MarktplatzJune 20, 2009 3:20 pm

… wenn es um Kosten- und Gebührentreiberei geht.

Bilder hochladenAm 15.06.09 wurde auf der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Abwassergebühren in Homberg (Efze) pro Kubikmeter ab 1. Januar 2010 auf 4,48 Euro festzusetzen. Ein Kubikmeter Wasser kostet 1,93 Euro. Da wird Duschen und Baden zum teuren Vergnügen. Bereits ab 1. Juli d. Jahres erhöht sich der Preis für einen Kubikmeter Abwasser auf 4,18 Euro, zur Eingewöhnung sozusagen.

Vielleicht sollte man zum Duschen und Baden demnächst nach Melsungen fahren, denn da kostet der Kubikmeter Wasser 1,26 Euro und das Abwasser pro Kubikmeter 2,15 Euro. Auch Fritzlar zockt seine Bürger nicht ab. Dort kostet der Kubikmeter Wasser 1,93 Euro, wie in Homberg, für den Kubikmeter Abwasser müssen die Fritzlarer allerdings nur 2,90 Euro bezahlen. Gudensberg kann es etwas günstiger als Fritzlar: Wasser pro Kubikmeter 1,61 Euro, Abwasser 2,95 Euro.

Bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von ca. 50 Kubikmeter Wasser für einen Zweipersonenhaushalt zockt die Stadt Homberg demnächst mit 320,50 Euro/Jahr ab.

In Melsungen dagegen herrschen paradiesische Zustände, da fallen 170,50 Euro/Jahr für Wasser und Abwasser an.

Gudensberg verlangt 228,00 Euro für das o. a. Beispiel.

In Fritzlar fallen pro Jahr 241,50 Euro an.

Alles nichts gegen die Abzocke, die die Homberger Parteifraktionen beschlossen haben. Leben in Homberg ist teuer und wird noch teurer werden. Die Preistreiberei hat noch lange kein Ende.

In Homberg haben sich die Stadtverordneten entschieden, die Erschliessungskosten der Abwasserversorgung auf die Abwassergebühren umzulegen.

Als Mieter ist man dann in Homberg ganz blöde dran. Erschließungsbeiträge, die eine Gemeinde z.B. für den Straßenbau erhebt, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Erschließungkosten gelten als Teil der Investititionskosten für das Gebäudegrundstück.

In Homberg bezahlen die Mieter nun aber die Erschliessungskosten über die verbrauchsabhängigen Abwassergebühren mit. Finanzieren also über diesen Weg die Erschliessungskosten, die der Vermieter nicht auf die Mieter umlegen darf. Damit finanzieren sie dem Vermieter unzulässigerweise die Investitionskosten für sein Gebäudegrundstück.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Wenn’s um’s raffen geht, dann sind sich alle Homberger Parteifraktionen einig, nur wenn man sich profilieren will, dann hackt man schon mal ein wenig nach den anderen, aber ernstlich weh tun will man sich natürlich nicht.

Die Homberger Verwaltung freut sich natürlich über jeden Ansiedlungswilligen, um ihn über Gebühren und Abgaben auszupressen wie eine Zitrone, doch unter den gegeben Umständen kann man eigentlich keinem raten, sich in Homberg häuslich niederzulassen und Grund und Boden zu erwerben. Homberg ist nicht kinderfreundlich, kulturell eher nichtssagend, aber Spitze in den Abgaben und Gebühren. Wo andere Kommunen z. B. die Kindergartengebühren ganz streichen, da langt Homberg zu und erhöht die Kindergartengebühren demnächst.

Für das, was einem Homberg zu bieten hat, ist der Preis zu hoch. Wer es dennoch riskieren will, der sollte vorher in Homberg Urlaub machen und sich genau umsehen, fraglich ob man dann noch Lust hat, Homberg näher kennenzulernen. Die Kreisstadt hat 40 Millionen Euro Gesamtschulden, hat sich aber letztes Jahr den defizitären Hessentag geleistet, der Homberg trotz aller Euphorie keinen Deut nach vorne gebracht hat. Man hat es einfach nicht verstanden, die Chancen, die der Hessentag gebracht hat, auch zu nutzen. Die Homberger Bürger werden in Zukunft auf vieles verzichten müssen.
(Bildquelle: knipseline - pixelio.de)

MarktplatzJune 18, 2009 9:13 pm

Nun blüht es wieder das Blumentor. Nicht so üppig wie letztes Jahr zum Hessentag, aber es blüht.

