Neues aus dem SupermarktJuly 27, 2009 11:30 am

Bilder hochladenLetzte Woche hatte ich einen regen Briefverkehr mit den Bäckerburschen dieser Firma. Die scheinen nämlich nicht bis neun zählen zu können.

Jedenfalls waren von den Goldstücke Weizenbrötchen nur acht in der Tüte, wo doch neun hätten drin sein sollen.

Letztendlich bekam ich von den Kuchenbäckern aus Osnabrück einen langen Brief:

Man bedankt sich für meine Rückantwort und spricht mir das Bedauern darüber aus, dass ich Grund zur Beanstandung der “Goldstücke Weizenbrötchen” hatte. Man versichert mir vorab, dass strengste Qualitätskontrollen von Rohwaren und Fertigprodukten, sowie Fertigungskontrollen im Allgemeinen die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte, auch im Sinne der Sorgfaltspflicht als Hersteller sicher stellen.

Mir wird mitgeteilt, dass man anhand der Losnummer die genauen Herstelldaten ermitteln konnte. Anhand einer Produktionsaufzeichnung hat man überprüft und festgestellt, dass zum entsprechenden Zeitpunkt kein technischer Defekt protokolliert wurde.

Jetzt bekomme ich Einblick, wie die Brötchen abgefüllt werden:
Die Brötchen werden automatisch gezählt und dann durch einen Trichter in die Tüten gefüllt. Hängen bei der Zählung noch zwei Backstücke aneinander, kann dies dazu führen, dass in der nächsten Tüte ein Brötchen zu wenig enthalten ist. Nun sind die Bäckerburschen von C&W gefragt, die dann die entsprechende Tüte aussortieren. Eine “Mogelpackung” muß wohl der Aufmerksamkeit eines Bäckerburschen entgangen sein. Man hat natürlich selbstverständlich die entsprechende Abteilung über den Vorfall informiert und um erhöhte Aufmerksamkeit in diesem Punkt gebeten.

Ich frage mich indessen, wenn das mit dem Zählen nun schon nicht so richtig klappt, warum wiegt man die goldigen Wecke nicht einfach nach dem Eintüten automatisch nach?

Als “kleine Erstattung” legte man dem Schreiben von C&W Briefmarken bei - drei Stück à 55 Cent - macht 1,65 Euro. Verbunden mit der Hoffnung, uns in Zukunft wieder zu ihren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen, wünscht C&W uns weiterhin viel Freude und Genuss beim Verzehr ihrer Produkte. Ich denke mal, wenn die gekonnt hätten, dann hätten die auch einen einzigen Wecke auf die Reise geschickt.

PS:
Eben beim Discounter gewesen und versucht, für zwei 55-Cent Briefmarken neun Goldstückbrötchen von C&W zu bekommen, irgendwie fühlt man sich der Firma nach solch einem ergreifenden Brief ja verpflichtet. Den Blick der Kassiererin werde ich so schnell nicht vergessen.
(Bildquelle: ©Daniel Gast/pixelio.de)

MarktplatzJuly 12, 2009 11:37 am

Am Samstag wieder mal den Biobauer aus Mühlhausen an seinem grün-weiß gestreiften Stand auf dem Homberger Marktplatz besucht. Benjamin war nicht mehr da, heute bediente eine “Benjamine” die Kunden. Heute gab es keine abgepackten Eier, heute befanden sich die Eier - alle schön Öko-kontrollgestempelt - auf einer Palette und wurden nach Bedarf in einen Eierkarton von BIOLAND umgepackt. Damit lässt sich auch nachvollziehen, wo das Ei herkommt, aus einem zertifizierten BIOLAND-Betrieb.

Bilder hochladenMit dem Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier tat sich der Biobauer noch schwer. Das stand nämlich nicht auf dem BIOLAND-Eierkarton. Darauf angesprochen musste das die Benjamine erst bei der Biobäuerin erfragen, um es dann auf den Eierkarton zu schreiben. Handsigniert sozusagen, das hat man nicht alle Tage. Wie gut, dass es Handys gibt, sonst hätte man vermutlich würfeln müssen.

Ganz besonders interessant fand ich, wie schnell der Biobauer aus einem einfachen Bio-Ei ein BIOLAND-Ei macht. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

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Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück….

