ihren übrigen Bedarf dann auch dort decken.

MarktplatzFebruary 23, 2009 2:22 am

Der Biobauer hat es eilig mit seinem Projekt Mitgliederladen und will “in ein persönliches Gespräch gehen.” Demnächst werden wohl alle ernsthaft interessierten Personen und Kreise eine Einladung erhalten, die können sich dann gezielt über die Termine des Gesprächs informieren. Allerdings macht mich stutzig, warum nur interessierte Personen und Kreise eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten und dann den Termin gezielt erfahren? Sieht aus wie eine konspirative Geheimsitzung.

Ich denke mal, Kritiker will man fernhalten. Das ist auch aus der Aussage in dem o. a. Kommentar im Homberger-Hingucker zu entnehmen, in dem der Biobauer meint, mit einigen Usern weiter über einen Mitgliederladen zu diskutieren, sei so effizient, wie “Wasser in die Efze zu schütten.” Solche Sprüche und die Geheimniskrämerei über die Gesprächstermine mehren meine Zweifel an der Seriösität des Projekts Mitgliederladen erheblich.

Marktplatz 2:16 am

Zur Marktplatzwiederbelebung hat sich ein Biobauer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wenn es schon mit der normalen Vermarktung nicht klappt, soll nun ein Mitgliederladen das Geld bringen, möglichst risikofrei. Mindestens 200 Mitglieder, also Genossen, falls er überhaupt als Genossenschaft geführt wird, sollen das Startkapital für den Mitgliederladen bilden. Das soll dann so aussehen:

Zur Deckung der laufenden Kosten wie Miete, Personal, Nebenkosten, etc. sollen die Mitglieder Monatsbeiträge zwischen 15-20€ pro Person entrichten, Kinder weniger. Darüberhinaus ist an einen einmaligen Aufnahmebeitrag von ca. 30.- Euro pro Person gedacht. Zusätzlich wird eine einmalige Einlage für den Warenbestand als zinsloses Darlehen in Höhe von ca. 30.- Euro fällig, welches nach Beendigung der Mitgliedschaft zurückgezahlt wird.

Wenn es schon so weit ist, dass man in Homberg die Kunden erst mit Geldeinlagen in den Laden locken und dann an den Laden binden muss, damit sie auch wiederkommen, dann muss auch gewährleistet sein, dass die Mitglieder mitbestimmen können, was wie im Laden läuft, bei wem eingekauft wird, wie das Sortiment aussieht, Mitspracherecht haben bei Marketing, Vertrieb und Verwaltung, etc. Fraglich ob so etwas in diesem Umfang überhaupt gewährleistet werden kann. Auf alle Fälle müsste der Vermarkter dann ein fast komplettes Sortiment an Bio- und anderen relevanten Produkten anbieten, das muss sich also extrem von dem unterscheiden, was bisher auf dem Marktplatz angeboten wurde.

Aber rechnen wir mal:

200 x 20.- Euro monatlich = 4000 Euro/Monat für die Dauer der Mitgliedschaft
200 x 30.- Euro einmalig = 6000 Euro Aufnahmegebühr
200 x 30.- Euro einm. Einlage = 6000 Euro als zinsloses Darlehen.

So kann man sich von den Mitgliedern sein Unternehmen bequem und risikofrei finanzieren lassen. Hat es bisher mit der Vermarktung auf dem Marktplatz nicht so recht geklappt, was nicht an der ausgewiesenen Fussgängerzone gelegen hat, so hätte man als Unternehmer mit diesem Modell wenigstens kein finanzielles Risiko, das lässt man von den Mitgliedern tragen.

Davon ab, jeden Monat 20,- Euro, macht im Jahr 240 Euro, nur damit man sich an ein bestimmtes Geschäft bindet und bestimmte Waren nur dort einkauft? Da ist man dann ganz darauf angewiesen was der Biobauer so anbietet. Mitspracherecht beim Einkauf und Marketing haben und bekommen sind zweierlei. Was ist, wenn beispielsweise die ahle Wurst nicht schmeckt oder die Kartoffeln nicht schmecken? Da bringt auch der Umstand nichts, dass man als Mitglied die Ware zum Mitgliedspreis bekommt. Wenn Mitglieder den Laden nicht nutzen, stärken sie mit ihrem Anteil bzw. ihren Anteilen die Kapitaldecke des Mitgliederladens ohne etwas davon zu haben.

Warum soll man sich also an einen Mitgliederladen binden, um einerseits die Produkte etwas günstiger zu erhalten, man aber anderseits seine Flexibilität verliert, auch woanders zu kaufen. Dann macht man sich abhängig, der ganze Spass wird schnell teuer und es sieht nur so aus, als wäre es vorteilhaft und billig, zumal sich die Mitgliedschaft erst ab einem Einkauf von 65 Euro aufwärts lohnt. Hinzu kommt noch die Mitgliedsgebühr von 20 Euro pro Monat. Insgesamt also 85 Euro, nur damit man im Mitgliederladen in der Homberger Innenstadt regionale Erzeugnisse einkaufen kann, es sei denn sie bezahlen als Nichtmitglied einen saftigen Aufschlag von 20-50%.

Ich würde keinem empfehlen, sich so eng an einen Mitgliederladen zu binden, auch wenn er sich in der Homberger Innenstadt befindet, es sei denn, man hat Geld übrig, aber wer hat das heute schon.

Bioerzeugnisse werden verstärkt auch bei großen Discountern angeboten. Bislang zeigen die Untersuchungsergebnisse keine Unterschiede zwischen Bio vom Discounter und Bio von anderen Anbietern. Sofern die Produkte mit dem offiziellen sechseckigen Bio-Siegel ausgestattet sind, gibt es keine Bedenken. Die Verbraucherzeitschrift »Öko-Test« hat zudem die verschiedenen Bio-Produkte von Aldi, Lidl und anderen Discountern getestet. Ergebnis: Die meisten waren einwandfrei.

Neues aus dem SupermarktFebruary 1, 2008 1:08 am

Wenn es der EU-Kommission nach geht, dann sollen die Verbraucher in Zukunft besser darüber aufgeklärt werden, was in den Lebensmitteln steckt. Konsumenten sollen bald in mindestens drei Millimeter großer Schrift auf der Vorderseite des Produkts darüber aufgeklärt werden, was eigentlich pro 100 g in ihren Einkäufen steckt. Deklariert werden muss dann, wie viel Salz, Zucker oder Fett im Lebensmittel enthalten ist. Auch die Menge der ungesättigten Fettsäuren soll angegeben werden, ebenso zusätzliche Angaben über den empfohlenen Tagesbedarf.

Während diese ersten Schritte einer neuen Lebensmittelkennzeichnung zur Bekämpfung der Fettleibigkeit von den Verbraucherschützern begrüßt wird, stößt sie dem EU-Parlament und der Industrie sauer auf. Die befürchtet nämlich, diese Auflagen würden zu viel Bürokratie verursachen. Ich glaube eher, die befürchten, dass sie darlegen müssen, was tatsächlich in ihren Produkten steckt und sie dabei gar nicht gut wegkommen. Viele Verbraucher würden heute schon staunen, wenn sie wüssten mit welchen Lebensmitteln sie ihre Gesundheit ruinieren, von denen sie es nie erwartet hätten, egal ob mit oder ohne Reinheitsgebot.

Letztendlich wird die Lebensmittelindustrie ihre Macht auspielen, mit Wegfall von Arbeitsplätzen und Preisteigerungen wegen vermehrtem Arbeitsaufwand drohen und die EU-Politiker werden einknicken, es wäre ja nicht das erste Mal.

Bleibt festzuhalten: Der Lebensmittelindustrie ist die Gesundheit der Konsumenten so ziemlich egal, wichtig ist der Profit.

Neues aus dem SupermarktJanuary 24, 2008 1:50 am

Angekündigt hatte Ritter es ja schon länger, den Preis seiner quadratischen Tafeln zu erhöhen. Nun kostet eine 100 g Tafel örtlich mittlerweile 0,95 Euro. Nach “richtigem” Geld also 1,86 DM.

Ritter begründet die Preiserhöhung um etwa 20 Prozent (!) u. a. damit, die Tafeln nur noch mit natürlichen Aromen zu verfeinern. Das klingt ja erstmal gut. Da kratzt der Hersteller also die Bourbonvanilleschoten aus und aromatisiert damit sein Produkt. Wie edel! So natürlich, wie man vermuten könnte, müssen die natürlichen Aromen aber gar nicht sein. Natürliche Aromen sind aus natürlichen Stoffen hergestellt bzw. gewonnen. Das kann auch mit Hilfe von Sägespänen, Bakterien und anderen Mikroorganismen geschehen, muss es aber nicht zwangsläufig. Dazu gehört dann z. B. Vanille aus den Abfällen der Zellstoffherstellung, Erdbeeraroma und andere Fruchtaromen aus Schimmelpilzkulturen etc. Genauso können natürliche Aromen oft auch aus Auszügen von Pflanzen bestehen. Aber welcher Hersteller verrät mir schon, wie die natürlichen Aromen gewonnen wurden, die er bei seinen Produkten verwendet und auf der Verpackung deklariert? Er muss es auch nicht.

Es macht sich aber immer wieder gut, zur Begründung von Preisanhebungen, auf eine angebliche Verbesserung der Qualität und z. B. die Verwendung von natürlichen Aromen hinzuweisen. Das gibt dem Verbraucher das Gefühl, er kauft etwas Erlesenes und das rechtfertigt den hohen Preis. Nachweisen kann der Verbraucher es eh nicht. Er kann es glauben oder lassen.
Das ist so wie mit dem Waschmittel, dass seit Jahrzehnten immer so weiss wäscht wie nie. So weiss kann Wäsche gar nicht werden. Nicht umsonst beschäftigt die Lebensmittelindustrie hochkarätige ausgebuffte Psychologen, die nicht anderes im Sinn führen, den Verbraucher so gekonnt hinters Licht zu führen, dass der gar nicht merkt wie er abgezockt wird.

Mal ehrlich, hätten Sie seinerzeit eine Tafel handelsüblicher Schokolade für 1,86 DM gekauft? Ich nicht. Aber das muss man auch heute noch nicht. Gehen Sie mal zum Lebensmitteldiscounter, da bekommen Sie Schoki, die liegt bei einem Test der Stiftung Warentest vor der mittlerweile sauteuren Ritter- Sport. Und teilweise stecken da ganz namhafte Firmen hinter, wie z. B. die Fa. Storck bei Moser-Roth von ALDI.

Wenns ums Geld geht, hört die Ritter- und Sportlichkeit auf, jedenfalls bei mir!

Die Eiskalten vom LunedeichJanuary 14, 2008 9:49 pm

Über die Verleihung des Ehrenbriefes verfasste der User “Wolf Hagen” in einem Kommentar im Firmen-Blog der frostigen Firma ein paar kritische Bemerkungen.

Was er darauf für Antworten bekam, das können Sie hier nachlesen.

Eine ganz besondere Reaktion auf seine Kritik bekam “Wolf Hagen” vom Leiter Controlling der Firma Frosta®, Frank E. Der fühlte sich animiert, sich prustend, gröhlend und hüstelnd am Boden wälzen zu müssen und meinte u. a. dies würde nun ausgerechnet -Klarname - der Meister der Schimpftiraden schreiben. Besseres ist dem Frosta®-Controllingleiter nicht eingefallen. So drückte das “Wolf Hagen” in seinem nachfolgenden Kommentar auch aus:

@Frank. E.

Na also, er ist wieder in seinem Element, der Herr E. Besser wäre allerdings gewesen, Sie hätten zu meinen Ausführungen und Fragen Stellung genommen, das hätte Ihnen, Ihrer Stellung entsprechend, mehr Professionalität verliehen, als beleidigend und ausfallend zu werden, Aber was soll man machen, wenn man keine Argumente hat um sachlich auf berechtigte Kritik einzugehen, da ist es bedeutend einfacher, den kritischen User zu beleidigen und zu diffamieren. Schon schlimm, wenn man sich so verhalten muss. Ich hätte Ihnen mehr zugetraut, aber man kann sich täuschen.

Keine Firma präsentiert sich im Internet um sich ausschliesslich selbst zu beweihräuchern, sondern freut sich auch über kritische Stimmen. Bei Frosta® habe ich den Eindruck, ist das anders. Grundsätzlich sollten die, die im Blog ihre Firma repräsentieren, in der Lage sein mit Kritik umzugehen.

Allerdings, finde ich, gehen Ihre Ausführungen hier nun doch etwas zu weit und lassen jeglichen Anstand Ihrerseits vermissen. Ob die Verbraucher begeistert sind, wenn sie erfahren, wie Frosta® mit Kritik umgeht, bezweifele ich stark. Zur Kundengewinnung trägt so ein Verhalten nun sicherlich nicht bei. Wenn das auch noch im Firmeninteresse liegen sollte weiss man, was man zukünftig von Frosta® zu halten hat.

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 25. Oktober 2007 stellt eine Berichterstattung in einem Internetforum, die zur Erkennbarkeit der benannten Person führt, einen rechtswidrigen Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht dar. Möglicherweise hat Ihr “netter” Blogeintrag noch ein Nachspiel.

Was soll man dazu sagen? Ich finde, da erübrigen sich ersteinmal weitere Worte, doch würden Sie unbedingt die Produkte einer Firma kaufen, die mit kritischen Diskussionsteilnehmern so umgeht?

Update

Mit Eimer und Putztuch ist der Leiter Controlling von Frosta® zu später Stunde ins Firmenblog geschlichen um die persönlichen Daten des Users “Wolf Hagen” wieder zu löschen. Hat Frosta® eigentlich einen eigenen Kindergarten?

Die Eiskalten vom LunedeichJanuary 12, 2008 11:01 am

Nun hat Frosta® also einen “Ehrenbrief” verliehen bekommen. So wie es aussieht hat es allerdings den Anschein, als weiss bei Frosta wohl noch keiner so recht wer den verliehen hat.

Im Frosta®- und Brigitte-Blog überschlagen sich die Meldungen:

“Jetzt bekam der Frosta-Geschäftsführer dafür von Renate Künast, der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen und früheren Verbraucherministerin, den Ehrenbrief der “Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel e.V.” überreicht.”

“Dafür wurde das Unternehmen jetzt von Renate Künast ausgezeichnet.”

“Georg S…übergibt den Ehrenbrief…”

Alea iacta est - der Würfel ist gefallen, fragt sich nur wohin. Wer war’s denn nun wirklich?

Der Ehrenbrief wurde vom Gründer der IG Fuer an den Frosta®-Geschäftsführer überreicht, steht zumindest im Frosta®-Blog, sogar mit Videosequenz. Der mochte ihn aber nicht behalten und gab ihn weiter an die Mitarbeiter. Die grüne Renate las nur die Laudatio vom Blatt ab. Übrigens nimmt es der Gründer der Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel e.V mit der Wahrheit nicht so genau, wenn er behauptet, …”sind alle Produkte zu 100% frei von Geschmackverstärkern, allen Aromen, Farbstoffen, Stabilisatoren, Emulgatoren und so weiter.”

Nun hat ja Frosta® gerade wegen seines Reinheitsgebots und u. a. auch für den sorgsamen und kritischen Umgang mit neuen Lebensmitteltechnologien - z. B. Gen-Technik den Ehrenwanderbrief erhalten. Da stellt sich die Frage wieder, wie es bei Frosta® mit der Verarbeitung von genmanipulierten Rohstoffen aussieht? Seinerzeit stellte ich die Frage schon einmal und bekam zur Antwort: “Wir prüfen zurzeit die Umstellung auf Biomilchprodukte. Nach meinem Wissenstand setzen wir schon Biomilch ein- den aktuellen Stand kann ich gerne am Montag mit unserem Einkauf klären und nachtragen.”

Das war am 13.April 2007. Die Antwort steht noch aus, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.

Mit dem Reinheitsgebot, das ist so eine Sache. Nur deutsche Konsumenten kommen in den Genuss der nach Reinheitsgebot produzierten Tiefkühlmenüs. Das Frosta®-Reinheitsgebot gibt es bisher nur in Deutschland. In den osteuropäischen Ländern füttert man die Verbraucher noch mit all dem Zeug, was hier dem Reinheitsgebot zum Opfer gefallen ist. Da gibt es nämlich noch kein Reinheitsgebot, wie man hier lesen kann. So konsequent ist man dann nun auch wieder nicht.

