Wenn es der EU-Kommission nach geht, dann sollen die Verbraucher in Zukunft besser darüber aufgeklärt werden, was in den Lebensmitteln steckt. Konsumenten sollen bald in mindestens drei Millimeter großer Schrift auf der Vorderseite des Produkts darüber aufgeklärt werden, was eigentlich pro 100 g in ihren Einkäufen steckt. Deklariert werden muss dann, wie viel Salz, Zucker oder Fett im Lebensmittel enthalten ist. Auch die Menge der ungesättigten Fettsäuren soll angegeben werden, ebenso zusätzliche Angaben über den empfohlenen Tagesbedarf.

Während diese ersten Schritte einer neuen Lebensmittelkennzeichnung zur Bekämpfung der Fettleibigkeit von den Verbraucherschützern begrüßt wird, stößt sie dem EU-Parlament und der Industrie sauer auf. Die befürchtet nämlich, diese Auflagen würden zu viel Bürokratie verursachen. Ich glaube eher, die befürchten, dass sie darlegen müssen, was tatsächlich in ihren Produkten steckt und sie dabei gar nicht gut wegkommen. Viele Verbraucher würden heute schon staunen, wenn sie wüssten mit welchen Lebensmitteln sie ihre Gesundheit ruinieren, von denen sie es nie erwartet hätten, egal ob mit oder ohne Reinheitsgebot.

Letztendlich wird die Lebensmittelindustrie ihre Macht auspielen, mit Wegfall von Arbeitsplätzen und Preisteigerungen wegen vermehrtem Arbeitsaufwand drohen und die EU-Politiker werden einknicken, es wäre ja nicht das erste Mal.

Bleibt festzuhalten: Der Lebensmittelindustrie ist die Gesundheit der Konsumenten so ziemlich egal, wichtig ist der Profit.