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…und zehn Minuten später aufgenommen war’s ein BIOLAND-Ei, auch noch für 0,35 Euro, nehme ich mal an, Zentimeter werden ja nicht gemeint sein. Wenn man dem Öko-Stempel auf dem Ei trauen darf ist es tatsächlich ein BIOLAND-Ei.

Für was dann das Herumgeeiere mit der Auszeichnung? Auch die Währung sollte man schon hinter den Preis schreiben, wahrscheinlich sind hier Euro gemeint, nicht dass die Kunden noch denken, man könnte mit DM oder in Lire bezahlen. Oder darf sich das der Kunde aussuchen?

Ich denke mal, da muss der Biobauer noch einiges lernen, bis er sich an das Mitgliederladen-Projekt herantrauen sollte, wenn es bei so einfachen Dingen schon klemmt.

MarktplatzJuly 6, 2009 11:23 pm

Bilder hochladenAm Samstag war der Biobauer aus Mühlhausen mit einem Marktstand auf dem Homberger Marktplatz vertreten und will zumindest diesen Sommer wieder regelmäßig dort erscheinen, daß erfuhren wir jedenfalls von dem jungen Mann, der den Stand betreute und nach Aussage des Biobauern Benjamin heisst.

Wir kauften an diesem Stand 10 Eier im Karton von BIOLAND und wir erfuhren von Benjamin, daß die Eier aus dem Hofladen des Biobauern aus Mühlhausen stammen. Bilder hochladenOb die Eier tatsächlich von BIOLAND sind, daran kommen uns nun erhebliche Zweifel. Was uns zuerst auffiel, ist, daß die Eier unterschiedlich groß sind, also unsortiert. Das unter Ei in der Mitte mit Stempel dient als Referenz-Ei und stammt von Edeka.

Die vermeintlichen BIOLAND-Eier vom Biobauer aus Mühlhausen sind alle ungestempelt, d. h. man kann weder feststellen, ob es sich tatsächlich um ein BIOLAND-Ei handelt und wo das Ei überhaupt herkommt. Im Eierkarton von BIOLAND befindet sich zwar ein Kontrollstempel, (0-DE-23457-2) doch nach der Überprüfung des Stempels auf der BIOLAND-Website erhält man den Hinweis, dass sich in der Datenbank kein Betrieb mit der eingegebenen Kontrollnummer befindet.

Auch ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier ebensowenig festzustellen, wie das Legedatum. Bilder hochladenNun verlangt man ja nicht, dass jedes Huhn das Ei jeweils selbst signiert. In jedem Fall muss ein echtes Bioprodukt die gesetzlich vorgeschriebene EWG-Kontrollstellen-Nummer (Beispiel: DE-001-Öko-Kontrollstelle) tragen. Diese Nummer bestätigt, dass das Produkt den Öko-Richtlinien der Europäischen Union entspricht und dass Landwirte sowie Lebensmittelhersteller regelmäßig kontrolliert werden. Die Nummer steht entweder in Kombination mit einem Öko-Label (wie z.B. dem staatlichen Bio-Siegel) oder einem anderen Label (wie z.B. Demeter oder Bioland) oder solo auf der Verpackung. Bilder hochladenWir wissen nun nicht wer die Eier gelegt hat, ok, dass es Hühner waren ist keine Frage, wobei man bei den kleinen Eiern fast eher auf Wachteln tippen möchte. Waren das nun glückliche Hühner aus Freilandhaltung, oder doch so arme, bemitleidenswerte Käfigviecher mit kahlen Hälsen und kaum noch Federn? Deutsche Hühner oder holländische? Bleibt also die Frage, was der Biobauer uns da auf dem Marktplatz in Homberg verkauft hat.

Doch warum nicht den Biobauer aus Mühlhausen einfach mal fragen wie sich das verhält. Mit dem Sachverhalt telefonisch konfrontiert und darauf angesprochen, meinte der Biobauer, er hätte selber gar keine Hühner, die Eier kämen von Zulieferbetrieben. Die Eier vom Marktplatzstand können auch von Benjamin sein, denn der hätte Legehennen.

Zwerghühner vermutlich.