Ich finde, von einer Firma, die so vehement mit ihrem Reinheitsgebot wirbt, sollte man erwarten können, daß dies für alle Verbraucher zutrifft und die Verbraucher in den osteuropäischen Ländern nicht als Verbraucher zweiter Klasse behandelt werden. VW verkauft seine Autos in die osteuropäischen Staaten ja auch nicht ohne Airbag.

Die Eiskalten vom LunedeichJanuary 8, 2008 9:12 am

Manchmal ist googeln richtig interessant und lehrreich:

Nach eigenen Angaben produziert Frosta® seit Anfang 2003 seine frostigen Fertigmenüs ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe, sowie ohne künstliche und natürliche Aromen. Die Firma wird seitdem nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit dies gebetsmühlenartig zu verkünden.

Was der Verbraucher allerdings nicht mitbekommt, es sei denn er googelt ein wenig, ist, dass “Oekotest” bei einem Tiefkühl-Gemüse-Test in 2006 im Frosta®-”Toskana-Mix” Rückstände von Pestiziden nachgewiesen hat. Hier handelte es sich um das Fungizid “Vinclozolin”. Laut Oekotest soll der Pestizidgehalt die gesetzliche Höchstmenge um mehr als zehn Prozent überschritten haben. Frosta®-”Toskana-Mix” konnte mit einem ganzen Pestizid-Cocktail aufwarten. Ausser “Vinclozolin” entdeckte “Oekotest” sechs weitere Pestizide im Frosta®-Menü.

Na dann, guten Appetit!

Auf der Frosta® -Website kann man zwar lesen: “Frosta®-Kunden wissen zu 100 Prozent was sie essen.” Tja, bis auf das eben, was sie nicht wissen. Die Firma gibt vor, Obst und Gemüse im Frosta®-Vertragsanbau auf Basis der Regeln des integrierten Anbaus produzieren zu lassen oder die Ware von ausgewählten Lieferanten zu beziehen. Ausserdem würden alle landwirtschaftlichen Betriebe regelmäßig kontrolliert, u.a. auch die Düngung und der Pflanzenschutz. Da muss Frosta® aber etwas übersehen haben, wie kommen sonst insgesamt sieben (!) verschiedene Pestizide in den ach so streng kontrollierten Anbau?

Laut “Oekotest” hat Frosta® den spanischen Paprika als Übeltäter ausgemacht und sich entschlossen auf Paprika eines anderen Produzenten zurückzugreifen, so zumindest steht es auf der Oekotestseite. Plamabel für die Qualitätskontrolle der Firma Frosta®, wie ich finde, dass die das nicht vor dem Testergebnis von Oekotest bemerkt haben.

Laut Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG darf Vinclozolin nur für Anwendungen als Fungizid an folgenden Kulturen zugelassen werden: Rapssamen, Zierpflanzen, Chicorée (Wurzelbehandlung) in Dosierungen von höchstens 0,75 kg Wirkstoff/Hektar. Wie kommt das Zeug dann in den Paprika und dazu gleich in der unzulässigen Dosis von zehn Prozent über der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge?

In einem Nachtest, den Oekotest mit dem Menü “Toskana Mix” der Chargennummer L 6151S12 veranstaltete fanden sich “nur” noch Spuren von zwei Pestiziden. Oekotest hat das ausgereicht, das Frosta® Menü mit “Sehr gut” zu beurteilen. Wem das reicht, der kann sich gerne bedienen, ich wünsche guten Appetit. Mir ist der Appetit vergangen, ehrlich gesagt hatte ich aber noch nie so richtig Appetit auf diese Tiefkühlmenüs.

Für mich hört der Spass da auf, wenn ich Gefahr laufe mir durch Nahrungsmittel meine Gesundheit zu ruinieren. Einer Firma, die den Kunden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihr “Reinheitsgebot” um die Ohren haut, anderseits aber ein Produkt mit einem Pestizidcocktail von sage und schreibe sieben Pestiziden in den Handel bringt, kann ich nun mal kein Vertrauen entgegenbringen.

Daß deutsche Nahrungsmittel qualitätsgeprüft und sicher sind, an diese Mär glaubt zurzeit wohl niemand. Wenn eine Firma wie Frosta® allerdings mit einem besonderen Qualitätsanspruch und einem ausgefeilten Reinheitsgebot wirbt und auch schon mal behauptet, dass Qualität und Qualitätskontrolle Geld kostet und die Produkte eben teurer sein müssen als z. B. beim Discounter, auf der anderen Seite aber pestizidbelastete Produkte anbietet, dann stimmt etwas nicht.
Ich habe dann ein größeres Problem damit, den Werbebotschaften der Firma Frosta® den nötigen Glauben zu schenken und komme zu der Erkenntnis, dass Werbung und Wahrheit auch bei Frosta® zweierlei Dinge sind und dass das eine nicht unbedingt mit dem anderen übereinstimmen muss. Dann kann der Verbraucher aber auch gleich zum Discounter gehen oder im Supermarkt den Menübeutel mit der roten Ecke kaufen. Ich finde, um die tägliche Menge Pestizide, ganz kommt man ja nicht darum herum, zu sich zu nehmen, muss man ja nicht noch unötig viel Geld ausgeben.

Neues aus dem SupermarktNovember 3, 2007 9:50 pm

Die Molkerei Weihenstephan wirbt damit, dass sie Milch von Kühen aus artgerechter Haltung verwendet. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Milchkühe der Zulieferbetriebe werden u.a. in Anbindehaltung gehalten und haben kaum Bewegungsfreiheit. Der Deutsche Tierschutzbund hat jetzt ein Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs gegen den Molkereibetrieb initiiert.

Quelle: Tierschutz aktuell v. 10/07

Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier

Public AffairsJuly 7, 2007 3:55 pm

Nicht wirkNlich. Wie die HNA in ihrer Ausgabe vom 25.07.07 meldet, hat sich in Sachen des verurteilten Verwaltungsgerichtspräsidenten des Verwaltungsgerichts Kassel und Kinderpornoguckers Dr. Johannes R. nichts nennenswertes getan. Noch immer bezieht der Straftäter, der sich über 1000 kinderpornografische Bilddateien auf seinen Computer geladen hatte und dafür im Januar "auf dem kleinen Dienstweg" ohne Gerichtsverhandlung per Strafbefehl zu milden 9 Monaten Haft auf Bewährung und 4800 Euro Geldstrafe verurteilt wurde, Bezüge von über 6000.- Euro netto im Monat. Lediglich der Dienstgerichtshof beim Oberlandesgericht Frankfurt/Main hat sich in einem "Eilverfahren"bisher dazu durchgerungen dem schwarze Schaf aus eigenen Reihen die Ausübung seiner Dienstgeschäfte zu untersagen. Der Kinderpornogucker Dr. Johannes R. darf weiterhin auf Kosten der Steuerzahler spazieren gehen. Ein Skandal ohne gleichen. Arbeitnehmer ohne die Privilegien des öffentlichen Dienstes setzen heute schon wegen einer geklauten Büroklammer ihren Arbeitsplatz aufs Spiel. Das hessische Justizministerium hat im Juni beantragt, das Gehalt des Kinderpornoguckers Dr. Johannes R. zu kürzen. Das wird sich sicherlich in moderaten Grenzen halten. Das zuständige Richterdienstgericht hat es bisher nicht für nötig gehalten, zu einer Entscheidung über das weitere Schicksal des Nochverwaltungsgerichtspräsidenten zu kommen. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Wie dem Bericht in der HNA zu entnehmen ist, äusserte sich ein Sprecher des Landgerichts, "dass es irgendwann eine Entscheidung geben wird". Bis dahin darf Dr. Johnnes R. dem Steuerzahler weiter auf dem Sack liegen und über 6000 Euro netto pro Monat kassieren. In Kasseler Juristenkreisen kursiert mittlerweile das Gerücht, dass Dr. Johannes R. eine Stelle in der hessischen Landesverwaltung erhalten soll. Dies wurde zwar von der hessischen Landesverwaltung dementiert, doch ich traue den zuständigen Stellen schon zu, dafür zu sorgen, dass der berufliche Knick in der Laufbahn des Kinderpornoguckers Dr. Johannes R. nicht gar zu drastisch ausfällt. Meines Erachtens gehört Dr. Johannes R. unter Aberkennung jeglicher Pensionsansprüche aus dem Staatsdienst entfernt, dauerhaft und sofort! Update v. 09.11.07: Neuigkeiten?

Die Eiskalten vom LunedeichJune 2, 2007 6:13 pm

Nun ist der Frosta®-500 g Beutel, z. B. mit Bami-Goreng auch in der Provinz angekommen.

Voilà, so sieht er aus.

frosta_vergl_500

Der untere, rot umrandete Beutelteil soll die Differenz zum alten 650 g Beutel Bami-Goreng darstellen. Viel hat sich nicht geändert, der neue auf 500 g Füllgewicht abgespeckte Beutel ist gerademal 3 cm kürzer. Die Breite des Beutels ist gleich geblieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass kaum ein Verbraucher, der zu Frosta® mit den abgemagerten 500 g Beuteln greift, nun sofort den Trick mit dem reduzierten Füllgewicht bei gleichem Preis durchschaut. Dafür fällt m. E. der Unterschied zu gering aus.

Ich glaube, der Schock kommt zu Hause, wenn das 500 g Frosta®-Menue verloren auf dem Teller liegt und einem nach der Mini-Mahlzeit noch der Hunger plagt.

So sieht das dann aus.

500g_inhalt

Mehr ist nicht für 2,99 Euronen. Lächerlich finde ich die zwei klitzekleinen Pilzkopfhälften im Vordergrund.

Nun hat ja Frosta® im Firmen-Blog mitgeteilt, dass “das Gewicht klar auf der Vorder- und Rückseite deklariert, die Größe des Beutels deutlich verkleinert und die Gewichtsreduktion deutlich kommuniziert wird. Das sieht dann so aus: hier die alte Packungsgröße auf der Rückseite…

650 g _rueck

…und hier die neue Packungsgröße auf der Rückseite.

500g_rueck

Da ist also kein Unterschied in Größe und Farbgebung festzustellen. Jedenfalls sehe ich keinen.

Ebenso verhält es sich mit der Vorderseite. Hier die alte Gewichtsangabe…

650g

…und hier die neue Gewichtsangabe…

500g

Auch da ist kein Unterschied festzustellen.

Was meint Frosta® nun mit “deutlich kommunizierter Gewichtsreduktion? Dass die nun nicht groß und breit quer über den Beutel schreiben, dass sie das Gewicht um 150 g reduziert haben, den Preis aber nicht, kann man sich vorstellen. Soweit geht die Liebe zum Verbraucher nun auch wieder nicht. Ob aber der Hinweis, bei Fragen zur neuen Packungsgröße die kostenpflichtige Frosta®-Hotline anzurufen, auf die Frosta®-Internetsite zu gehen oder im Frosta®-Internet-Tagebuch zu diskutieren, schon unter “deutlich kommuniziert” fällt, wage ich zu bezweifeln. Der Verbraucherzentrale hat es anscheinend gereicht, um Frosta® nicht auf die Schwarze Liste der Mogelpackungen zu setzen.

Und überhaupt, wer geht schon ins Frosta®-Blog oder auf die Frosta®-Website?

Noch etwas ist mir aufgefallen:

Reinheitsgebot hin oder her. Wie man an anderer Stelle im Frosta®-Firmen-Blog lesen kann, bietet Frosta® für die osteuropäischen Länder wohl noch kein flächendeckendes Reinheitsgebot an. Es wird aber daran gearbeitet.

Wie weit sind denn diese Arbeiten bis heute vorangeschritten?

Zur Zeit wirft Frosta® also Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Farbstoffe und all das, was sie hier bei ihren Wettbewerbern so anprangert in die Menues für den osteuropäischen Markt? Ich glaub’s ja nicht!! Das Reinheitsgebot erstreckt sich also nur auf Deutschland?

Also doch wohl mehr eine Marketingstrategie?

Ich finde, wenn Frosta® mit aller Konsequenz hinter ihrem Reinheitsgebot stehen würde, wie das ja überall rüberkommen soll, dann hätten sie dies für alle eingeführt, so wie sie das in Ihrer Werbung auch betonen - “Frosta® ist für alle da” - Warum dann aber mit unterschiedlichen Qualitäten?

Update v. 25.09.07:

Mittlerweile hat Frosta® seinen Firmenblog “relauncht.” Die angeführten Links gehen dadurch teilweise zu Beiträgen, die mit dem Thema überhaupt nichts zu tun haben.

Neues aus dem SupermarktMay 19, 2007 2:32 pm

Ich habs in der letzten Zeit mit Convenience-Produkten. Heute zur besten Kaffeezeit auf dem Balkon gabs einen köstlichen Quarkkuchen mit Rosinen auf Hefeteig und Rahmdecke von Thoks®

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Sechs Stück, 550 g fertig gebacken für 2,99 Euro. Sie brauchten in der Mikrowelle nur noch aufgetaut zu werden und schmecken, noch ein wenig warm, wirklich köstlich. Da kommt manches Gebäck im Cafè nicht mit. Fast wie selbstgebacken. Aber nur fast.

Ich würde mich ja glatt scheiden lassen, wenn mir die beste Ehefrau der Welt eine Schwarzwälder-Kirschtorte backen würde und es wären nur sechs oder sieben Kirschen in der ganzen Torte. So ähnlich ergeht es einem aber mit dem Quarkkuchen von Thoks®. Auf dem “Serviervorschlag” sind ja noch Rosinen abgebildet, leider haben die es aber anscheinend nicht bis in die Produktion und in den Kuchen geschafft.

thoks_quarkkuchen_be

In dem Stück Kuchen verstecken sich ganze zwei Rosinen. Die waren richtig erschrocken als wir sie gefunden haben. Im ganzen Kuchen fanden wir insgesamt 7 (in Worten: sieben) Rosinen. Wie soll man denn dem Serviervorschlag nachkommen, wenn keine Rosinen da sind. Soll sich der Kunde die selbst in den Kuchen stecken?

Ich kenne noch Zeiten, da haben wir vor Weihnachten Päckchen gepackt und in die “Ostzone” geschickt, damit unsere Brüder und Schwestern von “drüben” sich Stollen und anderes Weihnachtsgebäck backen konnten. Ich kann mich noch gut erinnern, da waren auch Rosinen bei. Vielleicht sollten wir mal wieder ein paar Packungen nach Waltershausen schicken.

Ich habe mal ein wenig im Internet gegoogelt und bin hier auf einen Bericht gestoßen, da vermisst der Autor die Erdbeeren im Schmand-Erdbeerkuchen von Thoks®.

Also, Ihr lieben Bäckerburschen aus Waltershausen, nun mal Butter bei die Fische Rosinen in den Kuchen, damit der in Wirklichkeit so aussieht, wie er auf der Packung abgebildet ist.

Die Eiskalten vom Lunedeich 2:29 pm

Macht Ihnen das Einkaufen noch Spass? Mir nicht! Wer beim Einkauf nicht draufzahlen will, muss schon genauer auf Packungsgrößen und Preise schauen. Dabei fällt eine besonders unappetitliche Masche einiger Hersteller auf. Statt den Preis zu erhöhen, reduzieren die einfach den Packungsinhalt. Der Kunde zahlt den gleichen Preis für weniger Ware. Viele Verbraucher merken das nicht sofort, weil sie gewohnheitsmässig auf den Preis schauen und nicht auf das Füllgewicht.

Das jüngste Beispiel dafür ist dieser Hersteller von Tiefkühlkost aus Bremerhaven. Der reiht sich jetzt auch ein in das Abkassieren der Verbraucher und reduziert den Packungsinhalt bei gleichbleibendem Preis. Waren bisher 600, bzw. 650 g in den Beuteln, so sind es zukünftig nur noch 500 g, wie im Firmen-Blog der TK-Firma mit dem frostigen Namen zu lesen ist.

Nun setzt man in Bremerhaven sogar noch eins drauf. Zur Zeit rechnet man bei dieser Firma noch mit einer normalen Ernte. In der Annahme, dass aber die Preise für die kommenden Ernten steigen, weil u. a. eventuelle Klimaveränderungen Auswirkungen auf die späteren Ernten haben können, aber nicht zwangsläufig müssen, kassiert man schon mal prophylaktisch die Verbraucher nach der bewährten Masche ab: Reduzierung des Packungsinhaltes bei gleichem Preis.

Das alles können Sie hier im Originaltext nachlesen.

