Neues aus dem SupermarktJuly 27, 2009 11:30 am

Bilder hochladenLetzte Woche hatte ich einen regen Briefverkehr mit den Bäckerburschen dieser Firma. Die scheinen nämlich nicht bis neun zählen zu können.

Jedenfalls waren von den Goldstücke Weizenbrötchen nur acht in der Tüte, wo doch neun hätten drin sein sollen.

Letztendlich bekam ich von den Kuchenbäckern aus Osnabrück einen langen Brief:

Man bedankt sich für meine Rückantwort und spricht mir das Bedauern darüber aus, dass ich Grund zur Beanstandung der “Goldstücke Weizenbrötchen” hatte. Man versichert mir vorab, dass strengste Qualitätskontrollen von Rohwaren und Fertigprodukten, sowie Fertigungskontrollen im Allgemeinen die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte, auch im Sinne der Sorgfaltspflicht als Hersteller sicher stellen.

Mir wird mitgeteilt, dass man anhand der Losnummer die genauen Herstelldaten ermitteln konnte. Anhand einer Produktionsaufzeichnung hat man überprüft und festgestellt, dass zum entsprechenden Zeitpunkt kein technischer Defekt protokolliert wurde.

Jetzt bekomme ich Einblick, wie die Brötchen abgefüllt werden:
Die Brötchen werden automatisch gezählt und dann durch einen Trichter in die Tüten gefüllt. Hängen bei der Zählung noch zwei Backstücke aneinander, kann dies dazu führen, dass in der nächsten Tüte ein Brötchen zu wenig enthalten ist. Nun sind die Bäckerburschen von C&W gefragt, die dann die entsprechende Tüte aussortieren. Eine “Mogelpackung” muß wohl der Aufmerksamkeit eines Bäckerburschen entgangen sein. Man hat natürlich selbstverständlich die entsprechende Abteilung über den Vorfall informiert und um erhöhte Aufmerksamkeit in diesem Punkt gebeten.

Ich frage mich indessen, wenn das mit dem Zählen nun schon nicht so richtig klappt, warum wiegt man die goldigen Wecke nicht einfach nach dem Eintüten automatisch nach?

Als “kleine Erstattung” legte man dem Schreiben von C&W Briefmarken bei - drei Stück à 55 Cent - macht 1,65 Euro. Verbunden mit der Hoffnung, uns in Zukunft wieder zu ihren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen, wünscht C&W uns weiterhin viel Freude und Genuss beim Verzehr ihrer Produkte. Ich denke mal, wenn die gekonnt hätten, dann hätten die auch einen einzigen Wecke auf die Reise geschickt.

PS:
Eben beim Discounter gewesen und versucht, für zwei 55-Cent Briefmarken neun Goldstückbrötchen von C&W zu bekommen, irgendwie fühlt man sich der Firma nach solch einem ergreifenden Brief ja verpflichtet. Den Blick der Kassiererin werde ich so schnell nicht vergessen.
(Bildquelle: ©Daniel Gast/pixelio.de)

Neues aus dem SupermarktFebruary 1, 2008 1:08 am

Wenn es der EU-Kommission nach geht, dann sollen die Verbraucher in Zukunft besser darüber aufgeklärt werden, was in den Lebensmitteln steckt. Konsumenten sollen bald in mindestens drei Millimeter großer Schrift auf der Vorderseite des Produkts darüber aufgeklärt werden, was eigentlich pro 100 g in ihren Einkäufen steckt. Deklariert werden muss dann, wie viel Salz, Zucker oder Fett im Lebensmittel enthalten ist. Auch die Menge der ungesättigten Fettsäuren soll angegeben werden, ebenso zusätzliche Angaben über den empfohlenen Tagesbedarf.

Während diese ersten Schritte einer neuen Lebensmittelkennzeichnung zur Bekämpfung der Fettleibigkeit von den Verbraucherschützern begrüßt wird, stößt sie dem EU-Parlament und der Industrie sauer auf. Die befürchtet nämlich, diese Auflagen würden zu viel Bürokratie verursachen. Ich glaube eher, die befürchten, dass sie darlegen müssen, was tatsächlich in ihren Produkten steckt und sie dabei gar nicht gut wegkommen. Viele Verbraucher würden heute schon staunen, wenn sie wüssten mit welchen Lebensmitteln sie ihre Gesundheit ruinieren, von denen sie es nie erwartet hätten, egal ob mit oder ohne Reinheitsgebot.