Und wie ist das mit dem fehlenden Stempel, Herr Biobauer aus Mühlhausen und wie kann ich nun feststellen, wie lange die Eier haltbar sind? Die Antwort des Biobauern war kurz, einen Stempel müssten die Eier nicht haben und zweitens müsste ich weder wissen, wo die Eier herkommen, wie alt die sind, bzw. wie lange haltbar.

Ach so?

Für was gibt es aber dann die gesetzliche Verpflichtung aus dem Jahr 2004? Ab da muß jedes Ei EU-weit mit einer Öko-Kontrollstellennummer gekennzeichnet sein.

0: Steht für ökologische Erzeugung
1: Bedeutet Freilandhaltung – dabei ist auch die Fläche pro Huhn vorgeschrieben
2: Bedeutet Bodenhaltung – das Huhn läuft frei im Stall
3: Ist das traurige Zeugnis, dass dieses Huhn ein Leben lang in einem engen Käfig gehaust hat

Dahinter steht der Ländercode, also DE für Deutschland und dann noch die Nummer des Legebetriebs.

Das alles muss ich nicht unbedingt wissen? Interessante These, die der Biobauer da aufstellt. Das kann er denen erzählen, die sich nicht davon abbringen lassen, Mitglieder in seinem Mitgliederladen zu werden. Es soll ja Leute gben, die lassen sich auf so etwas ein. Ich nicht!

Wenn die Eier vom Marktstand des Biobauern tatsächlich von den Hühnern des Standbetreuers Benjamin stammen, dann frage ich mich, was die in einem Karton von BIOLAND zu suchen haben, mit nicht nachvollziehbarer Öko-Kontrollnummer und ohne Angabe des Haltbarkeitsdatums? Die Aussage, die Eier würden aus dem Hofladen des Biobauern stammen, würde dann ja auch kaum zutreffen.

Sonderbare Geschäftsgebaren.

Fragen wir doch mal, welche Regelungen für lose Eier gelten?
Die Verbraucherberatung Hessen schreibt dazu folgendes:

Lose Eier müssen ebenfalls mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Wie die Hennen gehalten wurden, muss auf einem Schild angegeben sein. Bei sortierten Eiern ist über Güte- und Gewichtsklasse, Packstellennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und den sogenannten Verbraucherhinweis schriftlich zu informieren.
Für Eier, die der Erzeuger unmittelbar an den Endverbraucher abgibt (ab Hof, auf einem örtlichen Markt oder im Verkauf an der Tür), gelten Ausnahmeregelungen.

Sie müssen unsortiert und unverpackt angeboten werden. Angaben über Güte- und Gewichtsklasse oder Fütterungsart sind nicht erlaubt. Angegeben sein müssen aber auf einem Schild Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbraucherhinweis. Außerdem müssen Eier, die der Erzeuger auf einem örtlichen öffentlichen Markt (Wochenmarkt) abgibt, mit dem Erzeugercode gestempelt werden.

Wenn Sie mit der Maus auf die Bilder im Text klicken, dann sehen Sie, was auf dem Karton von BIOLAND vorhanden, bzw, nicht vorhanden ist.

Tja Herr Biobauer und nun?

Wir haben heute Morgen zum Frühstück Eier vom “Eiermann” gegessen,, dass ist der, der immer mit den blauen Autos herumfährt. Die waren gestempelt, die Eier, nicht die Autos und haben superlecker geschmeckt.

Da kostet das Ei auch nur 20 Cent und nicht wucherige 25 Cent wie beim Biobauern, wo man nicht weiß, wo die herkommen.

Ich denke mal, der Kauf von Bioware ist auch Vertrauensache, sonst muss man keine Bioware kaufen. Ich persönlich kann dieses Vertrauen dem Biobauern aus Mühlhausen nicht entgegenbringen. Die vermeintlichen BIOLAND-Eier vom Biobauern essen wir mal lieber nicht.

Ich warte da lieber, bis der “Landmarkt” im REWE eröffnet und dann gibts ja auch noch LIDL, ALDI und HERKULES mit ihrem Bioangebot und garantiert gestempelten Eiern.

MarktplatzJune 20, 2009 3:20 pm

… wenn es um Kosten- und Gebührentreiberei geht.