Leider ist eine solche Vorgehensweise kein Einzelfall. Ich finde, man sollte diesen Firmen eindeutig zu verstehen geben, was man von dieser Art und Weise, die Verbraucher abzukassieren, hält und seine Kritik am Verhalten solcher Firmen an der Tiefkühltruhe im Supermarkt zum Ausdruck bringen. So hilflos ist der Kunde gar nicht. So wollte ein Kaffeeröster vor Jahren die Packungsgröße von 500 auf 400 Gramm absenken und mußte dies wieder rückgängig machen, weil die Kunden revoltiert haben.

So herausragend schmecken mir die Fertiggerichte von Frosta® nun auch wieder nicht, dass ich mir als Verbraucher diese Abkassiererei gefallen lassen muss. Ich hatte hin und wieder mal das ein oder andere Frosta® - TK-Menue im Gefrierschrank, für alle Eventualitäten, doch das wird sich zukünftig ändern. Auch Aldi, Lidl und andere Anbieter haben in Sachen TK-Menüs einiges schmackhaftes anzubieten, wenn es denn unbedingt Fertiggerichte sein müssen.

Vorausgesetzt ich wäre ein enthusiastischer Anhänger von TK-Menues und ich rechne hier richtig, müsste ich für 100 g Frosta®-Menue 0,60 Euro auf den Tisch legen (500 g = 2,99 Euro) Bei Apetito® aus Rheine z. B. müsste ich für 100 g nur 0,37 Euro berappen. (700 g = 2,59 Euro)

Das würde bedeuten, 700 g TK-Menue von Frosta® kosten 4,20 Euro, inklusive Reinheitsgebot. Das würde auch bedeuten, dass 700 g TK-Menue von Apetito® nur 2,59 Euro kosten, inklusive keine Geschmacksverstärker, Konservierungs-und Zusatzstoffe lt. gesetzlichen Verordnungen.

Das bedeutet, ein Menue von Apetito ist 1,61 Euro günstiger, als ein Menue von Frosta®, wobei bei 500 g Frosta®-Menue noch das Problem hinzu kommt, für mich zumindest, dass man kaum satt wird und eventuell Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Salat zugeben muss, dann wird es noch teurer.

1,61 Euro haben oder nicht haben, sind für viele keine leichte Entscheidung, wobei der Verbraucher die Bekenntnisse mit dem Reinheitsgebot der Hersteller auch nur zur Kenntnis nehmen kann. Nachvollziehen kann er sie kaum. Was haben uns die Firmen schon alles versprochen. Das Waschmittel wäscht schon seit Jahrzehnten immer weisser, weisser gehts gar nicht mehr. Fruchtsaftgetränke schmecken immer orangiger….. so orangige Orangen gibts gar nicht. Und wenn Maggi® sich tausend Knoten in den Löffel macht und die Leser von Readers Digest® die Firma zum 5. Mal hintereinander zur vertrauenvollsten Marke gewählt haben.

Ich persönlich habe da so meine Probleme mit dem Glauben.

Nun ist eine vorwiegende Ernährung mit Fertiggerichten der gesunden Ernährung sowieso abträglich, denn die meisten Fertiggerichte enthalten zu viel Fett, gesättigte Fettsäuren, zu viel Kochsalz, zu wenig Ballaststoffe und eine geringe Nährstoffdichte. Wer sich gesund ernähren will, sollte auf Gerichte zurückgreifen, die wenig Fett und gesättigte Fettsäuren, wenig Cholesterin und Natrium und pro Portion mindestens 10% an Vitamin A, C, Calcium, Eisen, Protein und Ballaststoffe enthalten.

Die Eiskalten vom LunedeichApril 20, 2007 6:02 pm

Nach Feierabend, wenig Schlaf und einem anstrengenden Tag, schleicht der Chef vom Frosta®-Controlling durch das Bloggehölz und montiert die Troll-Schilder wieder ab. ;-)

Die Eiskalten vom LunedeichApril 17, 2007 9:21 pm

Die Wellen schlagen hoch, im Firmenblog der Firma mit dem frostigen Namen aus Bremerhaven, als die verkündet, zukünftig nur noch 500 g in ihre Beutel zu packen, wo doch da früher 600 bzw. 650 g drin waren. Versteckte Preiserhöhung durch Reduzierung des Packungsinhalts. Auch die Stellungnahme über diese “prophylaktische Preiserhöhung” kam nicht bei allen Kommentatoren im Blog gut an.

Nun sollte sich eine Firma doch eigentlich freuen, wenn sie ein Feedback, wenn auch hier ein teilweise sehr kritisches, bekommt. Sonst könnte sie ja die Kommentarfunktion gleich abschalten. Mit Kritik muss man leben, wenn man Entscheidungen fällt, die nicht jedem schmecken. Hier schmeckte einem User "Wolf Hagen" einiges nicht und das tat er auch kritisch kund im Frosta®-Blog.

Was tun?

Erstmal die freundliche Tour. Frosta® freut sich "Wolf Hagen" eine Einladung nach Bremerhaven offerieren zu dürfen, mit Besichtigung der Produktion, so wie sie das bereits mit vielen Journalisten gemacht haben. Doch "Wolf Hagen" schrieb im Blog zurück, er möchte gerne unabhängig und unbeeinflusst bleiben und nahm die Einladung nicht an. Das hat gesessen, doch was nun?

Nun wird im Frosta® - Blog versucht, den User "Wolf Hagen" herabzuwürdigen, man verlinkt ihn nach "You Tube" zu einem Video-Clip des schwarzen Ritters, stellt ihn in die Ecke der "Trolle", verlinkt auf das entsprechende Zeichen und kennzeichnet seinen Kommentar entsprechend.

Ob das der richtige Umgang mit Kritik in einem Firmenblog ist, Diskussionsteilnehmer mit kontroverser Meinung zu diskreditieren, wage ich zu bezweifeln. Wenn der "freundliche" Herr aus dem Frosta®-Controlling mein Vorgesetzter wäre, hätte ich arge Probleme, ihm den nötigen Respekt abzugewinnen.

Man muss nicht unbedingt seine Kritik im Firmenblog der Firma Frosta® loswerden. Viel wirkungsvoller ist das, wenn man seine Kritik an der Tiefkühltruhe im Supermarkt zum Ausdruck bringt. Da kommt auch garantiert kein schwarzer Ritter. Mag Frosta® auch für alle da sein, ich habe Frosta®-TK Gerichte für die Zukunft von meiner Einkaufsliste gestrichen, dauerhaft und konsequent!

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Public AffairsJanuary 13, 2007 2:36 am

Verwaltungsgerichtspräsident des Kasseler Verwaltungsgerichts Dr. Johannes R. verurteilt. Wie schon im Vorfeld zum Tragen kam, wurde das Strafverfahren gegen den Präsidenten des Verwaltungsgerichts in Kassel, Dr. Johannes R. sozusagen "auf dem kleinen Dienstweg" erledigt, d.h. um eine öffentliche Hauptverhandlung kam der Kinderpornogucker, auf dessen Computer laut Aussagen der Staatsanwaltschaft 1010 kinderpornografische Bilddateien und zwei Videos gefunden wurden, herum. Das milde Urteil von neun Monaten zur Bewährung und die Auflage, 4.800 Euro an den deutschen Kinderschutzbund zu zahlen, wurde per Strafbefehl ausgesprochen. Der Verurteilte akzeptierte den Strafbefehl, somit ist der Verwaltungsgerichtspräsident des Verwaltungsgerichts Kassel, Dr. Johannes R. vorbestraft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden auf dem Computer des Dr. R. 1010 Bilddateien und zwei Videos mit kinderpornografischem Inhalt gefunden. Wie der HR ausführt sind auf dem Bildmaterial Mädchen und Jungen unter 14 Jahren zu sehen. Sie werden gezeigt bei sexuellen Handlungen mit anderen Kindern, Erwachsenen oder an sich selbst. (Die hier durchgestrichen dargestellte Formulierung wurde auf der HR-online Seite inzwischen wieder entfernt) Möglicherweise hatte man sich anscheinend versehen, die falsche Brille auf, es waren nur harmlose Reiseerinnerungen mit der Kindergartenkrabbelgruppe auf dem PC oder der zuständige Redakteur hat einen anderen plausiblen Grund diese Formulierung zu entfernen. Das Gericht legte dem Angeklagten so oder so jedenfalls 49 Fälle zur Last. Ein recht mildes Urteil für dieses Vergehen. Jeder Hühner- und Eierdieb kommt vergleichsweise schlechter weg. Vorläufig sind dem Verwaltungsgerichtspräsidenten die Amtsgeschäfte weiter untersagt. Das Richterdienstgericht wird entscheiden müssen, wie es mit dem hochkarätigen Juristen weiter geht. Wenn das Richterdienstgericht so entscheidet, wie seinerzeit im Falle des betrunkenen Landgerichtspräsidenten Eisenberg, wird der Knick in der Laufbahn des vorbestraften Verwaltungsgerichtspräsidenten Dr. R. sich in engen Grenzen halten. Ich hatte ja gehofft, der Verwaltungsgerichtspräsident wird dazu verurteilt, sich einer entsprechenden Therapie zu unterziehen, denn man muss schon krank und abartig veranlagt sein, seinen Spass an derart widerwärtigem Bildmaterial zu haben. Mit dem Amt eines Richters oder gar eines Verwaltungsgerichtspräsidenten ist das m. E. kaum vereinbar. Dabei fing alles so gut an. Im Jahre 2005 führte der Kasseler Oberbürgermeister den Präsidenten Dr. Johannes R. mit blumigen Worten in sein neues Amt als Verwaltungsgerichtspräsident des Verwaltungsgerichts Kassel ein. Da war die Rede davon, dass er schon ein alter Bekannter der Stadt sei, weil er bereits von 1990 bis 2001 als Richter am Verwaltungsgerichtshof tätig war und in den 80er Jahren 13 Monate am Landgericht gewirkt hat. Der Oberbürgermeister erwähnte in seiner Einführungslaudatio die Tätigkeit des neuen Präsidenten als 1.Vorsitzenden des Tennis-Club Marburg und dass er jemand sei, der die Bälle gut zurückspielt. Da wird auch nicht vergessen, dass Herr Dr. Johannes R. passionierter Wintersportler ist und bereits im zarten Alter von vier Jahren das erste Mal auf Skiern stand. Dem Verwaltungsgericht unter der neuen Leitung des Präsidenten Dr. Johannes R. wünschte der Kasseler Oberbürgermeister in seiner salbungsvollen Einführungsrede eine glückliche Zukunft und dem Präsidenten selber viel Erfolg und alles Gute in Kassel. Mittlerweile hat man den Präsidenten fallen lassen wie eine heisse Kartoffel, jedenfalls in der Internetpräsentation der Stadt Kassel. Bis vor kurzem konnte unter diesem Link noch auf die Einführungsrede zum Amtsantritt des Verwaltungsgerichtspräsidenten gelangen. Zwischenzeitlich geht das nicht mehr. Aber wofür gibt es letzendlich einen Google-Cache. Jetzt muss man schon auf den entsprechenden Google-Cache verlinken, um in diesen verbalen Genuss zu kommen. Bleibt abzuwarten, wann auch dieser Link ins Leere läuft. Das könnte dann ein Beweis dafür sein, dass man diese unappetitliche Sache unter allen Umständen unter der Decke halten möchte. Übrigens: Vor Gericht sind alle gleich, einige scheinen etwas gleicher zu sein. Bei dem 35- jährigen Angeklagten wurden ca. 60 Bilddateien mit kinderpornografischen Dateien gefunden. Im Strafverfahren ist der Angeklagte vom Amtsgericht zu 6 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden. Die Berufung des Angeklagten gegen dieses Urteil wurde durch das zuständige Landgericht - mit Recht - zurückgewiesen. Auf Grund des Vergehens wurde dem Kläger das Arbeitsverhältnis als Erzieher gekündigt, mit der Begründung, dass allein aufgrund des Besitzes einer größeren Anzahl von Bilddateien mit Ablichtungen betr. pornographische Handlungen an bzw. mit Kindern ein unabweisbarer Verdacht eigener pädophiler Neigungen des Klägers gegeben ist. Den ganzen Vorgang lesen… Wie verhält sich das eigentlich mit dem Verdacht eigener pädophiler Neigungen bei einem Verwaltungsgerichtspräsidenten, auf dessen PC man über 1000 Dateien kinderpornografisches Bildmaterial gefunden hat und der dafür rechtmässig verurteilt wurde?

Public AffairsDecember 8, 2006 8:39 pm

Da hat sich der NVV- NordhessischerVerkehrsVerbund - wieder was Schönes ausgedacht, um auf einfache Art und Weise an die persönlichen Daten seiner Kunden zu kommen. Unter dem Kulanzangebot "NVV- 5 Minuten Garantie," erstattet der NVV den Fahrgästen das Entgelt für die Fahrt, wenn der Bus mehr als 5 Minuten Verspätung hat. Dabei sammelt der NVV persönliche Daten der Fahrgäste, die sich die Fahrtkosten bei Verspätungen zurückholen wollen. Ein wirklich feiner Service! Aber in dieser Hinsicht ist man ja vom NVV nicht verwöhnt. Bei der Eingabe der Daten über den Vorfall der Verspätung fragt der NVV die persönlichen Daten der Fahrgäste ab. mumann Der Fahrgast muss zwangsläufig einer Übermittlung seiner persönlichen Daten einschliesslich seines Geburtsdatums zustimmen, sonst bricht das System ab. Wofür benötigt der NVV eigentlich das Geburtsdatum seiner Fahrgäste? Er wird die ja wohl kaum zum Geburtstag beglücken wollen. Vom NVV wurde mir mitgeteilt, dass man nur über das Geburtsdatum die Fahrgäste dem entsprechenden Fall zuordnen kann. Eine andere Möglichkeit hätte man nicht. Das kann man glauben oder kann es lassen. Ich lasse es lieber, weil ich nirgends auf der gesamten 5-Minuten Garantie-Site des NVV einen Hinweis darüber finde, dass die Daten nach Abschluss der Reklamation umgehend gelöscht werden. Der NVV weist zwar darauf hin, dass die persönlichen Daten nur zu Kontaktzwecken genutzt werden und die Beschwerde anonym behandelt wird. Alleine das geht kaum, denn dann hätte man die persönlichen Daten erst gar nicht erheben dürfen. Wenn der Fahrgast nun schon dem NVV sein zwangsweises Einverständnis geben muss, dass der seine persönlichen Daten zu "betrieblichen" Zwecken verwenden darf, um die Fahrtkosten im Rahmen der "Fünf-Minuten Garantie" ersetzt zu bekommen, kann das viel bedeuten, der NVV legt sich ja nicht fest, was er mit "betrieblich" meint und wie er die Daten weiterverwertet. Das wissen anscheinend die Mitarbeiterinnen des NVV, die man am Telefon hat, wenn man beim NVV anruft, auch nicht so genau. Oder sie wissen es und dürfen es nicht weitersagen und werden dabei auch schon mal recht pampig. Und dies, obwohl auf der Web-Site des NVV die Rede ist von "garantiert gutem Service und präziser Information. Der NVV will, dass der Kunde über alles informiert und mit dem Service zufrieden ist und das auf der ganzen Linie. Der Fahrgast hätte ein Anrecht auf eine durchgehend freundliche Bedienung. Wenn das so ist, dann müssen einige Mitarbeiterinnen des NVV diese Aussage auf der Website noch nicht zur Kenntnis genommen haben, oder jemand hat das Unternehmen verwechselt. Beim NVV jedenfalls kann man einen ganz anderen Eindruck bekommen. Der Kunde, wollte sich im Service-Point des NVV eine Fahrtkostenerstattung über 1,60 Euro abholen. Die Auszahlung wurde jedoch verweigert, mit der Aussage, es würden keine persönlichen Daten über den Kunden vorliegen und deswegen hätte Herr M. vom NVV die Auszahlung im Computer gesperrt. In der Tat hatte der Kunde einer Weitergabe seiner persönlichen Daten widersprochen, indem er auf dem Online-Formular zur Kostenerstattung vermerkte: Bitte beachten: Hiermit widerrufe ich meine zwangsweise gegebene Zusage, dass meine persönlichen Daten für betriebliche Zwecke verwendet werden dürfen. Möchte der Kunde sich zu Recht beim NVV in Kassel beschweren bekommt er zu hören, dass sich alle verantwortlichen Personen plötzlich in irgendwelchen Besprechungen und auf Auswärtsterminen befinden und die "netten" und "freundlichen" NVV-Mitarbeiterinnen werden recht schnippisch, wenn man eine vorgesetzte Stelle der abwesenden Personen verlangt. Möchte man gar den hauseigenen Datenschutzbeauftragten sprechen, wird einem die Telefonnummer nicht bekannt gegeben. Man bekommt beim NVV die sonderbarsten Erklärungen, warum man unbedingt die persönlichen Daten des Kunden braucht, um die Fahrkosten auszuzahlen. Da will einem doch eine NVV- Mitarbeiterin allen Ernstes weis machen, man brauche die persönlichen Daten um Missbrauch zu verhindern. Es könne sich ja jemand eine Fahrkarte aus dem Papierkorb holen und damit Fahrtkosten geltend machen. Auf die Frage, wie denn dieser Jemand wissen könne, wann welcher NVV-Bus wo Verspätung gehabt haben könnte, wenn er nicht selbst mitgefahren sei, bekommt man allerdings keine Antwort. Dann wiederum meinte der bereits erwähnte Herr M. vom NVV, man brauche die persönlichen Daten unbedingt, weil man die dem Finanzamt vorlegen müsse, um zu belegen, dass man die Fahrtkosten an den Kunden ausgezahlt habe. Auf die Frage, wozu das Finanzamt das Geburtsdatum des Kunden braucht, wusste auch dieser keine plausible Antwort. Ich glaube mal, beim NVV wird gewürfelt, welchen Bären man dem NVV-Kunden aufbinden soll. Es ist vielen nicht bewusst, dass das Geburtsdatum einer Person ein gravierendes persönliches Datenmerkmal ist, welches eine einwandfreie Identifizierung auch ohne nähere Adressdaten zulässt. Sowas hat in den Händen des NVV nichts zu suchen! Ich kann mich nun des Eindrucks nicht erwehren, dass der NVV hier persönliche Daten seiner Fahrgäste sammelt, um diese Daten möglicherweise gewinnbringend weiter zu verwenden. Auf meine entsprechende Anfrage beim NVV wies man dies zwar zurück, doch schriftlich bestätigen wollte man mir das nicht.

