Nun blüht es wieder das Blumentor. Nicht so üppig wie letztes Jahr zum Hessentag, aber es blüht.
Das Blumentor am Eingang zur unteren Westheimer Strasse steht und blüht wieder. Aber, ist es nicht Aufgabe der Stadt dafür zu sorgen, dass Homberg attraktiver wird? Warum sollen das die Bürger nun auch noch selbst tun? Übrigens scheinen dem Oberstadtgärtner die Blumen ausgegangen zu sein, denn rechts oben am Blumentor muss noch nachgearbeitet werden.
Erst die Idee eines Biobauern, sich seinen Profit möglichst risikofrei durch die Einrichtung eines Mitgliederladens finanzieren zu lassen, wobei die Kunden das finanzielle Risiko über Mitgliederbeiträge decken sollen, um zum “Mitgliederpreis” einkaufen zu können.
Nun versucht die Stadt über sogenannte Patenschaften, die finanzielle Verantwortung auf den Bürger zu übertragen.
So kann man sich seiner Verantwortung als Stadt natürlich auch entziehen. Warum sollen die Homberger Bürger das Blumentor sponsern, während im Rathaus nicht gerade sparsam gewirtschaftet wird, um es mal gelinde auszudrücken? Haben die Stadtverordneten der einzelnen Fraktionen schon Patenschaften übernommen? Wie stehts mit dem Bürgermeister, ist der schon Blumentorpate?
Natürlich wird in dem HNA-Beitrag nicht vergessen, ein Konto anzugeben, wo man unter dem Stichwort “Spende” einzahlen kann. Nun sind jedoch eine Patenschaft und eine Spende grundverschiedene Begriffe. Gemeinsam ist ihnen, es geht um Geld.
Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Unter einer Spende versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung in Form einer Geld-, Sach- oder Leistungsspende.
Was will man hier? Dass sich der Pate fürsorglich um die Bepflanzung des Blumentores kümmert, die Blümchen giesst, Unkraut jätet, hin und wieder mit ihnen spricht oder dem Oberstadtgärtner die Leiter hält? Wohl kaum. Übrigens gehört zu einer Patenschaft auch eine Patenschaftsurkunde.
Hier will man ganz einfach nur Geld, um dann frei zu entscheiden was man damit macht. Bleibt die Frage, ob das auch zweckentsprechend eingesetzt wird. Doch warum redet man dann von “Patenschaften”?
Ganz abgesehen davon sollten die Homberger ihr Geld lieber zusammenhalten, sie werden es noch nötig brauchen, bei den Erhöhungen der städtischen Abgaben, die der Magistrat plant. Es wird wohl keiner glauben, das Hessentagsdefizit löst sich in Luft auf, die Sause werden die Homberger Bürger berappen müssen und nicht nur das, auch für die anderen finanziellen Eskapaden der städtischen Führung werden die Homberger tiefer in den Geldsack greifen müssen, als ihnen lieb sein kann.
Ich finde, es wäre mal an den Homberger Geschäftsleuten, etwas zu tun um Kunden in die Stadt zum locken, wenn sie schon nicht gerade mit anderen Attraktivitäten glänzen. Warum übernimmt nicht jeder Homberger Geschäftsmann eine Patenschaft für das Blumentor? Für die floristischen Geschäftsleute in Homberg wäre das doch eine hervorragende Werbung und ein Hinweis auf die Qualität des Angebots.
Natürlich sollte ein Hinweis auf die Patenschaftsträger nicht fehlen.
Und was kommt demnächst - Patenschaften für Homberg - Bürger sponsern ihre Stadt? Ok, da hätte ich nichts gegen, nur dann brauchen wir keinen Bürgermeister mehr, dann reicht ein Stadtkämmerer!