Bilder hochladenAm 15.06.09 wurde auf der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Abwassergebühren in Homberg (Efze) pro Kubikmeter ab 1. Januar 2010 auf 4,48 Euro festzusetzen. Ein Kubikmeter Wasser kostet 1,93 Euro. Da wird Duschen und Baden zum teuren Vergnügen. Bereits ab 1. Juli d. Jahres erhöht sich der Preis für einen Kubikmeter Abwasser auf 4,18 Euro, zur Eingewöhnung sozusagen.

Vielleicht sollte man zum Duschen und Baden demnächst nach Melsungen fahren, denn da kostet der Kubikmeter Wasser 1,26 Euro und das Abwasser pro Kubikmeter 2,15 Euro. Auch Fritzlar zockt seine Bürger nicht ab. Dort kostet der Kubikmeter Wasser 1,93 Euro, wie in Homberg, für den Kubikmeter Abwasser müssen die Fritzlarer allerdings nur 2,90 Euro bezahlen. Gudensberg kann es etwas günstiger als Fritzlar: Wasser pro Kubikmeter 1,61 Euro, Abwasser 2,95 Euro.

Bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von ca. 50 Kubikmeter Wasser für einen Zweipersonenhaushalt zockt die Stadt Homberg demnächst mit 320,50 Euro/Jahr ab.

In Melsungen dagegen herrschen paradiesische Zustände, da fallen 170,50 Euro/Jahr für Wasser und Abwasser an.

Gudensberg verlangt 228,00 Euro für das o. a. Beispiel.

In Fritzlar fallen pro Jahr 241,50 Euro an.

Alles nichts gegen die Abzocke, die die Homberger Parteifraktionen beschlossen haben. Leben in Homberg ist teuer und wird noch teurer werden. Die Preistreiberei hat noch lange kein Ende.

In Homberg haben sich die Stadtverordneten entschieden, die Erschliessungskosten der Abwasserversorgung auf die Abwassergebühren umzulegen.

Als Mieter ist man dann in Homberg ganz blöde dran. Erschließungsbeiträge, die eine Gemeinde z.B. für den Straßenbau erhebt, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Erschließungkosten gelten als Teil der Investititionskosten für das Gebäudegrundstück.

In Homberg bezahlen die Mieter nun aber die Erschliessungskosten über die verbrauchsabhängigen Abwassergebühren mit. Finanzieren also über diesen Weg die Erschliessungskosten, die der Vermieter nicht auf die Mieter umlegen darf. Damit finanzieren sie dem Vermieter unzulässigerweise die Investitionskosten für sein Gebäudegrundstück.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Wenn’s um’s raffen geht, dann sind sich alle Homberger Parteifraktionen einig, nur wenn man sich profilieren will, dann hackt man schon mal ein wenig nach den anderen, aber ernstlich weh tun will man sich natürlich nicht.

Die Homberger Verwaltung freut sich natürlich über jeden Ansiedlungswilligen, um ihn über Gebühren und Abgaben auszupressen wie eine Zitrone, doch unter den gegeben Umständen kann man eigentlich keinem raten, sich in Homberg häuslich niederzulassen und Grund und Boden zu erwerben. Homberg ist nicht kinderfreundlich, kulturell eher nichtssagend, aber Spitze in den Abgaben und Gebühren. Wo andere Kommunen z. B. die Kindergartengebühren ganz streichen, da langt Homberg zu und erhöht die Kindergartengebühren demnächst.

Für das, was einem Homberg zu bieten hat, ist der Preis zu hoch. Wer es dennoch riskieren will, der sollte vorher in Homberg Urlaub machen und sich genau umsehen, fraglich ob man dann noch Lust hat, Homberg näher kennenzulernen. Die Kreisstadt hat 40 Millionen Euro Gesamtschulden, hat sich aber letztes Jahr den defizitären Hessentag geleistet, der Homberg trotz aller Euphorie keinen Deut nach vorne gebracht hat. Man hat es einfach nicht verstanden, die Chancen, die der Hessentag gebracht hat, auch zu nutzen. Die Homberger Bürger werden in Zukunft auf vieles verzichten müssen.
(Bildquelle: knipseline - pixelio.de)

MarktplatzJune 18, 2009 9:13 pm

Nun blüht es wieder das Blumentor. Nicht so üppig wie letztes Jahr zum Hessentag, aber es blüht.