Public Affairs 8:35 pm

Eine Busfahrt mit dem NVV kommt immer wieder einer Erlebnisreise gleich. Das fängt schon damit an, dass die Busse Verspätungen von 15 Minuten und mehr haben und einige Fahrer ausnehmend unfreundlich sind. Es deutet alles darauf hin, dass der Fahrer, der die Route bediente, seinen Busführerschein in der Taiga gemacht hat. Gefahren ist er wie ein tasmanischer Teufel. Es ist nicht besonders lustig, wenn der Fahrer unmittelbar nach Lösen der Fahrkarte, wenn der Fahrgast noch gar keine Möglichkeit hatte einen Sitzplatz aufzusuchen, einen Blitzstart hinlegt, dass der Fahrgast fast zu Boden geht. Für diesen "Service" an Beförderung verlangt der NVV natürlich Kohle mit steigender Tendenz - Preise hoch - Service runter, wir leben ja schliesslich in der Servicewüste Deutschland und die feinen NVV-Oberen kommen ja nicht in die Verlegenheit mit ihren Helldrivern durch die Gegend fahren zu müssen. Erfreulicherweise gibt es beim NVV auch nette, hilfsbereite Fahrer, die sich schon fast für das Chaos im Fahrplan und die Unfreundlichkeit ihrer Kollegen entschuldigen - man trifft sie allerdings recht selten.

Medizin & bunte PillenNovember 9, 2006 9:34 pm

In den Märkten der Drogeriekette “dm” dürfen künftig Medikamente bestellt und verkauft werden. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster - und gab damit der Drogeriemarktkette recht, die gegen ein Verbot der Stadt Düsseldorf geklagt hatte. Zugleich kippte das Gericht mehrere vorangegangene Gerichtsentscheidungen, in denen der Verkauf von Medikamenten in den Drogerien untersagt worden war.

Den ganzen Bericht lesen…

Nun dauert es bestimmt nicht lange und Rossmann, Schlecker, etc. ziehen nach…Sortis® zum Schnäppchenpreis, Wochenangebot: Sartane gegen hohen Blutdruck….

Medizin & bunte PillenNovember 6, 2006 9:30 pm

Eine gute Nachricht für alle Diabetiker, die auf ein kurzwirksames Analoginsulin eingestellt sind.

Als erster Hersteller hat die Lilly Deutschland GmbH mit gesetzlichen Krankenkassen Direktverträge zu kurzwirksamen Analoginsulinen geschlossen. Durch diese Verträge kann den Versicherten beider Kassen, Humalog® (Wirkstoff: Insulin lispro1) auch weiterhin auf Kassenrezept verordnet werden.

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Siehe auch hier…

Medizin & bunte PillenOctober 11, 2006 1:07 pm

Eigentlich sollen Ärzte ihren Patienten die Angst nehmen. Es gibt aber Ärzte die machen erst den Patienten Angst und dann mit dieser Angst Geschäfte.

Immer mehr Mediziner bieten zusätzliche Leistungen an, die Krankenkassen nicht bezahlen. Doch Patienten wissen nicht, ob sie das Angebot benötigen. Ärzte sprechen von Service, Verbraucherschützer vom Geschäft mit der Angst.

Ob Messung der Knochendichte, Krebsvorsorge oder zusätzliche Ultraschallaufnahmen während der Schwangerschaft - immer mehr Ärzte bieten so genannte individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGeL an, für die der Patient selbst bezahlen muss. Eine gemeinsame Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK und der Verbraucherzentrale NRW ergab, dass 2005 bereits 29 Prozent aller Patienten solche Leistungen angeboten wurden. 2004 waren es nur 23 Prozent.

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Das nervtSeptember 22, 2006 1:36 pm

Da hat sich der NVV- NordhesslicherVerkehrsVerbund - wieder was schönes ausgedacht. Unter dem Kulanzangebot “NVV- 5 Minuten Garantie,” erstattet der NVV den Fahrgästen das Entgelt für die Fahrt, wenn der Bus mehr als 5 Minuten Verspätung hat, dabei sammelt der NVV persönliche Daten der Fahrgäste, die sich die Fahrtkosten bei Verspätungen zurückholen wollen. Ein wirklich feiner Service! Aber in dieser Hinsicht ist man ja vom NVV nicht verwöhnt.

Bei der Eingabe der Daten über den Vorfall der Verspätung fragt der NVV die persönlichen Daten der Fahrgäste ab.

mumann

Der Fahrgast muss zwangsläufig einer Übermittlung seiner persönlichen Daten zustimmen, sonst bricht das System ab. Wofür benötigt der NVV eigentlich das Geburtsdatum seiner Fahrgäste? Er wird die ja wohl kaum zum Geburtstag beglücken wollen. Vom NVV wurde mir mitgeteilt, dass man nur über das Geburtsdatum die Fahrgäste dem entsprechenden Fall zuordnen kann. Eine andere Möglichkeit hätte man nicht. Das kann man glauben oder kann es lassen. Ich lasse es lieber, weil ich nirgends auf der gesamten 5-Minuten Garantie-Site des NVV einen Hinweis darüber finde, dass die Daten nach Abschluss der Reklamation umgehend gelöscht werden.

Der NVV weist zwar darauf hin, dass die persönlichen Daten nur zu Kontaktzwecken genutzt werden und die Beschwerde anonym behandelt wird. Alleine das geht kaum, denn dann hätte man die persönlichen Daten erst gar nicht erheben dürfen. Wenn der Fahrgast nun schon dem NVV sein zwangsweises Einverständnis geben muss, dass der seine persönlichen Daten zu “betrieblichen” Zwecken verwenden darf, kann das viel bedeuten, er legt sich ja nicht fest, was er mit “betrieblich” meint und wie er die Daten weiterverwertet.

Es ist vielen nicht bewusst, dass das Geburtsdatum einer Person ein gravierendes persönliches Datenmerkmal ist, welches eine einwandfreie Identifizierung auch ohne nähere Adressdaten zulässt. Sowas hat in den Händen des NVV nichts zu suchen!

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der NVV hier persönliche Daten seiner Fahrgäste sammelt um diese Daten möglicherweise gewinnbringend weiter zu verwenden. Auf meine entsprechende Anfrage beim NVV wies man dies zwar zurück, doch schriftlich bestätigen wollte man mir das nicht.

Medizin & bunte PillenJuly 19, 2006 11:16 am

Schätzungsweise 200 000 bis 400 000 Patienten mit Typ-2-Diabetes erhalten schnell wirksame Insulin-Analoga künftig nur noch in Ausnahmefällen von der Krankenkasse bezahlt. Auf Kassenkosten dürfen die Präparate nur dann verordnet werden, wenn sie nicht teurer sind als Humaninsulin. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten und Krankenkassen am Dienstag in Siegburg. Insulin-Analoga können den Angaben zufolge um ein Vielfaches teurer sein als Humaninsulin. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) kritisierte die Entscheidung.

Der ganze Bericht…

Mit seinem Beschluss folgt der Gemeinsame Bundesausschuss einem Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dieses war zu dem Schluss gekommen, dass die Insulin-Analoga dem herkömmlichen Insulin bei der Behandlung des Diabetes Typ 2 nicht überlegen seien. Ärzte- und Patientenverbände hatten den Bericht heftig kritisiert.

Insulin-Analoga sind künstliche Abwandlungen des Hormons Insulin. Genau wie herkömmliches Insulin senken sie den Blutzuckerspiegel. Nach Angaben der Hersteller setzt ihre Wirkung zudem schneller ein als bei Normalinsulin - nämlich bereits nach 15 Minuten anstatt erst nach einer halben Stunde.

Medizin & bunte PillenJune 24, 2006 9:15 pm

Wie die Wiener Zeitung.at heute berichtet ist bei einer indonesischen Familie laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals die Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch nachgewiesen worden. Laut WHO steckte eine Indonesierin im vergangenen Monat mehrere Familienmitglieder mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 an, von denen sieben starben. Tests im Labor hätten dies ergeben, sagte WHO-Sprecher Dick Thompson am Freitag.

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Medizin & bunte PillenJune 16, 2006 10:17 pm

Mit Formigran® und dem Wirkstoff Naratriptan ist in Deutschland erstmals ein Triptan zur akuten Behandlung der Kopfschmerzphasen von Migräneanfällen mit und ohne Aura, zur rezeptfreien Abgabe in der Apotheke zugelassen.

Formigran® gehört zur Wirkstoffgruppe der Triptane und setzt im Unterschied zu einem klassischen Schmerzmittel selektiv am Ort des Entstehens der Migräne an. So bekämpft Formigran® mit nur einer Tablette alle typischen Beschwerden einer Migräne wie Kopfschmerzen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Die Einnahme soll bei den ersten sicheren Anzeichen einer Migräneattacke erfolgen, wobei 2 Tabletten pro 24 Stunden erlaubt sind. Die zweite Tablette darf frühstens vier Stunden nach der ersten eingenommen werden. Zugelassen ist Formigran® für Patienten zwischen 18 - 65 Jahren.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung, 18/2006

Medizin & bunte PillenJune 12, 2006 11:15 am

Trotz des Milliardendefizits im Gesundheitweisen erhalten die Chefs vieler deutscher Krankenkassen üppige Bonuszahlungen. Die Prämien für ihre Vorstände bezeichnen die gesetzlichen Krankenkassen als durchaus normal. Einem Pressebericht zufolge betragen die Prämien für das Geschäftsjahr 2005 bis zu 105.000 Euro.

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Während die Kassenvorstände längst den Blick für die Realität verloren haben und sich die Säcke vollmachen, wird der Beitragszahler immer weiter ausgequetscht und bekommt Leistungen vorenthalten.

Im Grunde ist er aber selbst schuld, solange er nicht protestiert ist er eben leidensfähig und die Politraffkes pressen immer mehr aus ihm heraus.

Neues aus dem SupermarktMay 12, 2006 10:31 am

Weil Preiserhöhungen in Deutschland nur schwer durchzusetzen sind, verkleinern einige Hersteller den Packungsinhalt. Die Verbraucherzentralen haben zahlreiche Fälle aufgedeckt. Dem Verbraucher hilft der vorgeschriebene Grundpreis beim Vergleich.
Die Verbraucherverbände sind alarmiert. Da Preiserhöhungen im Einzelhandel wegen des scharfen Wettbewerbs nur schwer oder gar nicht durchzusetzen sind, greifen immer mehr Hersteller gerade von Lebensmitteln zu umstrittenen Methoden: Sie verändern die Verpackung so, dass es zum alten Preis einfach weniger Inhalt gibt.

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Wie wehrt man sich dagegen? Einfach diese Artikel nicht mehr kaufen!

Public AffairsMay 1, 2006 9:18 pm

Wolfhagen ist eine historische Fachwerkstadt und liegt idyllisch im Naturpark Habichtswald nordwestlich von Kassel. Man kann in Wolfhagen durchaus gemütlich einkaufen und durch die malerischen Gässchen bummeln, Kaffee trinken und gut essen. Dazu muss man aber erst mal in Wolfhagen sein und das ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nämlich mit dem NVV ein Problem. NVV steht für “Nordhessischer VerkehrsVerbund.”

Nehmen wir mal an, Sie möchten an einem Wochentag um 9:40 Uhr von Naumburg-Altenstädt, einem kleinen aber feinen Dörfchen, sieben Kilometer von Wolfhagen entfernt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wolfhagen fahren.

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Dazu müssen Sie spätestens 30 Minuten vor Fahrtantritt ein AST-Taxi (AnrufSammelTaxi) bestellt haben. Das fährt Sie in atemberaubenden fünf Minuten von Naumburg-Altenstädt zur Hessenklinik nach Wolfhagen und kommt dort um 9:45 Uhr an. An der Hessenklinik-Wolfhagen müssen Sie nun ein anderes AST-Taxi bestellen, das um 10:15 Uhr an der Klink eintrifft und bis zum Einkaufszentrum 5 Minuten braucht. Um 10:20 Uhr ist die Fahrt zu Ende. Fahrzeit für sieben Kilometer 10 Minuten, Wartezeit 30 Minuten.

Irgendwann möchten Sie wieder nach Naumburg-Altenstädt zurück, sagen wir um 13:20 Uhr? Dann sollten Sie bis spätestens 12:50 Uhr das AST-Taxi benachrichtigt haben, damit es um 13:20 Uhr am Einkaufszentrum Wolfhagen eintrifft.

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Das AST-Taxi fährt Sie in vier Minuten zum Bahnhof Wolfhagen, Ankunft 13:24 Uhr. Dort haben Sie Zeit bis 14:00 Uhr und müssen bis 13:30 Uhr ein anderes AST-Taxi angerufen haben, welches Sie um 14:00 Uhr vom Wolfhager Bahnhof zum Naumburger Bahnhof chauffiert. Ankunft dort 14:20 Uhr. Am Naumburger Bahnhof haben Sie wieder viel Zeit, nämlich bis 15:07 Uhr. Dann kommt einer der berühmt-berüchtigten roten Busse vom NVV, bzw. RKH und fährt Sie in vier Minuten nach Naumburg-Altenstädt. Ende der Reise 15:11 Uhr! Für sieben Kilometer haben Sie 1 Stunde und 51 Minuten gebraucht! Fahrzeit 28 Minuten, Wartezeit 1 Std. 23 Minuten. Kosten der gesamten Tour hin und zurück 7,60 Euro.

Da darf aber nichts schief gehen. Hin und wieder kommt es vor, dass Fahrer des NVV anscheinend Probleme mit dem Ablesen der Uhr haben und die Haltestellen zu früh anfahren und auch wieder abfahren oder erst gar nicht halten. Wenn Sie dann noch einen Busfahrer erwischen, der fährt und bremst als hätte er den Führerschein in der kirgisischen Steppe gemacht und kaum dass man den Bus bestiegen hat anfährt wie ein tasmanischer Teufel und man Mühe hat sich auf den Beinen zu halten, macht die Fahrt so richtig Spass.

Insgesamt haben Sie bei diesem Ausflug über 14 Kilometer mit dem NVV von Naumburg-Altenstädt nach Wolfhagen und wieder zurück, dank der “hochintelligenten” Fahrplanprogrammierung des NVV, 1 Stunde und 53 Minuten irgendwo in der Gegend herumgestanden.

Aus Internet & MedienApril 23, 2006 12:34 pm

Laut einem Bericht von Stern-Online soll Geflügel in Zukunft dauerhaft weggesperrt werden. Besser wäre es man würde einige Minister dauerhaft wegsperren, bzw. von der Politik fernhalten.