Letztendlich wird die Lebensmittelindustrie ihre Macht auspielen, mit Wegfall von Arbeitsplätzen und Preisteigerungen wegen vermehrtem Arbeitsaufwand drohen und die EU-Politiker werden einknicken, es wäre ja nicht das erste Mal.

Bleibt festzuhalten: Der Lebensmittelindustrie ist die Gesundheit der Konsumenten so ziemlich egal, wichtig ist der Profit.

Neues aus dem SupermarktJanuary 24, 2008 1:50 am

Angekündigt hatte Ritter es ja schon länger, den Preis seiner quadratischen Tafeln zu erhöhen. Nun kostet eine 100 g Tafel örtlich mittlerweile 0,95 Euro. Nach “richtigem” Geld also 1,86 DM.

Ritter begründet die Preiserhöhung um etwa 20 Prozent (!) u. a. damit, die Tafeln nur noch mit natürlichen Aromen zu verfeinern. Das klingt ja erstmal gut. Da kratzt der Hersteller also die Bourbonvanilleschoten aus und aromatisiert damit sein Produkt. Wie edel! So natürlich, wie man vermuten könnte, müssen die natürlichen Aromen aber gar nicht sein. Natürliche Aromen sind aus natürlichen Stoffen hergestellt bzw. gewonnen. Das kann auch mit Hilfe von Sägespänen, Bakterien und anderen Mikroorganismen geschehen, muss es aber nicht zwangsläufig. Dazu gehört dann z. B. Vanille aus den Abfällen der Zellstoffherstellung, Erdbeeraroma und andere Fruchtaromen aus Schimmelpilzkulturen etc. Genauso können natürliche Aromen oft auch aus Auszügen von Pflanzen bestehen. Aber welcher Hersteller verrät mir schon, wie die natürlichen Aromen gewonnen wurden, die er bei seinen Produkten verwendet und auf der Verpackung deklariert? Er muss es auch nicht.

Es macht sich aber immer wieder gut, zur Begründung von Preisanhebungen, auf eine angebliche Verbesserung der Qualität und z. B. die Verwendung von natürlichen Aromen hinzuweisen. Das gibt dem Verbraucher das Gefühl, er kauft etwas Erlesenes und das rechtfertigt den hohen Preis. Nachweisen kann der Verbraucher es eh nicht. Er kann es glauben oder lassen.
Das ist so wie mit dem Waschmittel, dass seit Jahrzehnten immer so weiss wäscht wie nie. So weiss kann Wäsche gar nicht werden. Nicht umsonst beschäftigt die Lebensmittelindustrie hochkarätige ausgebuffte Psychologen, die nicht anderes im Sinn führen, den Verbraucher so gekonnt hinters Licht zu führen, dass der gar nicht merkt wie er abgezockt wird.

Mal ehrlich, hätten Sie seinerzeit eine Tafel handelsüblicher Schokolade für 1,86 DM gekauft? Ich nicht. Aber das muss man auch heute noch nicht. Gehen Sie mal zum Lebensmitteldiscounter, da bekommen Sie Schoki, die liegt bei einem Test der Stiftung Warentest vor der mittlerweile sauteuren Ritter- Sport. Und teilweise stecken da ganz namhafte Firmen hinter, wie z. B. die Fa. Storck bei Moser-Roth von ALDI.

Wenns ums Geld geht, hört die Ritter- und Sportlichkeit auf, jedenfalls bei mir!

Neues aus dem SupermarktJanuary 14, 2008 9:49 pm

Über die Verleihung des Ehrenbriefes verfasste der User “Wolf Hagen” in einem Kommentar im Firmen-Blog der frostigen Firma ein paar kritische Bemerkungen.

Was er darauf für Antworten bekam, das können Sie hier nachlesen.

Eine ganz besondere Reaktion auf seine Kritik bekam “Wolf Hagen” vom Leiter Controlling der Firma Frosta®, Frank E. Der fühlte sich animiert, sich prustend, gröhlend und hüstelnd am Boden wälzen zu müssen und meinte u. a. dies würde nun ausgerechnet -Klarname - der Meister der Schimpftiraden schreiben. Besseres ist dem Frosta®-Controllingleiter nicht eingefallen. So drückte das “Wolf Hagen” in seinem nachfolgenden Kommentar auch aus:

@Frank. E.