Bilder hochladenDas Blumentor am Eingang zur unteren Westheimer Strasse steht und blüht wieder. Aber, ist es nicht Aufgabe der Stadt dafür zu sorgen, dass Homberg attraktiver wird? Warum sollen das die Bürger nun auch noch selbst tun? Übrigens scheinen dem Oberstadtgärtner die Blumen ausgegangen zu sein, denn rechts oben am Blumentor muss noch nachgearbeitet werden.

Erst die Idee eines Biobauern, sich seinen Profit möglichst risikofrei durch die Einrichtung eines Mitgliederladens finanzieren zu lassen, wobei die Kunden das finanzielle Risiko über Mitgliederbeiträge decken sollen, um zum “Mitgliederpreis” einkaufen zu können.

Nun versucht die Stadt über sogenannte Patenschaften, die finanzielle Verantwortung auf den Bürger zu übertragen.

So kann man sich seiner Verantwortung als Stadt natürlich auch entziehen. Warum sollen die Homberger Bürger das Blumentor sponsern, während im Rathaus nicht gerade sparsam gewirtschaftet wird, um es mal gelinde auszudrücken? Haben die Stadtverordneten der einzelnen Fraktionen schon Patenschaften übernommen? Wie stehts mit dem Bürgermeister, ist der schon Blumentorpate?

Natürlich wird in dem HNA-Beitrag nicht vergessen, ein Konto anzugeben, wo man unter dem Stichwort “Spende” einzahlen kann. Nun sind jedoch eine Patenschaft und eine Spende grundverschiedene Begriffe. Gemeinsam ist ihnen, es geht um Geld.

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Unter einer Spende versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung in Form einer Geld-, Sach- oder Leistungsspende.

Was will man hier? Dass sich der Pate fürsorglich um die Bepflanzung des Blumentores kümmert, die Blümchen giesst, Unkraut jätet, hin und wieder mit ihnen spricht oder dem Oberstadtgärtner die Leiter hält? Wohl kaum. Übrigens gehört zu einer Patenschaft auch eine Patenschaftsurkunde.

Hier will man ganz einfach nur Geld, um dann frei zu entscheiden was man damit macht. Bleibt die Frage, ob das auch zweckentsprechend eingesetzt wird. Doch warum redet man dann von “Patenschaften”?

Ganz abgesehen davon sollten die Homberger ihr Geld lieber zusammenhalten, sie werden es noch nötig brauchen, bei den Erhöhungen der städtischen Abgaben, die der Magistrat plant. Es wird wohl keiner glauben, das Hessentagsdefizit löst sich in Luft auf, die Sause werden die Homberger Bürger berappen müssen und nicht nur das, auch für die anderen finanziellen Eskapaden der städtischen Führung werden die Homberger tiefer in den Geldsack greifen müssen, als ihnen lieb sein kann.

Ich finde, es wäre mal an den Homberger Geschäftsleuten, etwas zu tun um Kunden in die Stadt zum locken, wenn sie schon nicht gerade mit anderen Attraktivitäten glänzen. Warum übernimmt nicht jeder Homberger Geschäftsmann eine Patenschaft für das Blumentor? Für die floristischen Geschäftsleute in Homberg wäre das doch eine hervorragende Werbung und ein Hinweis auf die Qualität des Angebots.
Natürlich sollte ein Hinweis auf die Patenschaftsträger nicht fehlen.

Und was kommt demnächst - Patenschaften für Homberg - Bürger sponsern ihre Stadt? Ok, da hätte ich nichts gegen, nur dann brauchen wir keinen Bürgermeister mehr, dann reicht ein Stadtkämmerer!

MarktplatzJune 10, 2009 9:06 pm

Wie in der Online-Ausgabe der HNA zu lesen ist, gibt es Produkte vom Bauernhof bald auch im Homberger REWE-Lebensmittelmarkt. Auf der Website der Hessischen Direktvermarkter findet man mehr über das Konzept. Über 300 Landwirte in 11 Regionalgruppen haben sich im “Landmarkt” zusammengeschlossen und können ihre regionalen Produkte demnächst in den REWE-Filialen anbieten. Die Produkte der Mitglieder müssen traditionell hergestellt und nicht genmanipuliert sein. Eine Qualitätskontrolle ist obligat, ökologischer Anbau ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Allein 16 Betriebe aus dem Schwalm-Eder-Kreis haben sich der Erzeugervereinigung angeschlossen.