Das Friedrich-Loeffler-Institut lehnt eine Schutzimpfung des Nutzgeflügels erneut ab. Geimpfte und ungeimpfte Tiere könnten dann nicht mehr unterschieden werden.
Das Friedrich-Löffler-Institut hat schon im August 2005 mitgeteilt, dass deutsche Forscher einen neuen Impfstoff gegen die Vogelgrippe mit dem Subtyp H5 gefunden und erfolgreich getestet haben. In der EU ist eine Impfung bislang nicht erlaubt, weil man geimpfte und infizierte Tiere dann nicht mehr sicher auseinanderhalten kann. Allerdings erlaube der neue Impfstoff diese Unterscheidung. Wie die Forscher erklären, könnten die Tiere über Sprays, Augentropfen oder Trinkwasser auch in größeren Betrieben leicht geimpft werden.

Sonderbarerweise wird darüber in den Medien nichts erwähnt. Auch müsste bei einer weiteren Verbreitung der Vogelgrippe nicht massenhaft Nutzgeflügel getötet werden und die Geflügelzuchtbetriebe würden nicht in den finanziellen Ruin getrieben. Möglichweise stecken aber auch wirtschaftpolitische Gründe dahinter und die betroffenen Bauern stehen sich besser das Geflügel keulen zu lassen. Für ein Federvieh bekommen sie immerhin 51 Euro vom Land und den Tierseuchenfonds. Kosten, die bei der Verwertung und Tötung der Tiere entstehen werden extra erstattet.

Da liegt es nahe, dass man kein Interesse hat den neuen Impfstoff zügig weiter zu entwickeln Und dem dummen Volk kann man ja vieles erzählen.

Das nervtMarch 28, 2006 6:42 pm

Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann? Dachten sich wohl auch die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn, als sie über die Bezüge der bislang offenbar völlig unterbezahlten Aufsichtsräte berieten. Kurzerhand erhöhte man die Vergütungen um rund 200 Prozent.

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Aus Internet & Medien 12:36 pm

Ex-Kanzler Schröder ist in Moskau – nicht nur in Sachen Ostseepipeline. Er will auch eine Lobby-Organisation aufbauen, die Russlands Image im Westen polieren soll. Dies berichtet jedenfalls der „Kommersant”.

Gerhard Schröder hat seinem guten Freund Wladimir Putin einen neuen Vorschlag mitgebracht, so die Zeitung: Ein Lobby-Zentrum soll in deutschen Medien das angeknackste Russland-Bild zum Besseren wenden und weitere deutsch-russische Wirtschaftsprojekte nach dem Muster der Ostsee-Gaspipeline befördern.

Der ganze Bericht….

Das nervt 11:59 am

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert die Ausdehnung des Geschäftsfeldes der Schufa auf die Wohnungs- und Versicherungswirtschaft scharf.

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Medizin & bunte PillenFebruary 19, 2006 5:58 pm

gitterhuhn Nun ist sie da, Deutschland hat die Vogelgrippe.

Auf der Ostseeinsel Rügen gibt es inzwischen 59 bestätigte Fälle von Vogelgrippe. Ab Freitag sitzt jegliches Federvieh wieder hinter Gittern.

Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche, die nur in ganz seltenen Fällen auf den Menschen übergeht. Für Zuchtgeflügel ist der H5N1-Erreger besonders tödlich und kann binnen weniger Stunden eine ganze Schar dahinraffen. Wilde Enten und Gänse sind weit weniger anfällig. Übertragen wird das Virus durch Ausscheidungen der oberen Atemwege und Kot. Von Vogel zu Mensch wird das Virus nur schwer übertragen. In Asien haben tausende von Fällen erkrankter Vögel nur zu 120 bekannten Fällen beim Menschen geführt, davon endeten 60 Fälle tödlich. Im Gewebe kann das Virus überleben. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass eine Infektion erfolgen kann, wenn Fleisch und Eier richtig durchgekocht werden. Bei einer Kerntemperatur von 60 bis 70 Grad über 30 Minuten geht das Virus zugrunde.

Das Friedrich-Löffler-Institut hat schon im August 2005 mitgeteilt, dass deutsche Forscher einen neuen Impfstoff gegen die Vogelgrippe mit dem Subtyp H5 gefunden und erfolgreich getestet haben. In der EU ist eine Impfung bislang nicht erlaubt, weil man geimpfte und infizierte Tiere dann nicht mehr sicher auseinanderhalten kann. Allerdings erlaube der neue Impfstoff diese Unterscheidung. Wie die Forscher erklären, könnten die Tiere über Sprays, Augentropfen oder Trinkwasser auch in größeren Betrieben leicht geimpft werden.

Sonderbarerweise wird darüber in den Medien nichts erwähnt, obwohl man mit einer Durchimpfung der Geflügelbestände auch die Menschen vor einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus schützen könnte. Auch müsste bei einer weiteren Verbreitung der Vogelgrippe nicht massenhaft Nutzgeflügel getötet werden und die Geflügelzuchtbetriebe würden nicht in den finanziellen Ruin getrieben.

Dafür hört man von Politikern und anderen mehr oder weniger kompetenten Personen :” Es gibt ja keine unmittelbare Gefahr für die Menschen. Aber überall dort, wo es einen Umgang mit Tieren gibt, muss man schon sehr vorsichtig sein.” Was nun, ist er Umgang mit Tieren nun gefährlich oder nicht. NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg scheint - wie bei Politikern allgemein so üblich - nicht zu wissen von was er redet.

Und weiter gibt der Minister Uhlenberg von sich:”Ich glaube, dass diese Schutzzone wichtig ist, die man dort eingerichtet hat. Das sind jetzt die Möglichkeiten, die man hat, damit möglichst auch der Übertrag vom Wildgeflügel auf das Nutzgeflügel nicht erfolgt.” Er glaubt, dass heisst, er weiss es nicht. Glauben tut man in der Kirche. Würde man beispielsweise das Nutzgeflügel impfen, könnte es nicht vom Wildgeflügel angesteckt werden.

Das ist wieder einmal typisch Deutschland,man wartet geduldig ab bis die Vogelgrippe im Land ist, obwohl sie sich ja lange genug angekündigt hat und wenn es dann wirklich soweit ist klappt nichts und alle Verantwortlichen laufen durcheinander wie eine Herde aufgescheuchter Hühner, kopflos und inkompetent.

Eigentlich müsste man die Politiker da hinsperren, wo die armen Federviecher jetzt sitzen, wirklich kompetente Leute an die Spitze lassen und denen nicht in ihr Handwerk reinreden.

Man muss sich Gedanken machen was gefährlicher ist, das Virus oder die Menschen die mit der Situation nicht umgehen können.

Public AffairsJanuary 22, 2006 4:17 pm

Der vorliegende Fall liegt schon ein paar Jahre zurück. Sind Sie Mitglied bei der Barmer Ersatzkasse? Waren Sie schon öfter krankgeschrieben? Sind Sie vielleicht schon längere Zeit arbeitsunfähig? Dann packen Sie schon mal ein paar Sachen zusammen, Schlafanzug, Zahnbürste, was man halt so braucht…. Es kann Ihnen nämlich passieren, daß Sie durch die Barmer Ersatzkasse zwangseingewiesen werden. Das glauben Sie nicht? Lesen Sie selbst! Der Versicherte ist Mitglied bei der Barmer Ersatzkasse. Er war wegen orthopädischen Problemen in der Vergangenheit schon öfter arbeitsunfähig. Seit 21.06.01 ist der Versicherte erneut arbeitsunfähig. Im September 2001 schickt ihn die BEK zum Medizinischen Dienst, der weitere Arbeitsunfähigkeit attestiert. Anscheined scheint man den Gutachtern beim MDK nicht zu trauen, denn die BEK hegt trotzdem permanent Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten. Man beschliesst bei der Barmer, d. h. ein Sachbearbeiter beschliesst, den Versicherten zur Feststellung seiner Arbeitsunfähigkeit in eine orthopädische Klinik einzubestellen. Der Versicherte bekommt folgendes Schreiben von der Barmer Ersatzkasse. Als Rechtsgrundlage für dieses sonderbare Vorgehen legte die BEK den § 62 SGB 1 zugrunde: Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers ärztlichen und psychologischen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen, soweit dies für die Entscheidung über die Leistung erforderlich ist. (Mitwirkungspflicht des Leistungsberechtigten) Der § 62 SGB 1, den die BEK hier anführt, regelt ausschließlich über die Mitwirkung des Leistungsberechtigten, daß derjenige, der Sozialleistungen erhält, sich ärztlichen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen soll, soweit dies für die Entscheidung über eine Leistung erforderlich ist. Er rechtfertigt in keinem Falle die Anordnung einer Krankenhausbeobachtung durch eine Krankenkasse. Krankenhauseinweisungen werden in Deutschland immer noch vom Arzt, bzw. in besonderen Fällen per Gerichtsbeschluß über einen Amtsarzt vorgenommen, niemals auf Anordnung einer Krankenkasse! Ärztliche Untersuchungen bezüglich Feststellung von Arbeitsunfähigkeit regelt der § 275 SGB V. Der Gesetzgeber berechtigt und verpflichtet nicht eine Krankenkasse dazu, die Arbeitsunfähigkeit im Rahmen einer Krankenhausbeobachtung feststellen zu lassen. Im Gegenteil, dies ist rechtswidrig! Die Mitwirkungspflicht des Leistungsberechtigten ist bereits erfüllt, wenn er sich einer ambulanten Untersuchung, bzw. Behandlung unterzieht. Der § 275 SGB V Abs. 1 Punkt 3 b regelt die Verpflichtung der Krankenkassen in gesetzlich bestimmten Fällen, oder wenn es nach Art, Schwere, Dauer oder Häufigkeit der Erkrankung oder nach dem Krankheitsverlauf erforderlich ist, bei Arbeitsunfähigkeit zur Beseitigung von Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit, eine gutachterliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) einzuholen. Dies hat die BEK in der Vergangenheit in hinreichendem Maße und zuletzt am 25.09.01 bei dem Versicherten getan. Der Versicherte hat sich gegen diese Begutachtung in keiner Weise gesträubt. Letztendlich darf auch der MDK keine Klinikeinweisungen zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit vornehmen. Es besteht für den MDK keine Rechtsgrundlage in die ärztliche Behandlung einzugreifen (Siehe § 275, Abs.: 5 SGB 5) Das wollte dann wohl der Sachbearbeiter der BEK tun. Er schrieb den Aufnahmearzt der orthopädischen Klinik an und teilte diesem mit, dass der Versicherte für den 20.03.02 zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr einbestellt ist. Dazu bekam die Klinik auch gleich Kopien der letzten Krankenakten des Versicherten, was datenschutzrechtlich zu einiger Besorgnis Anlass gibt. Der Versicherte setzte sich telefonisch mit dem Aufnahmearzt der Klinik in Verbindung und fragte nach einer ärztlichen Einweisung, dabei erfuhr er, dass der Klinik dieses Vorgehen auch suspekt vorkam und keine ärztliche Einweisung, die Voraussetzung für eine Klinikeinweisung ist, vorhanden war. Die Klinik lehnte daraufhin das Ansinnen der BEK ab. Nach entsprechenden Anrufen des Versicherten bei der Hauptverwaltung der BEK in Wuppertal verursachte das Verhalten des Sachbearbeiters Thomas S. wohl einigen Unmut, denn aus den internen Unterlagen der BEK geht hervor, dass man den Versicherten darüber unterrichten solle, dass es bei der Einweisung ins Krankenhaus nicht verbleibt. Der Versicherte bekam ein entsprechend knappes Schreiben.

Medizin & bunte PillenDecember 31, 2005 5:24 pm

Die Ärzte, die oft auf neue und womöglich teure Medikamente setzen, müssen umdenken. Als Folge des Arzneimittelsparpakets der Bundesregierung werden sich etliche Patienten auf eine Umstellung ihrer Medikamente einrichten müssen. Ärzte sollten überzeugt werden, Kranke wo immer möglich mit bewährten günstigen Mitteln zu versorgen.

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Wer glaubt, es gäbe nichts simpleres als den Bluthochdruck einzustellen, irrt gewaltig. Bei nicht einmal 25% der Hypertoniker werden die Zielwerte von 140/90 mmHg und darunter erreicht. Da kann man schon nachdenklich werden, bedenkt man die pharmakotherapeutischen Fortschritte der letzten Jahre. Und nun sollen die Ärzte wieder auf die “bewährten” und günstigen, weniger gut wirkenden Blutdrucksenker mit ihren entsprechenden Nebenwirkungen zurückgreifen, nur um Kosten zu sparen?

Der Arzt soll also bestraft werden, wenn er nach seiner Berufung handelt, die im hippokratischen Eid festgehalten ist:

Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem Vermögen und Urteil, mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu verderblichem Schaden und Unrecht.

Es ist den Patienten anzuraten viel mehr zu hinterfragen was der Arzt tut. Leider haben die meisten Patienten dazu nicht den nötigen Hintergrund und schlucken brav was der Arzt ihnen zwangsverordnet.

QuickieDecember 23, 2005 4:55 pm

Wenn am 31.12. ein neues Jahr eingeläutet wird, gehen bei Ford-Rößler in Kassel die Lichter aus. Definitiv. Nachdem ein Interessent aus Thüringen keine Lust mehr an der Übernahme des Autohauses zwischen der Frankfurter- und Raiffeisenstrasse hat, stehen ab 1. Januar 2006 weitere sechzig Frauen und Männer ohne Arbeit da. Insgesamt sind es dann über 200 Mitarbeiter denen die Pleite des Autohauses die Arbeitstelle gekostet hat. Kein guter Start ins neue Jahr. 17 Millionen Euro Schulden lasten auf dem Autohaus. Wenn Gebäude, Ausstattung und Autos verkauft sind werden es immer noch ca. 10 Millionen Euro sein. Für die Mitarbeiter gibt es einen “Sozialplan”, der die Bezeichnung eigentlich nicht verdient. Dieser Plan sieht vor, dass unter den Mitarbeitern als Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust ein Drittel der Insolvenzmasse aufgeteilt wird. Das bedeutet, jeder Mitarbeiter bekommt als maximale Abfindung zweieinhalb Monatsgehälter, falls aus der Insolvenzmasse überhaupt noch etwas übrigbleibt.

Nun müssen die Mitarbeiter für die Fehler des Herrn Rößler büßen. Lachen kann der Firmenbestatter und Insolvenzverwalter Westhelle, der die Beerdigung des Unternehmens und die Vertröstungen auf eine eventuelle Übernahme und Neubeschäftigung recht gut honoriert bekommen hat. Der Leichenschmaus wurde vom WDR am 02.11.05 im TV gesendet.

Und was macht der werte Herr Rößler so nach der großen Pleite? Geschäfte - in Thüringen. Dort agiert er als Geschäftsführer von Ford-Autohäusern in Erfurt, Weimar und Gotha. Immer der gleiche Herr Rößler, der in Kassel das Unternehmen an die Wand gefahren hat. Unvorstellbar aber wahr und auch noch legal.

Schlecht scheint es der Familie Rößler jedenfalls nicht zu gehen und der kulturelle Appetit ist ihnen auch nicht vergangen, wie die Stuhlpatenschaft für das Theater in Erfurt zeigt.

Die ehemaligen Angestellten und Nochangestellten in Kassel werden dafür wenig Verständnis haben.

Ich wüsste gerne mal, welchen Stuhl der Pleitier* dem Theater in Erfurt gespendet hat, nicht dass ich auch eine Stuhlspende entrichten möchte, aber eine Stuhlprobe würde ich schon gerne hinterlassen.

Anmerkung:

Auf einen ähnlichen Bericht in der HNA, Nordhessens Frühstücksblättchen, nahm der Autor Stellung in einer Lesermeinung. Darauf bekam er Antwort von einer Lydia, in Form dieses Smilies [:-)], mehr hatte die Dame ihrem Hirn nicht abringen können.

Der Autor nahm dazu Stellung: “Sehr bezeichnend dieses Smilie. Vor allem wenn der Nachname dieser Lydia mit “R” anfängt und mit “r” aufhört. Ich wüsste gerne mal, welchen Stuhl der Pleitier Rößler dem Theater in Erfurt gespendet hat, nicht dass ich auch eine Stuhlspende entrichten möchte, aber eine Stuhlprobe würde ich schon gerne hinterlassen.”