Na also, er ist wieder in seinem Element, der Herr E. Besser wäre allerdings gewesen, Sie hätten zu meinen Ausführungen und Fragen Stellung genommen, das hätte Ihnen, Ihrer Stellung entsprechend, mehr Professionalität verliehen, als beleidigend und ausfallend zu werden, Aber was soll man machen, wenn man keine Argumente hat um sachlich auf berechtigte Kritik einzugehen, da ist es bedeutend einfacher, den kritischen User zu beleidigen und zu diffamieren. Schon schlimm, wenn man sich so verhalten muss. Ich hätte Ihnen mehr zugetraut, aber man kann sich täuschen.

Keine Firma präsentiert sich im Internet um sich ausschliesslich selbst zu beweihräuchern, sondern freut sich auch über kritische Stimmen. Bei Frosta® habe ich den Eindruck, ist das anders. Grundsätzlich sollten die, die im Blog ihre Firma repräsentieren, in der Lage sein mit Kritik umzugehen.

Allerdings, finde ich, gehen Ihre Ausführungen hier nun doch etwas zu weit und lassen jeglichen Anstand Ihrerseits vermissen. Ob die Verbraucher begeistert sind, wenn sie erfahren, wie Frosta® mit Kritik umgeht, bezweifele ich stark. Zur Kundengewinnung trägt so ein Verhalten nun sicherlich nicht bei. Wenn das auch noch im Firmeninteresse liegen sollte weiss man, was man zukünftig von Frosta® zu halten hat.

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 25. Oktober 2007 stellt eine Berichterstattung in einem Internetforum, die zur Erkennbarkeit der benannten Person führt, einen rechtswidrigen Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht dar. Möglicherweise hat Ihr “netter” Blogeintrag noch ein Nachspiel.

Was soll man dazu sagen? Ich finde, da erübrigen sich ersteinmal weitere Worte, doch würden Sie unbedingt die Produkte einer Firma kaufen, die mit kritischen Diskussionsteilnehmern so umgeht?

Update

Mit Eimer und Putztuch ist der Leiter Controlling von Frosta® zu später Stunde ins Firmenblog geschlichen um die persönlichen Daten des Users “Wolf Hagen” wieder zu löschen. Hat Frosta® eigentlich einen eigenen Kindergarten?

Neues aus dem SupermarktJanuary 12, 2008 11:01 am

Nun hat Frosta® also einen “Ehrenbrief” verliehen bekommen. So wie es aussieht hat es allerdings den Anschein, als weiss bei Frosta wohl noch keiner so recht wer den verliehen hat.

Im Frosta®- und Brigitte-Blog überschlagen sich die Meldungen:

“Jetzt bekam der Frosta-Geschäftsführer dafür von Renate Künast, der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen und früheren Verbraucherministerin, den Ehrenbrief der “Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel e.V.” überreicht.”

“Dafür wurde das Unternehmen jetzt von Renate Künast ausgezeichnet.”

“Georg S…übergibt den Ehrenbrief…”

Alea iacta est - der Würfel ist gefallen, fragt sich nur wohin. Wer war’s denn nun wirklich?

Der Ehrenbrief wurde vom Gründer der IG Fuer an den Frosta®-Geschäftsführer überreicht, steht zumindest im Frosta®-Blog, sogar mit Videosequenz. Der mochte ihn aber nicht behalten und gab ihn weiter an die Mitarbeiter. Die grüne Renate las nur die Laudatio vom Blatt ab. Übrigens nimmt es der Gründer der Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel e.V mit der Wahrheit nicht so genau, wenn er behauptet, …”sind alle Produkte zu 100% frei von Geschmackverstärkern, allen Aromen, Farbstoffen, Stabilisatoren, Emulgatoren und so weiter.”

Nun hat ja Frosta® gerade wegen seines Reinheitsgebots und u. a. auch für den sorgsamen und kritischen Umgang mit neuen Lebensmitteltechnologien - z. B. Gen-Technik den Ehrenwanderbrief erhalten. Da stellt sich die Frage wieder, wie es bei Frosta® mit der Verarbeitung von genmanipulierten Rohstoffen aussieht? Seinerzeit stellte ich die Frage schon einmal und bekam zur Antwort: “Wir prüfen zurzeit die Umstellung auf Biomilchprodukte. Nach meinem Wissenstand setzen wir schon Biomilch ein- den aktuellen Stand kann ich gerne am Montag mit unserem Einkauf klären und nachtragen.”