Ich denke mal, da hat sich das Thema “Mitgliederladen auf dem Marktplatz” erledigt. Um bei REWE einzukaufen, braucht man nicht Mitglied zu werden, es gibt immer freie Parkplätze und man kann bis 22.00 Uhr einkaufen.

MarktplatzMay 21, 2009 5:34 pm

Am 19.05.09 ging es im evangelischen Gemeindehaus im Bindeweg in Homberg um das Konzept “Mitgliederladen auf dem Marktplatz” des Biobauern aus Mühlhausen. Zum zweiten Mal traf man sich um das Konzept zu beraten und nach vorne zu bringen.

Ich finde, die Veranstaltung war eher von Konzeptionslosigkeit geprägt. Ein tragfähiges Modell war aktuell nicht zu erkennen.

Stand der Dinge ist, dass man im Grunde noch kein Konzept hat, wie man mit dem Mitgliederladen auf dem Marktplatz überhaupt starten will. Auch der Starttermin steht noch in den Sternen. So kam das jedenfalls bei dem äusserst zähflüssigen und konzeptionslosen Vortrag des Biobauern und seiner Assistentin für mich rüber.

Es dringt immer mehr durch, dass man gerne auch den Hofladen des Biobauern in Mühlhausen in das Konzept Mitgliederladen einbinden will. Das würde allerdings bedeuten, dass man dann nicht 200 Mitglieder braucht um das Konzept Mitgliederladen zu betreiben, sondern 320. Bei der Versammlung wurde nämlich laut, dass sehr viele Interessenten des Konzepts nur einen Mitgliederladen auf dem Marktplatz präferieren und auch nur dann Mitglied werden wollen, wenn der Mitgliederladen auf dem Marktplatz in Homberg realisiert wird.

Andere Kunden des Biobauern fahren lieber nach Mühlhausen, weil sie dort fast bis in den Hofladen fahren können und meinen, in Homberg keinen Parkplatz finden zu können.

Ich denke mal, dahinter steckt Kalkül, finanzielles Kalkül. In der Vergangenheit hat es der Biobauer nicht geschafft, mit seinen Erzeugnissen auf dem Homberger Marktplatz Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erreichen, das soll nun durch das Konzept Mitgliederladen erreicht werden - Zwangskundenbindung durch Mitgliedschaft - wobei die Mitglieder einen Teil ihrer freien Kaufentscheidung abgeben und der Biobauer als Betreiber das geschäftliche und finanzielle Risiko auf die Mitglieder überträgt. Da reizt es natürlich, dieses Modell auch auf den zur Zeit auf eigenes Risiko betriebenen Hofladen zu übertragen. Hoffentlich sind die Homberger nicht so dumm und durchschauen diese Geschäftspraktik des Biobauern, erstmal Geld mitbringen zu lassen um einkaufen zu können. Ich denke mal, dem Biobauern geht es in erster Linie um den eigenen Profit und nicht darum den Homberger Marktplatz aufzuwerten. Profit ohne Risiko. Fragen aus dem Publikum, warum man nicht eine Einkaufsgenossenschaft gründet, wurden unbefriedigend beantwortet.

Wie in der Versammlung zum Ausdruck kam, will man zur Realisierung des Vorhabens weitere Finanzierungsquellen erschliessen. Auch der Bürgermeister soll Unterstützung zugesagt haben. Da sollten sich andere Geschäftsinhaber mal beim Bürgermeister melden um sich unterstützen zu lassen. Gleiches Recht für alle!

MarktplatzMarch 25, 2009 2:08 pm

Wenn man heute die HNA, das nordhessische Frühstücksblättchen, aufschlägt, dann springt einem auf der Homberger Seite die Werbung Information für den geplanten Bio-Mitgliederladen ins Auge. Erstmals werden nun auch Preisvorstellungen genannt.