Dem HNA-Online-Redakteur Jens N. gefiel diese Lesermeinung wohl nicht. Möglicherweise hat er, aus welchem Grund auch immer, eine andere Meinung. Die Einträge wurden wegzensiert. Herzlichen Dank von dieser Stelle aus. Eine Tageszeitung in der Lesermeinungen ohne ersichtlichen Grund der Zensur zum Opfer fallen muss nicht sein. Ich habe dieses Blatt schon längst von Frühstückstisch verbannt. Es gibt erbaulicheres, mit dem man den Tag beginnen kann, das muss nicht ausgerechnet eine Zeitung sein, in der Lesermeinungen nach dem Gusto eines Online-Redakteurs zensiert werden, der dazu auch noch der Meinung ist, er hätte das Recht dazu. Recht auf Zensur? Honni lässt grüßen. Vielleicht sollte der Online-Redakteur der HNA sich mal den Begriff Zensur näher erklären lassen. Ein paar Nachhilfestunden würden sicher nicht schaden.

Keine Frage, Einträge die einen relevanten Straftatbestand erfüllen müssen entfernt werden, doch hat das mit Zensur nichts zu tun.

*abgeleitet von dem jiddischen Wort Pleite für zahlungsunfähig.

Das nervtDecember 8, 2005 2:25 pm

Nun wollen die Politiker den Verbrauchern den schwarzen Peter in Sachen Gammelfleisch zuschieben.
Der neue Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer sieht in der Nachfrage nach möglichst billigen Lebensmitteln eine der Ursachen für den Fleischskandal. “Die ‘Geiz ist Geil’-Mentalität ist gerade bei Lebensmitteln hochgefährlich”, sagte der CSU-Politiker der “Bild”-Zeitung. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel hätten ihren Preis, so der Minister.

Auch billig angebotene Lebensmittel haben den Qualitätsansprüchen zu genügen. Oder sollte man an die Fleischtheken ein Schild kleben:

Gammelfleisch, minderwertige Qualität, teilweise verdorben und möglicherweise gesundheitsgefährdend, besonders geeignet für Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Geringverdiener, im Sonderangebot für 4 Euro.
1a Qualitätsfleisch aus kontrollierten Betrieben, für Politiker, Unternehmensvorstände und gutverdienende Bürger für 8 Euro?

An allen Ecken und Enden sparen die Politiker an Sozialleistungen, übertreffen sich mit Vorschlägen und Gesetzen, wie sie uns Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen können um Haushaltslöcher zu stopfen und sich selbst die Taschen voll zu machen. Bezichtigen uns im gleichen Atemzug, wir würden mit unserer Kaufzurückhaltung dem Gammelfleisch Vorschub leisten. So dreist kann man nur als Politiker sein denen jegliche reale Denkweise abhanden gekommen ist.

Als Verbraucher sollte man sich das nicht weiter gefallen lassen. Muss es denn jeden Tag Fleisch und Wurst sein? Sonntags ein leckerer Braten reicht doch auch. So wie das in den Aufbaujahren der Republik, die zur Zeit auf allen TV-Kanälen beschworen werden um die Stimmung in Deutschland zu drehen, der Fall war. Damals reichte das wenige Geld noch nicht aus, um jeden Tag Fleisch auf den Tisch zu bringen. Heute reicht das Geld bei vielen nicht mehr aus um sich durchweg das Beste vom Besten leisten zu können, da muss man auf Sonderangebote achten. Und auch bei Sonderangeboten muss man darauf vertrauen können, dass die Qualität stimmt.

Wenn wir Bundesbürger unseren Fleischkonsum solange drastisch drosseln würden und nur noch einmal in der Woche Fleisch konsumieren, solange bis unsere Politiker und die fleischverarbeitenden Betriebe lernen, dass man Verbraucher als mündige Bürger und nicht nur als ein Volk, welches man beliebig abzocken kann, zu behandeln hat, würden sehr schnell wieder normale Verhältnisse einkehren. Lassen Sie demnächst im Supermarkt an der Fleischtheke ihren Geldbeutel zu, kaufen Sie das Nötigste, kochen Sie mal wieder zuhause im Kreise von Freunden und Bekannten. Sie glauben gar nicht, was für einen Spass das macht und täglich Fleisch vermisst man garantiert nicht.

Ganz abgesehen davon essen wir sowieso zuviel Fleisch. Die enorme Menge an Fleisch und Würsten, die in den industrialisierten Ländern gegessen wird, führt zu gesundheitlichen Schäden: Ein Übermass an Eiweiss kann nicht abgebaut werden. Die Purine aus dem Fleisch schaden dem Körper. Gicht, Rheuma und Nierenprobleme sind die Folge. Zuviel tierische Fette fördern Übergewicht und Herz-Kreislauf-Krankheiten und führen zu erhöhtem Cholesterinspiegel.

Nun müssen Sie nicht gleich zum Vegetarier werden, nur weil ein paar Drecksäcke aus Profitgier den Verbrauchern vergammeltes Fleisch andrehen. Aber Vegetarier, also Menschen, die auf Fleisch, nicht aber auf Milch und Eier verzichten, sind gesünder als Leute, die viel Fleisch essen, sogar gemässigte Fleischesser, also Vegetarier, die ein bisschen schummeln, sind noch gesünder.

Aus Internet & MedienNovember 21, 2005 10:03 pm

Ratiopharm kündigt Firmenchef fristlos.

Der Generikahersteller Ratiopharm hat sich von Firmenchef Claudio Albrecht getrennt. Grund für die Trennung seien unterschiedliche Auffassungen über Führungs- und Geschäftsfragen. Auch der Finanzchef musste gehen.

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Aus Internet & Medien 9:22 pm

Ärzte werden mit Geld geködert, Apotheker mit Geschenken überhäuft: Dem stern liegen Tausende E-Mails, Schecks und geheime Protokolle vor, die zeigen, wie der Pharmakonzern Ratiopharm seine Medikamente in den Markt drückt.

Jeden Morgen stehen in Deutschland 20.000 Pharmavertreter auf und machen sich auf den Weg in Arztpraxen und Apotheken. Schätzungsweise 400 von ihnen sind im Auftrag der Firma Ratiopharm unterwegs, des bekanntesten Herstellers günstiger Nachahmer-Medikamente in Deutschland. Der Kofferraum dieser Außendienstmitarbeiter ist prall gefüllt mit “Kontaktware”: So nennt man in der Branche Gratis-Medikamente, die der Pharmareferent dem Arzt schenkt, damit der sie seinen Patienten schenkt, mit dem Ziel, dass die Patienten künftig immer nach dem gleichen Mittel verlangen.

Die Kontaktware, die ein einziger Pharmareferent übers Jahr verschenkt, ist so gigantisch, dass sich damit locker drei Apotheken füllen ließen. Im Juni vergangenen Jahres hat Ratiopharm seinen Außendienstlern die “Musterplanung 2005″ geschickt, die dem stern vorliegt: eine genaue Auflistung, wie viele Gratis-Medikamente (so genannte Ärztemuster) ein Außendienstler im Jahr erhält. Darunter sind 2100 Packungen des Blutdrucksenkers Amlodipin, 500 Packungen Schmerztabletten Diclofenac, 3800 Packungen des Herz-Kreislauf-Mittels Metoprolol und so weiter. Insgesamt bekommt ein Ratiopharm-Referent mehr als 40.000 Arzneimittelpackungen zum Verschenken. Ratiopharm bestreitet gegenüber dem stern, dass die Zahlen der Musterplanung “für das aktuelle Jahr” entsprechen.

Wer all diese Packungen in der Apotheke kaufen will, müsste dafür schätzungsweise 250.000 Euro hinblättern. Außendienstler, die besonders viele Ärztemuster benötigen, bekommen noch mal 20 Prozent mehr Gratis-Packungen. Weil die ganze Ware in keinen Kofferraum der Welt passt, stapeln sich die Medikamente meist im Keller der Außendienstler oder in deren Garage. Pharmareferenten erkennt man auch daran, dass sie ihr Auto zu Hause im Freien parken….

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Das nervtNovember 16, 2005 5:32 pm

… Der jammert und klagt.

Erinnern Sie sich noch an Ernst Welteke, den Ex-Bundesbankpräsident?
Wie der FAZ zu entnehmen ist, hat Welteke nun seinen ehemaligen Arbeitgeber auf eine höhere Pension verklagt. Das bestätigte das Verwaltungsgericht Frankfurt am Dienstag mit dem Eingang der Klage auf Neufestsetzung seiner Pensionsansprüche (Az: 9E 3401/05).

8.000 Euro im Monat sind ihm zu wenig.

Ein Bericht des “Spiegel” brachte die Sache damals ins Rollen. So soll Welteke anlässlich der Gala mit seiner Frau und weiteren Familienmitgliedern im Berliner Luxushotel Adlon residiert haben. Die Kosten von rund 7660 Euro für den viertägigen Aufenthalt habe die Dresdner Bank übernommen. Welteke bestätigte die Einladung. Wenn er schon an Sylvester nach Berlin fahre, “dehne ich das doch ein bisschen aus”, zitierte das Magazin den Notenbankchef. Nach heftiger Kritik äusserte sich Welteke zu den Vorwürfen. Er kündigte an, dass die Bundesbank die Kosten für zwei der beanstandeten Übernachtungen übernehme, den Restbetrag zahle er aus eigener Tasche. Im Streit um die Luxus-Sause von Bundesbank-Präsident Ernst Welteke im Berliner Hotel “Adlon” hatte sich auch sein Sohn Hans zu Wort gemeldet - und den Familienausflug auf Kosten der Dresdner Bank verteidigt: “Wer die Reise bezahlen würde, war mir ziemlich schnuppe,” ließ der Junior verlauten.

Erst die Silvesternacht auf Einladung der Dresdner Bank in Berlin. Dann das Luxus-Wochenende im Juni 2003 in Monte Carlo auf Einladung von BMW-Finanzvorstand Krause. Übernachten auf einer Yacht, Dinner in der Rothschild-Villa. Das Rennen schick vom Balkon aus beobachtet. Darüber berichtete der “Spiegel” : “Der Bundesbank-Chef speiste, zusammen mit Ehefrau Bettina, in der Villa Rothschild, er schlief auf der “Sundream 1″, einer Luxusyacht mit Pool, Bars und Suiten. Und das Rennen betrachtete er von einer großflächigen Sonnenterrasse, direkt unter der von Fürst Rainier.”

Und nun verklagt Welteke seinen ehemaligen Brötchengeber auf mehr Kohle, weil ihm die 8.000 Euro Pension im Monat nicht reichen. Von seiner Pension in Höhe von 24.000 Euro blieben ihm nur ein Drittel, sein Bruttoeinkommen sei auf Basis eines hessischen Gesetzes um zwei Drittel auf rund 8.000 Euro im Monat gekürzt worden, jammert Welteke.
Dieser Betrag werde durch die “großzügige” Absicherung seiner ersten Frau, um die er sich “in besseren Zeiten” gekümmert habe, und monatliche Überweisungen an seine studierenden Söhne dezimiert. “Wenn ich dann noch die Miete und die üblichen Versicherungen bezahlt habe, ist das Geld weg”, sagt Welteke. So bleibe ihm im Moment nichts anderes, als von seinen Ersparnissen zu leben. “Ein Luxusleben ist da jedenfalls nicht drin.” Da kommen einem ja fast die Tränen. Der Mann wird doch am Ende nicht verhungern? Zur Vorsicht hier mal ein Link zu Aldi und Lidl.

Keine Angst, verhungern tut er nicht, der Mann ist nicht arbeitslos, er hat schon wieder neue Beschäftigungen gefunden. Nach einem Bericht der “Welt am Sonntag” ist er Aufsichtsrat und “Senior Consultant” der südrussischen Regionalbank Centerinvest.
Einem Medienbericht zufolge hat er auch bei der Gewerkschaft angeheuert. Ohne entsprechende Kohle macht der das bestimmt nicht. Manche Leute bekommen eben den Hals nicht voll, bei Politikern ist diese Eigenschaft besonders ausgeprägt.

Wie weit sich dieser Ex-Finanzpolitiker bereits von der Realität entfernt hat und welche charakterlichen Eigenschaften ihn prägen, kommt zum Ausdruck wenn man sich die Sparsamkeitsprüche Weltekes aus den Jahren 2000 - 2003 mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt:

“Man muss ja nicht unbedingt Urlaub in den Rocky Mountains machen - die Kasseler Berge sind ja auch sehr reizvoll.”

“Wer heute die staatlichen Leistungen am geschicktesten ausnutzt und wer das meiste für sich herausholt, genießt fast schon das höchste Ansehen.”

“Die Menschen lesen doch jetzt schon in den Zeitungen…, dass wir… über unsere Verhältnisse leben.”

“Ich hatte schon früher den Ruf eines rigiden Finanzpolitikers. Als ich Haushaltssprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag war, haben meine Kollegen in der Fraktion das Wort ” Geiz” immer so gesteigert: Geiz, Reitz, Welteke.”

“Ich bin auch sehr dafür, die ganzen Sozialleistungen auf ihre Missbrauchsmöglichkeiten hin zu überprüfen. Wer am besten das soziale Netz ausnutzt, wird nicht mehr sozial sanktioniert.”

“Die Einschnitte bei der Rente sind sozial gerecht”

“Ehrlichkeit wird honoriert.”

In einer Zeit, in der auf das Volk weitere drastische Steuererhöhungen und Sparmassnahmen zukommen, die insbesondere die Geringverdienenden treffen, wäre es ein Schlag ins Gesicht eines jeden Bürgers, Steuerzahlers und Rentners, wenn dem Begehren des feinen Herrn Ex-Bundesbankchefs Welteke um Anhebung seiner Pension stattgegeben wird. Schliesslich hat er das entsprechende hessische Gesetz zur Kürzung der Ruhegeldbezüge mitinitiiert.

Das nervtNovember 9, 2005 2:45 pm

strafeDie große Koalition sucht Mittel und Wege, um den Bürger noch effizienter auszusaugen. In den Koalitionsgesprächen, die mittlerweile schon drei Wochen dauern, hat man beschlossen den Bürgern Deutschlands noch tiefer in die Taschen zu greifen.

Dabei planen Union und SPD einen gigantischen Wahlbetrug. Entgegen den Versprechen vor der Wahl, sollen nun massiv Steuern erhöht werden, so z. B. die Mehrwertsteuer auf 19%. Ausserdem kamen in den Koalitionsgesprächen weitere Einschnitte zur Sprache. So soll der Kündigungsschutz gelockert werden. Dabei ist eine zwei-jährige Probezeit geplant. Neu eingestellte Arbeitnehmer können dann innerhalb von zwei Jahren leichter wieder auf die Strasse gesetzt werden.

Pendlern, die noch zur Arbeit fahren dürfen, soll zukünftig die Entfernungspauschale gekürzt werden. Erst ab dem einundzwanzigsten Kilometer würde es dann die Pauschale geben. Dafür ist ein entsprechender Ausgleich vorgesehen, doch der soll geringer ausfallen. Das häusliche Arbeitszimmer soll nur noch absetzbar sein, wenn es voll und ganz für den Hauptberuf genutzt wird.

Sogar Sparen soll demnächst bestraft werden. Die schwarz-roten Politganoven wollen den Sparerfreibetrag halbieren.

Bei den Hartz-IV-Empfängern will man 4 Milliarden einsparen. Es weiss zwar noch keiner wie das so richtig gehen soll, doch werden sich schon geeignete Massnahmen finden lassen, diese Personengruppe noch weiter ins Elend zu treiben.

Davor brauchen sich Deutschlands Geldsäcke nicht zu fürchten, auch wenn die Reichensteuer kommen sollte. Die setzen sich einfach ins Ausland ab, wie das Michael und Ralf Schumacher schon vor Jahren getan haben.

Ralf Schumacher hat mal verlauten lassen, er habe einfach keine Lust, das Finanzamt an den Hacken zu habe, wenn er in Deutschland ist. Deutschland sei einfach ein Steuer-Dschungel. Deshalb habe er die Chance genutzt, um ins Ausland zu gehen. Ein Steuerflüchtling wie sein Bruder Michael, der in der Schweiz ein Anwesen mit 730 qm Wohnfläche, Schwimmbad und Garage für 19 Autos bewohnt.

Mit der Verlegung seines Wohnsitzes in die Schweiz beging Michael Schumacher vor sieben Jahren eine ganz legale Steuerflucht. Der Trick dabei: Michael Schumacher gilt in der Schweiz als nicht erwerbstätig, da es dort keine Formel-1-Strecke gibt. Deshalb kommt er in den Genuss einer Niedrigsteuer, welche eigentlich für Frührentner gedacht ist. Legale Steuerflucht Teil zwei: Ralf Schumachers Umzug nach Salzburg wurde ihm versüßt durch eine Änderung des österreichischen Einkommenssteuergesetzes im Januar 2001. Durch die persönliche Zuständigkeit des Finanzministers kann jeder prominente millionenschwere Steuerflüchtling seinen Steuersatz de facto selbst verhandeln.