Bilder hochladenDas Blumentor am Eingang zur unteren Westheimer Strasse steht und blüht wieder. Aber, ist es nicht Aufgabe der Stadt dafür zu sorgen, dass Homberg attraktiver wird? Warum sollen das die Bürger nun auch noch selbst tun? Übrigens scheinen dem Oberstadtgärtner die Blumen ausgegangen zu sein, denn rechts oben am Blumentor muss noch nachgearbeitet werden.

Erst die Idee eines Biobauern, sich seinen Profit möglichst risikofrei durch die Einrichtung eines Mitgliederladens finanzieren zu lassen, wobei die Kunden das finanzielle Risiko über Mitgliederbeiträge decken sollen, um zum “Mitgliederpreis” einkaufen zu können.

Nun versucht die Stadt über sogenannte Patenschaften, die finanzielle Verantwortung auf den Bürger zu übertragen.

So kann man sich seiner Verantwortung als Stadt natürlich auch entziehen. Warum sollen die Homberger Bürger das Blumentor sponsern, während im Rathaus nicht gerade sparsam gewirtschaftet wird, um es mal gelinde auszudrücken? Haben die Stadtverordneten der einzelnen Fraktionen schon Patenschaften übernommen? Wie stehts mit dem Bürgermeister, ist der schon Blumentorpate?

Natürlich wird in dem HNA-Beitrag nicht vergessen, ein Konto anzugeben, wo man unter dem Stichwort “Spende” einzahlen kann. Nun sind jedoch eine Patenschaft und eine Spende grundverschiedene Begriffe. Gemeinsam ist ihnen, es geht um Geld.

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Unter einer Spende versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung in Form einer Geld-, Sach- oder Leistungsspende.

Was will man hier? Dass sich der Pate fürsorglich um die Bepflanzung des Blumentores kümmert, die Blümchen giesst, Unkraut jätet, hin und wieder mit ihnen spricht oder dem Oberstadtgärtner die Leiter hält? Wohl kaum. Übrigens gehört zu einer Patenschaft auch eine Patenschaftsurkunde.

Hier will man ganz einfach nur Geld, um dann frei zu entscheiden was man damit macht. Bleibt die Frage, ob das auch zweckentsprechend eingesetzt wird. Doch warum redet man dann von “Patenschaften”?

Ganz abgesehen davon sollten die Homberger ihr Geld lieber zusammenhalten, sie werden es noch nötig brauchen, bei den Erhöhungen der städtischen Abgaben, die der Magistrat plant. Es wird wohl keiner glauben, das Hessentagsdefizit löst sich in Luft auf, die Sause werden die Homberger Bürger berappen müssen und nicht nur das, auch für die anderen finanziellen Eskapaden der städtischen Führung werden die Homberger tiefer in den Geldsack greifen müssen, als ihnen lieb sein kann.

Ich finde, es wäre mal an den Homberger Geschäftsleuten, etwas zu tun um Kunden in die Stadt zum locken, wenn sie schon nicht gerade mit anderen Attraktivitäten glänzen. Warum übernimmt nicht jeder Homberger Geschäftsmann eine Patenschaft für das Blumentor? Für die floristischen Geschäftsleute in Homberg wäre das doch eine hervorragende Werbung und ein Hinweis auf die Qualität des Angebots.
Natürlich sollte ein Hinweis auf die Patenschaftsträger nicht fehlen.

Und was kommt demnächst - Patenschaften für Homberg - Bürger sponsern ihre Stadt? Ok, da hätte ich nichts gegen, nur dann brauchen wir keinen Bürgermeister mehr, dann reicht ein Stadtkämmerer!

MarktplatzJune 10, 2009 9:06 pm

Wie in der Online-Ausgabe der HNA zu lesen ist, gibt es Produkte vom Bauernhof bald auch im Homberger REWE-Lebensmittelmarkt. Auf der Website der Hessischen Direktvermarkter findet man mehr über das Konzept. Über 300 Landwirte in 11 Regionalgruppen haben sich im “Landmarkt” zusammengeschlossen und können ihre regionalen Produkte demnächst in den REWE-Filialen anbieten. Die Produkte der Mitglieder müssen traditionell hergestellt und nicht genmanipuliert sein. Eine Qualitätskontrolle ist obligat, ökologischer Anbau ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Allein 16 Betriebe aus dem Schwalm-Eder-Kreis haben sich der Erzeugervereinigung angeschlossen.

Ich denke mal, da hat sich das Thema “Mitgliederladen auf dem Marktplatz” erledigt. Um bei REWE einzukaufen, braucht man nicht Mitglied zu werden, es gibt immer freie Parkplätze und man kann bis 22.00 Uhr einkaufen.


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