Da soll z. B. ein halber Liter, das sind 500 ml, Olivenöl für Mitglieder 4,42 Euro kosten. Für Nichtmitglieder kostet der halbe Liter 5,99 Euro. Für einen Liter wären das 8,84 Euro für Mitglieder, Nichtmitglieder müssten 11,98 Euro bezahlen. Ganz schön happig!

Kostet doch ein Liter Olivenöl bei LIDL 5,60 Euro und wurde von der Stiftung Warentest mit GUT bewertet. Rapunzel Demeter
Finca la Torre, sortenreines natives Olivenöl extra aus kontrolliert biologisch-dynamischem Anbau für 16,00 Euro der Liter bekam nur die Note BEFRIEDIGEND, ebenso wie Neuco
Natives Olivenöl extra aus kontrolliert biologischem Anbau.
Klar abgeschlagen die Bio-Erzeugnisse in der Qualität zur konventionellen Ware. Vom Preisunterschied muss man gar nicht erst reden.

Bio, die Lizenz zur Abzocke?

Nichts gegen einen Bio-Laden auf dem Homberger Marktplatz, doch sollte man sich die Mitgliedschaft aus verschiedenen Gründen sehr gut überlegen:

- Eine Mitgliedschaft lohnt sich erst ab einem Einkauf für 65 Euro im Monat. Mit einer Mitgliedschaft gibt man die Flexibilität auf, auch woanders günstig Bio-Ware einkaufen zu können, man ist schon gezwungen nur im Mitgliederladen zu kaufen, sonst lohnt die Mitgliedschaft nicht und man schenkt den Betreibern Geld.

- Warum soll man für Bio-Ware viel Geld ausgeben, wenn die dann in Warentests schlechter abschneidet als konventionelle Ware?

Marktplatz 2:05 pm

Man muss nicht unbedingt zum Biobauern fahren, um Bio-Produkte zu kaufen, schon gar nicht muss man sich an einen Bio-Mitgliedsladen binden.

Noch vor einigen Jahren mussten die Verbraucher lernen, dass man für gesunde Lebensmittel in Bio-Qualität Neuland in Form eines Bio-Ladens betreten muss oder am Wochenende zum Bio-Bauern fährt. Mittlerweile geht das einfacher, denn Bio-Produkte gibt es auch in den Einkaufsstätten, in denen man sämtliche Artikel für den täglichen Bedarf einkaufen kann.

Lesen Sie, bei welchen Discountern Sie welche Produkte und in welcher Bio-Qualität bekommen…

z. B. LIDL…

Lidl – einst Feindbild Nr.1 von Greenpeace wegen höchster Pestizidbelastungen beim Gemüse – setzt inzwischen neben der EG-Öko-Verordnung zusätzlich auf ein strenges eigenes Qualitätsmanagement vom Erzeuger bis zur Filiale. Außerdem engagiert sich Lidl mit Transfair-Produkten für den gerechten Handel mit den Kleinbauern der Dritten Welt.

Weiterlesen bei oekolandbau.de

Marktplatz 2:03 pm

Tatsächlich ist noch kaum untersucht, ob und wie sich Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten auf die Gesundheit auswirken. Nach Ansicht zahlreicher Ernährungswissenschaftler ist für die Gesundheit vor allem eine ausgewogene Ernährung wichtig. Wer sehr fett- und kalorienreich isst, lebt also nicht gesünder, bloß weil er dabei zu Bio-Fleisch und Öko-Chips greift. Umgekehrt schützen viel Obst und Gemüse vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und zwar selbst dann, wenn sie aus konventionellem Anbau stammen.

Alles lesen bei stern.de…

Eine dänische Studie kommt zu dem ernüchterndem Ergebnis, dass keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse sind, als im konventionellen.

Viele Verbraucher glauben aber, dass die Bioware auch besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sei. Sie kaufen das teurere Obst und Gemüse vor allem deshalb, weil sie sich davon einen gesundheitlichen Zusatznutzen erhoffen. Einzelne Studien haben der Biokost tatsächlich bestätigt, dass sie mehr Nährstoffe enthält als konventionell produzierte Lebensmittel. Eine dänische Studie kam allerdings zu einem ernüchternden Ergebnis: keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse als im normalen.

Weiterlesen bei focus.de…


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