Michael und Ralf Schumacher haben in ihrer Kindheit und Jugend vom Sozialstaat, welcher von unserem Gemeinwesen steuer- und abgabenfinanziert wird, profitiert. Als erfolgreiche und sehr gut verdienende “Rennsportler” entziehen sie ihr zu versteuerndes Millionen-Einkommen und damit ihre Solidarität mit dem deutschen Gemeinwesen dem deutschen Steuerrecht.

Der deutsche Michel darf sich dafür weiter wie eine Zitrone fühlen und sich von Miss Griff Angela Merkel auspressen lassen. Den richtigen Gesichtsausdruck dafür hat sie ja.

AufgelesenOctober 30, 2005 8:46 pm

Kaum jemand versteht “bloggen”

Bloggen und Podcasten sind Begriffe, die bei einigen gesellschaftlichen Gruppen keinerlei Bedeutung haben. Britische Marktforscher der Agentur DDB haben mit einer Studie belegt, dass 72 Prozent der Kneipenbesitzer, Taxifahrer und Friseure keine Ahnung haben, was bloggen bedeutet.

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Macht bloggen depressiv?

There is a growing epidemic in the cyberworld. a scourge which causes more suffering with each passing day. as blogging has exploded and, under the stewardship of the veterans, the form has matured more and more bloggers are finding themselves disillusioned, dissatisfied, taking long breaks, and in many cases simply closing up shop. this debilitating scourge ebbs and flows but there is hardly a blogger among us who has not felt it’s dark touch. we’re speaking, of course, about blog depression.

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Das nervtOctober 27, 2005 8:41 pm

Dass Strom in Deutschland teuer ist, sieht jeder an seiner Stromrechnung. Doch wer hätte gedacht, dass der Strom fast überall in der EU weniger kostet? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat jetzt festgestellt, dass die Öffnung der Energiemärkte kaum Auswirkungen hatte: Die deutschen Strompreise gehören noch immer zu den höchsten in der EU.
So müssen die dänischen Privathaushalte für eine Kilowattstunde Strom ohne Steuern nur 9,27 Cent zahlen, in Deutschland sind es dagegen 13,34 Cent. Auch ein Industriekunde mit einem Jahresverbrauch von 24 Gigawattstunden muss in Schweden mit 3,82 Cent pro Kilowattstunde deutlich weniger zahlen als sein deutscher Konkurrent mit 6,76 Cent.

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Das nervtOctober 20, 2005 5:39 pm

Ein neuer Fleischskandal in Europa bahnt sich an.

In den letzten zwei Jahren sollen mindestens 1700 Tonnen Geflügelgerippe und Schweineschwarten, die nach EU-Recht nicht für den menschlichen Verzehr gekennzeichnet waren in Lebensmittelbetriebe verschoben worden sein. Nach Ermittlungen der Memminger Staatsanwaltschaft und der Zollfahndung Lindau soll ein bayrischer Geschäftsmann tonnenweise das Ekelfleisch zu Waren für den menschlichen Verzehr umdeklariert haben.
Geflügelgerippe, sogenannte Karkassen und Schweineschwarten dürfen in einwandfreiem und frischem Zustand unter anderem zu Separatorenfleisch und Gelatine verarbeitet werden, ansonsten nur zu Tierfutter.

Wie der Stern berichtet, wird gegen den 39-jährigen Geschäftsführer der bayrischen “Deggendorfer Frost GmbH” ermittelt. Die Firma hat nur eine Zulassung nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz und darf daher nur an Tierfutterhersteller liefern. Die genussuntaugliche Rohware soll die Firma bei Schlachthöfen und Schlachtabfallsammelbetrieben aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bezogen haben. Bei der Deggendorfer Firma, die früher auch als Kühl- und Gefrierhaus GmbH und als Bavaria Cold Storage firmierte, sollen die Abfälle dann zu Lebensmitteln umdeklariert worden sein. Nach Aussage eines Insiders seien solche Geschäfte üblich und die Branche würde damit leben. Bei Kontrollen in der Vergangenheit sei die Deggendorfer Firma durch unhaltbare hygienische Zustände, und blutverschnmierte Böden aufgefallen. Nun erwägt man, die Firma dauerhaft zu schliessen.

Mittlerweile könnte die ekelhafte Ware zu Formfleisch gepresst auf Tiefkühlpizza, in Tortellini und Geflügel-Nuggets gelandet sein. Wie hat Ihnen eigentlich die letzte Pizza vom Discounter geschmeckt?

Am letzten Freitag hat Bayern eine landesweite Rückholaktion von falsch deklarierten Schlachtabfällen eingeleitet, soweit die noch auffindbar sind. Wie das bayrische Umweltministerium bestätigt, sind bis zu 2.600 Tonnen Abfälle nach Italien, Ungarn und Frankreich geliefert worden. In Deutschland gingen die Abfälle an Betriebe in Thüringen, Niedersachen und Rheinland-Pfalz. Die betroffenen Betriebe seien bekannt. Die Rückholaktion für das verdächtige Fleisch kam allerdings zu spät, da der Großteil der Ware offenbar schon bei den Verbrauchern gelandet war.

Es gehört schon eine Menge kriminelle Energie dazu, aus Profitgier derart skrupellos zu handeln. Man sieht es einer Tiefkühlpizza nicht gerade an und herausschmecken kann man minderwertigtes Fleisch auch nicht.

Letztendlich beeilte sich Bayerns Verbraucherschutzminister Schnappauf zu betonen, dass zur Zeit zwar wohl keine Gesundheitsgefährdung vorliege, die Vorgänge seien aber „Ekel erregend“. Fein, dann ist der einsetzende Würgereiz ja nicht weiter gefährlich.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Memmingen Haftbefehl gegen K. Der 39-Jährige wurde von der Kriminalpolizei festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Ob sich der Mann zu den Vorwürfen geäußert hat, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Insgesamt sind drei Firmen im Visier der Ermittler.

Eine Firma hat das Ministerium schon öffentlich an den Pranger gestellt

Daß das bayerische Verbraucherministerium nun gerade diesen Betrieb öffentlich nennt , wird sich vermutlich nicht gerade verkaufsfördernd auf deren Produkte auswirken.
Schwierig wird es auch werden, die Ware noch aufzufinden, da die wohl inzwischen von den nichtsahnenden Verbrauchern verputzt wurde. Erkrankt ist wohl keiner und zu Tode gekommen auch nicht. Der Mensch ist von Natur aus robust und manchmal ist es heute gut, man macht sich keine Gedanken über die Herkunft einiger Nahrungsmittel. Der Appetit würde einem vergehen.

Kann man es bei diesem Sachstand aber den Verbrauchern verdenken, dass die Produkte der betroffenen Firmen, auch wenn die nun wieder lebensmittelrechtlich einwandfrei sind und auch noch hervorragend schmecken, mit gemischen Gefühlen oder gar nicht verzehren? Da ändert es auch nichts daran, dass die Geflügelschnitzel auf der gelungenen Internetsite noch so appetitlich aussehen. Anderseits tut man den betroffenen Firmen, die um ihren Umsatz und Vertrauensverlust beim Verbraucher bangen, bitter Unrecht, nur weil ein krimineller Geschäftsführer seinen Profit höher bewertet und dafür die Exsistenzgefährdung mehrerer Firmen in Kauf nimmt.
760.000 Kilogramm falsch deklarierte Fleischabfälle soll der Geschäftsführer der “Deggendorfer Frost GmbH” in den vergangenen Jahren an Firmen in Deutschland verkauft haben, die aussschliesslich zur Verarbeitung als Tierfutter bestimmt waren.

Das nervt 4:53 pm

knastNun müssen die Federviecher in den Stall. Auf Anordnung von Noch-Bundesverbraucherminister Trittin eingeknastet. Ab sofort ist Stallpflicht angeordnet und jede Missachtung kann bis zu 25.000 Euro kosten. Wer keinen Stall hat, muss die Hühner oder Gänse halt mit ins Wohnzimmer nehmen.

Grund der Anordnung ist, dass im europäischen Teil von Russland der gefährliche Erreger H5N1 gesichtet wurde, der bereits ca. 220 Hühner dahingerafft hat. Und aus diesem Teil Russlands, südlich von Moskau, ziehen die Zugvögel nach Deutschland. Wenn nun so eine Wildgans ein deutsches Haushuhn anniest, bekommt das die Vogelgrippe, steckt den Hahn an und der die anderen Hennen, die Seuche nimmt ihren Lauf.

Noch gibt es in Deutschland keine erkrankten Vögel, doch die Lage sei besorgniserregend. Die Verbraucher reagieren gelassen auf die Horrormeldungen. Allerdings lassen sich die Menschen hier vermehrt gegen Grippe impfen, in der falschen Annahme dann auch gegen die Vogelgrippe immun zu sein. Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche und kann nur bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragen werden, und wer küsst schon ein Huhn?

Aus Internet & MedienSeptember 28, 2005 3:28 pm

Demnächst werden wohl die Verbraucher für den Liter Fruchtsaft 8-10 Cent mehr hinlegen müssen. So lässt jedenfalls der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Bonn verlauten. Schuld daran sollen die dramatischen Steigerung der Kosten bei Rohstoffen, Halbwaren, Energie, Treibstoff und bestimmten Hilfsstoffen sein.

Irgend etwas ist ja immer, um einen Vorwand für Preissteigerungen zu finden.

Aus Internet & Medien 3:15 pm

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg dreht den Zapfhahn massiv zu.
Europas zweitgrößter Brauereikonzern Carlsberg, der in der Schweiz Feldschlösschen kontrolliert, will auf lange Sicht jede zweite seiner 29 Brauereien stilllegen. Damit reagiert Carlsberg auf die in Westeuropa sinkende Nachfrage nach Bier.

Die Produktion soll nur noch in 15 Hauptbrauereien stattfinden, wie der Vorstandsvorsitzende der Carlsberg Breweries, Nils S. Anderson in einem Interview mit der Kopenhagener Wirtschaftszeitung “Börsen” sagte.

Erst 2004 hatte der dänische Brauereikonzern die Holsten-Brauereien mit dem Hamburger Stammsitz, sowie die Feldschlößchen-Brauerei in Dresden als Hauptbetriebe übernommen. Ausserdem gehören zu Holsten die Brauerei Landskron in Görlitz, Feldschlößchen in Braunschweig, die Mecklenburgische Brauerei Lübz sowie Hannen in Mönchengladbach.

Allerdings gibt es laut Anderson “keinen aktuellen Plan, eine unserer Brauereien in Deutschland zu schließen”.

Aus Internet & MedienSeptember 27, 2005 11:05 am

Schlechte Nachrichten für Liebhaber von Pommes frites: Die Kartoffelstäbchen werden dieses Jahr kleiner ausfallen und wohl auch teurer werden. Der Grund: Die Kartoffelernte fällt in diesem Jahr in Nordeuropa mager aus.

“Wir haben nicht nur weniger Kartoffeln geerntet, sondern auch noch von kleinerem Kaliber”, sagt Christoph Hambloch, Abteilungsleiter Ackerbau bei der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle GmbH (ZMP) in Bonn. Er geht davon aus, dass die Fritten-Produzenten versuchen werden, die höheren Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.

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Aus Internet & Medien 11:01 am

Bundesbankpräsident Axel Weber geht nicht davon aus, dass der Ölpreis schnell wieder nach unten geht. Noch zwei bis drei Jahre werde der Preis für Rohöl bei rund 60 Dollar je Barrel (159 Liter) verharren, sagte Weber in Washington. Die deutsche Wirtschaft profitiere allerdings dank ihres breiten Angebots an wettbewerbsfähigen Produkten vom Rückfluss eines Teils der “Petro-Dollar”, da die Ölländer einen nicht geringen Teil ihrer Gelder für Investitionen verwendeten.

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Medizin & bunte PillenSeptember 23, 2005 1:22 pm

Hochrisikopatienten mit koronarer Herzkrankheit profitieren in hohem Maße von einer Fluvastatin-Therapie. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die durch Studienergebnisse belegte signifikante Senkung der kardialen Mortalität.

Zu den therapiebedürftigen KHK-Hochrisikopatienten zählen laut der NCEP-Guidelines ATP III(2001) [1] Patienten mit Myokardinfarkt in der Anamnese, instabiler Angina pectoris, stabiler Angina pectoris und/oder nach Koronararterien-Eingriffen. Eine weitere Hochrisikogruppe bilden Patienten mit Typ-2-Diabetes. Sie sind dafür prädestiniert, ausgeprägte atherosklerotische Gefäßveränderungen zu entwickeln und haben ein 4-fach höheres Risiko für eine KHK. Fluvastatin (Cranoc(R))schützt KHK-Patienten und andere Hochrisikopatienten effektiv vor
kardialen Ereignissen..

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Medizin & bunte PillenSeptember 14, 2005 3:10 pm

lightAspartam® wurde 1965 von James Schlatter, einem Chemiker der US-Pharma-Firma G.D. Searle Company, per Zufall entdeckt. Aspartam ist etwa 200mal süsser als Zucker und ist ein kalorienarmer Süssstoff.

Aspartam® (NutraSweet®, Canderel®,..) ist als Zuckeraustauschstoff in vielen Lebensmitteln enthalten, die als so genannte Light-Produkte angeboten werden. Das reicht von Limonadengetränken über zuckerfreien Kaugummi bis Diät-Schokolade usw. Es ist seit den frühen 1980er Jahren weltweit als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (E951). Seitdem werden regelmässig kritische Stimmen laut, die Krebsentstehung durch Aspartam® und seine Metaboliten befürchten. 2002 folgerte die Agence Française de Sécurité Sanitaire, dass die damaligen wissenschaftlichen Daten eine Erhöhung der Hirntumorrate beim Menschen nicht bestätigten.

Eine kürzlich veröffentlichte wissenschaftliche Studie der in Italien ansässigen “Europäischen Stiftung für Onkologie und Umweltforschung Bernardo Ramazzini,” scheint zu belegen, daß der regelmäßige Verzehr des Süßstoffs Aspartam® die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung deutlich erhöht. Die Studie bestätigt einerseits das Fehlen eines Zusammenhangs zwischen Aspartam® und Hirntumoren; anderseits stellt sie unter den Studienbedingungen eine dosisabhängige Erhöhung der Lymphom- und Leukämierate bei den Versuchstieren (weiblichen Ratten) fest. Diese vorläufigen Ergebnisse müssen nun noch bestätigt werden.

Die Behörden warten im Moment noch ab, bis sämtliche Daten verfügbar sind, um die mit Aspartam® verbunden Risiken nochmals zu überprüfen, um gegebenenfalls den Gehalt in Getränken und Nahrungsmitteln anzupassen. Gegenwärtig liegt die empfohlene tägliche Höchstdosis von Aspartam in der Europäischen Union bei 40 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Quelle:
Eur. Journal Oncology, Vol. 10, No 2, 2005:
Aspartame induces lymphomas and leukaemias in rats

Aus Internet & MedienSeptember 12, 2005 12:00 am

Was es alles gibt.

Wenn es nun schon sooo billig geworden ist unter die Erde zu kommen, sollte aber ein klein wenig Luxus drin sein. Die Erben müssen ja nicht die ganze Knete auf den Kopf hauen.

Ein Erfinder aus Osnabrück hat ein Mobiltelefon entwickelt, das selbst unter der Erde steten Empfang garantiert. Einige Exemplare seiner Erfindung hat Jürgen Bröther aus Osnabrück nach eigener Aussage bereits verkauft. Und trotz des hohen Preises - je 1.500 Euro - gebe es angeblich schon weitere Interessenten für das Handy mit einer besonders langlebigen Batterie und einem kleinen Lautsprecher. Konzipiert ist das Mobiltelefon als eine Art Grabbeilage, die etwa so groß wie ein Schuhkarton ist und im Grab, 30 Zentimeter tief unter der Erde untergebracht wird. Einmal installiert, ist sozusagen der Dialog mit dem Verstorbenen möglich.

Da geben die Menschen ihren Verstorbenen seit Urzeiten alle möglichen Schätze als Grabbeigaben mit- und was finden Archäologen in ein paar Tausend Jahren, wenn sie uns ausbuddeln?

Sweety das Küken

Aus Internet & MedienSeptember 11, 2005 7:45 pm

Wie die “Bild am Sonntag” erfahren haben will, soll der “Lehrer aus Kassel,” Bundesfinanzminister Hans Eichel in seinem Schreibtisch eine Giftliste mit radikalen Kürzungen versteckt halten. Noch dementiert er das vehement, doch ob man dem das glauben darf?
Jedenfalls sollen interne Emails (”Maßnahmeoptionen zur Realisierung von Einsparungen im Bundeshaushalt”) die der Bildzeitung vorliegen, belegen, dass im Bundesfinanzministerium an einem riesigen Kürzungspaket gearbeitet wird.
Demnach wurde bei einer Referatsleiterbesprechung im Eichel-Ministerium ein Kürzungsvolumen von rund 30 Milliarden Euro für 2006 vorgegeben. Auch tiefe soziale Einschnitte stehen auf dem Prüfstand.

So drohen Beziehern von Arbeitslosengeld II Kürzungen der Leistungssätze um 2%, sowie eine Schlechterstellung bei der Rente, wenn sie länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Bei den sogenannten Bedarfsgemeinschaften sollen schärfere Regeln gelten. Auch muss der, der eigenes Vermögen besitzt damit rechnen schärfer als bisher zur Kasse gebeten zu werden.
Aus Expertensicht im Finanzministerium ist das Kürzungsziel von 30 Milliarden Euro ohne teilweise Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht erreichbar. Deshalb ist davon auszugehen, dass der ermässigte Mehrwertsteuersatz von 7% für viele Bereiche doch fallen wird. Für Herzschrittmacher, Prothesen, zahnärztliche Leistungen, aber auch für Saatgut, Düngemittel und Schlachtvieh sieht das sogenannte “Steuervergünstigungsabbau-Gesetz” höhere Mehrwertsteuersätze vor. Die Folge wird sein, ein drastischer Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel, wie Brot, Wurst, Fleisch und Gemüse.

Fazit: Egal wen man wählt, die Politgangster,ob sie nun aus Kassel oder Heidelberg kommen, werden den Bürgern in die Taschen fassen und sie ausnehmen wie Weihnachtsgänse. Also bleibt nichts weiter übrig als die Euros noch mehr zusammenzuhalten als bisher.

Aus Internet & MedienSeptember 6, 2005 4:49 pm

Der langjährige VW-Personalvorstand Peter Hartz soll Begünstigungen von Betriebsräten persönlich angeordnet haben. Das behaupten Presseberichten zufolge der entlassene Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer und sein Anwalt Wolfgang Kubicki. Hartz habe die Weisung erteilt, den Betriebsräten “jeden Wunsch zu erfüllen”.

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Aus Internet & MedienAugust 15, 2005 7:57 pm

Der Haushalt ist ein gefährliches Pflaster. 2,4 Millionen Unfälle ereignen sich jährlich in deutschen
Haushalten. Die meisten Unfälle im Haushalt passieren nicht durch defekte Geräte. Ursache der Unfälle sind fast immer menschliches Fehlverhalten wie Leichtsinn, Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit, das Überschätzen eigener Fähigkeiten und das Nichtbeachten von Sicherheitsvorschriften. Unfälle im Haushalt sind also vermeidbar. Der wichtigste Weg zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden lautet daher:

Zuerst die Gefahrenquellen für Unfälle erkennen und dann beseitigen.Beim Baden oder Duschen nie elektrische Geräte benutzen oder berühren und Vorsicht beim Türenschliessen!

AufgelesenAugust 14, 2005 2:58 pm

Schönheitsreparaturen
Eine Mietervertragsklausel, die den Mieter dazu verpflichtet, Schönheitsreparaturen zu übernehmen, ist unwirksam, wenn sich die Wohnung bei Vertragsbeginn in einem unrenovierten Zustand befand.
KG Berlin: 8 U 17/04

Aufzug
Von Mietern oft bemängelt, rechtlich jedoch nicht zu beanstanden: Die Umlage der Aufzugskosten auf alle Mieter (also auch auf die im Paterre, die den Aufzug nie nutzen) ist zulässig.
LG Augsburg: 4 S 3689/02

Wasserschaden - wer zahlt?
Der Mieter jedenfalls nicht! Denn gerade für solche Schäden hat der Vermieter eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, deren Beiträge er anteilig auf seine Mieter umlegt. Für einen Regress beim Mieter besteht also kein Grund.
BGH: VIII ZR 28/04

Lärmbelästigung
Wenn der Vermieter den Dachboden zu einer Wohnung ausbauen lässt, muss er sich an die aktuellen Lärmschutzvorschriften halten. Die Mieter darunter können den Einbau einer Schalldämmung verlangen.
BGH: VIII ZR 355/03

Haustiere
Eine Katze dürfen Sie anschaffen, auch wenn in Ihrem Mietvertrag die Haustierhaltung verboten ist. Sie müssen jedoch dafür sorgen, dass Nachbarn durch das Tier nicht gestört werden.
LG Hildesheim: 1 S 48/03

Besenrein
Eine Klausel, die den Mieter zwingt, unabhängig von der Erforderlichkeit alle drei Jahre die Wohnung zu renovieren, ist nichtig. Er darf beim Auszug die Wohnung gefegt, aber unrenoviert übergeben.
LG München: 12 S998/01

Mieterhöhung
Für eine Mieterhöhung ist nicht die im Vertrag genannte, sondern die tatsächliche Größe der Wohnung maßgebend. Erweist sich diese als um mindestens 10% kleiner, ist die Mieterhöhung unwirksam.
BGH: VIII ZR 192/03

Kaution
Eine Kaution muss, auch wenn im Vertrag etwas anderes steht, verzinst werden. Das gilt übrigens auch für bereits vor z. B. 10 Jahren hinterlegte Kautionen: Der Vermieter muss rückwirkend Zinsen zahlen.
BGH: VIII ZR 86/03

Schadensersatz
Wer auf einer regennassen Aussentreppe stürzt, kann von seinem Vermieter Schadensersatz fordern. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Gefahr nicht erkennbar war.
LG Coburg: 12 O 784/00

Heizkostenabrechnung
Bekommt ein Mieter eine unverständliche Abrechnung zugeschickt, die von Abkürzungen und komplizierten Rechenoperationen nur so strotzt, kann er die Nachzahlung verweigern.
AG Dortmund: 107C 8704/03

Schimmel
Feuchte Wände haben immer Schimmel zur Folge. Deshalb muss man als Mieter nicht erst den konkreten Nachweis einer Gefährdung der Gesundheit erbringen, sondern man darf fristlos kündigen.
LG Lübeck: 6 S 161/00

Ratenzahlung
Mieter sind laut Gesetz berechtigt, eine in Geld zu leistende Kaution in drei gleichen Monatsraten zu erbringen. Besteht der Vermieter entgegen dieser Regelung darauf, dass der Mieter die Kaution sofort in voller Höhe erbringt, ist die Vereinbarung unwirksam.
BGH: VIII ZR 243/03

Balkonpflanzen
Wenn im Mietvertrag nichts anderes bestimmt ist, können einem weder Vermieter noch Nachbarn reinreden, wie man seinen Balkon gestaltet. Allerdings gilt: Wenn die Blätter oder Wasser auf den darunterliegenden Balkon rieseln, müssen die Pflanzen weg.
LG Berlin: 67 S 127/02

Einbauküche
Wenn eine Wohnung mit Einbauküche vermietet wird, muss ein Kühlschrank vorhanden sein. Aber: Selbst bei einer exklusiven Wohnung darf man nicht erwarten, dass ein Geschirrspüler installiert ist.
LG München I: 15 S 4308/02

UncategorizedAugust 13, 2005 9:06 am

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Duckefett und Weckewerk - Neues aus dem Supermarkt und andere Neuigkeiten

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Uncategorized 1:12 am

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DiversesJuly 21, 2005 1:20 pm

Kennen Sie Bad-Sooden-Allendorf, dieser kleine Kurort wird auch gerne die “Perle im Werratal” genannt. Die Perle hat sich gerade eine nagelneue Therme geleistet, mit Aussenbecken, Bade- und Saunalandschaft, sowie Wellnessbereich - alles vom Feinsten - bis auf die Preisgestaltung.

Zu früheren Zeiten musste man sich in Bad-Sooden-Allendorf über Geld und Finanzierbarkeit keine großen Gedanken machen, da sprudelte die Zonenrandförderung und auch die meist älteren Kurgäste der gesetzlichen Krankenkassen sorgten für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt. Wenn da die Kundenfreundlichkeit mal zu wünschen übrig ließ war das nicht weiter tragisch, Kurgäste sind leidensfähig und es kamen ja immer neue.

Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert, die Zonenrandförderung ist weggefallen, die gesundheitspolitische Lage ist desatrös. Mit der Klientel von früher lässt sich heute nicht mehr das große Geld verdienen. Auch in BSA will und muß man in Zukunft mehr auf die jüngere Generation, “Wellness” und private Kurangebote setzen. Zu diesem neuen Trend gehört aber auch Kinderfreundlichkeit.

Wie in der HNA zu lesen ist, kostet ein Bad- und Saunabesuch für eine vierköpfige Familie 40 Euro. Ganz schön happig und nicht jeder hat in der heutigen Zeit so viel für einen Familienbadespass übrig. So werden also die Badegäste in preiswertere Bäder in der Umgebung abwandern. Dann hat Bürgermeister Ronald Gundlach und sein Team viel Platz zum Plantschen und Saunieren in der neuen Therme.

Hat man den Familienbadespass absichtlich preislich so hoch angesetzt, damit er äusserst unattraktiv erscheint, weil man der Ansicht ist, Kinder könnten das Saunavergnügen der älteren Saunagäste stören? Dann wird BSA nie ein familienfreundliches Bad werden, mit fatalen Folgen.

Das nervtJuly 17, 2005 6:43 pm

Wenn Sie z. B. an einem Sonntagabend von Naumburg-Altenstädt ins 7 (in Worten: sieben) Km entfernte Wolfhagen möchten, so können Sie auf öffentliche Verkehrsmittel wie den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) nicht zählen, es sei denn Sie wollen im Bus übernachten.

Fahrpreis : Preisstufe 6 = 6.20 Euro

Frühstück geht extra.

Das nervtJune 17, 2005 6:43 pm

Eine Busfahrt mit dem NVV kommt immer wieder einer Erlebnisreise gleich. Das fängt schon damit an, dass die Busse Verspätungen von 15 Minuten und mehr haben und einige Fahrer ausnehmend unfreundlich sind.

Es deutet alles darauf hin, dass der Fahrer, der heute die Route bediente, seinen Busführerschein in der Taiga gemacht hat. Es ist auch nicht besonders lustig, wenn der Fahrer unmittelbar nach Lösen der Fahrkarte, wenn der Fahrgast noch gar keine Möglichkeit hatte einen Sitzplatz aufzusuchen, einen Blitzstart hinlegt, dass der Fahrgast fast zu Boden geht.

Für diesen “Service” an Beförderung verlangt der NVV natürlich Kohle mit steigender Tendenz - Preise hoch - Service runter, wir leben ja schliesslich in der Servicewüste Deutschland und die feinen NVV-Oberen kommen ja nicht in die Verlegenheit mit ihren Helldrivern durch die Gegend fahren zu müssen.

Erfreulicherweise gibt es beim NVV auch nette, hilfsbereite Fahrer, die sich schon fast für das Chaos im Fahrplan und die Unfreundlichkeit ihrer Kollegen entschuldigen - man trifft sie allerdings recht selten.

Public AffairsJanuary 1, 1970 12:59 am

Macht Ihnen das Einkaufen noch Spass? Mir nicht! Wer beim Einkauf nicht draufzahlen will, muss schon genauer auf Packungsgrößen und Preise schauen. Dabei fällt eine besonders unappetitliche Masche einiger Hersteller auf. Statt den Preis zu erhöhen, reduzieren die einfach den Packungsinhalt. Der Kunde zahlt den gleichen Preis für weniger Ware. Viele Verbraucher merken das nicht sofort, weil sie gewohnheitsmässig auf den Preis schauen und nicht auf das Füllgewicht. Das jüngste Beispiel dafür ist dieser Hersteller von Tiefkühlkost aus Bremerhaven. Der reiht sich jetzt auch ein in das Abkassieren der Verbraucher und reduziert den Packungsinhalt bei gleichbleibendem Preis. Waren bisher 600, bzw. 650 g in den Beuteln, so sind es zukünftig nur noch 500 g, wie in dem Blog der TK-Firma mit dem frostigen Namen zu lesen ist. Nun setzt man in Bremerhaven sogar noch eins drauf. Zur Zeit rechnet man bei dieser Firma noch mit einer normalen Ernte. In der Annahme, dass aber die Preise für die kommenden Ernten steigen, weil u. a. eventuelle Klimaveränderungen Auswirkungen auf die späteren Ernten haben können, aber nicht zwangsläufig müssen, kassiert man schon mal prophylaktisch die Verbraucher nach der bewährten Masche ab: Reduzierung des Packungsinhaltes bei gleichem Preis. Das alles können Sie hier im Originaltext nachlesen. Leider ist eine solche Vorgehensweise kein Einzelfall. Ich finde, man sollte diesen Firmen eindeutig zu verstehen geben, was man von dieser Art und Weise, die Verbraucher abzukassieren, hält und seine Kritik am Verhalten solcher Firmen an der Tiefkühltruhe im Supermarkt zum Ausdruck bringen. So hilflos ist der Kunde gar nicht. So wollte ein Kaffeeröster vor Jahren die Packungsgröße von 500 auf 400 Gramm absenken und mußte dies wieder rückgängig machen, weil die Kunden revoltiert haben. So herausragend schmecken mir die Fertiggerichte von Frosta® nun auch wieder nicht, dass ich mir als Verbraucher diese Abkassiererei gefallen lassen muss. Ich hatte hin und wieder mal das ein oder andere Frosta® - TK-Menue im Gefrierschrank, für alle Eventualitäten, doch das wird sich zukünftig ändern. Auch Aldi, Lidl und andere Anbieter haben in Sachen TK-Menüs einiges schmackhaftes anzubieten, wenn es denn unbedingt Fertiggerichte sein müssen. Vorausgesetzt ich wäre ein enthusiastischer Anhänger von TK-Menues und ich rechne hier richtig, müsste ich für 100 g Frosta®-Menue 0,60 Euro auf den Tisch legen (500 g = 2,99 Euro) Bei Apetito® aus Rheine z. B. müsste ich für 100 g nur 0,37 Euro berappen. (700 g = 2,59 Euro) Das würde bedeuten, 700 g TK-Menue von Frosta® kosten 4,20 Euro, inklusive Reinheitsgebot. Das würde auch bedeuten, dass 700 g TK-Menue von Apetito® nur 2,59 Euro kosten, inklusive keine Geschmacksverstärker, Konservierungs-und Zusatzstoffe lt. gesetzlichen Verordnungen. Das bedeutet, ein Menue von Apetito ist 1,61 Euro günstiger, als ein Menue von Frosta®, wobei bei 500 g Frosta®-Menue noch das Problem hinzu kommt, für mich zumindest, dass man kaum satt wird und eventuell Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Salat zugeben muss, dann wird es noch teurer. 1,61 Euro haben oder nicht haben, sind für viele keine leichte Entscheidung, wobei der Verbraucher die Bekenntnisse mit dem Reinheitsgebot der Hersteller auch nur zur Kenntnis nehmen kann. Nachvollziehen kann er sie kaum. Was haben uns die Firmen schon alles versprochen. Das Waschmittel wäscht schon seit Jahrzehnten immer weisser, weisser gehts gar nicht mehr. Fruchtsaftgetränke schmecken immer orangiger….. so orangige Orangen gibts gar nicht. Und wenn Maggi® sich tausend Knoten in den Löffel macht und die Leser von Readers Digest® die Firma zum 5. Mal hintereinander zur vertrauenvollsten Marke gewählt haben. Ich persönlich habe da so meine Probleme mit dem Glauben. Nun ist eine vorwiegende Ernährung mit Fertiggerichten der gesunden Ernährung sowieso abträglich, denn die meisten Fertiggerichte enthalten zu viel Fett, gesättigte Fettsäuren, zu viel Kochsalz, zu wenig Ballaststoffe und eine geringe Nährstoffdichte. Wer sich gesund ernähren will, sollte auf Gerichte zurückgreifen, die wenig Fett und gesättigte Fettsäuren, wenig Cholesterin und Natrium und pro Portion mindestens 10% an Vitamin A, C, Calcium, Eisen, Protein und Ballaststoffe enthalten.


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