Das war am 13.April 2007. Die Antwort steht noch aus, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.

Mit dem Reinheitsgebot, das ist so eine Sache. Nur deutsche Konsumenten kommen in den Genuss der nach Reinheitsgebot produzierten Tiefkühlmenüs. Das Frosta®-Reinheitsgebot gibt es bisher nur in Deutschland. In den osteuropäischen Ländern füttert man die Verbraucher noch mit all dem Zeug, was hier dem Reinheitsgebot zum Opfer gefallen ist. Da gibt es nämlich noch kein Reinheitsgebot, wie man hier lesen kann. So konsequent ist man dann nun auch wieder nicht.

Ich finde, von einer Firma, die so vehement mit ihrem Reinheitsgebot wirbt, sollte man erwarten können, daß dies für alle Verbraucher zutrifft und die Verbraucher in den osteuropäischen Ländern nicht als Verbraucher zweiter Klasse behandelt werden. VW verkauft seine Autos in die osteuropäischen Staaten ja auch nicht ohne Airbag.

Neues aus dem SupermarktJanuary 8, 2008 9:12 am

Manchmal ist googeln richtig interessant und lehrreich:

Nach eigenen Angaben produziert Frosta® seit Anfang 2003 seine frostigen Fertigmenüs ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe, sowie ohne künstliche und natürliche Aromen. Die Firma wird seitdem nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit dies gebetsmühlenartig zu verkünden.

Was der Verbraucher allerdings nicht mitbekommt, es sei denn er googelt ein wenig, ist, dass “Oekotest” bei einem Tiefkühl-Gemüse-Test in 2006 im Frosta®-”Toskana-Mix” Rückstände von Pestiziden nachgewiesen hat. Hier handelte es sich um das Fungizid “Vinclozolin”. Laut Oekotest soll der Pestizidgehalt die gesetzliche Höchstmenge um mehr als zehn Prozent überschritten haben. Frosta®-”Toskana-Mix” konnte mit einem ganzen Pestizid-Cocktail aufwarten. Ausser “Vinclozolin” entdeckte “Oekotest” sechs weitere Pestizide im Frosta®-Menü.

Na dann, guten Appetit!

Auf der Frosta® -Website kann man zwar lesen: “Frosta®-Kunden wissen zu 100 Prozent was sie essen.” Tja, bis auf das eben, was sie nicht wissen. Die Firma gibt vor, Obst und Gemüse im Frosta®-Vertragsanbau auf Basis der Regeln des integrierten Anbaus produzieren zu lassen oder die Ware von ausgewählten Lieferanten zu beziehen. Ausserdem würden alle landwirtschaftlichen Betriebe regelmäßig kontrolliert, u.a. auch die Düngung und der Pflanzenschutz. Da muss Frosta® aber etwas übersehen haben, wie kommen sonst insgesamt sieben (!) verschiedene Pestizide in den ach so streng kontrollierten Anbau?

Laut “Oekotest” hat Frosta® den spanischen Paprika als Übeltäter ausgemacht und sich entschlossen auf Paprika eines anderen Produzenten zurückzugreifen, so zumindest steht es auf der Oekotestseite. Plamabel für die Qualitätskontrolle der Firma Frosta®, wie ich finde, dass die das nicht vor dem Testergebnis von Oekotest bemerkt haben.

Laut Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG darf Vinclozolin nur für Anwendungen als Fungizid an folgenden Kulturen zugelassen werden: Rapssamen, Zierpflanzen, Chicorée (Wurzelbehandlung) in Dosierungen von höchstens 0,75 kg Wirkstoff/Hektar. Wie kommt das Zeug dann in den Paprika und dazu gleich in der unzulässigen Dosis von zehn Prozent über der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge?

In einem Nachtest, den Oekotest mit dem Menü “Toskana Mix” der Chargennummer L 6151S12 veranstaltete fanden sich “nur” noch Spuren von zwei Pestiziden. Oekotest hat das ausgereicht, das Frosta® Menü mit “Sehr gut” zu beurteilen. Wem das reicht, der kann sich gerne bedienen, ich wünsche guten Appetit. Mir ist der Appetit vergangen, ehrlich gesagt hatte ich aber noch nie so richtig Appetit auf diese Tiefkühlmenüs.

Für mich hört der Spass da auf, wenn ich Gefahr laufe mir durch Nahrungsmittel meine Gesundheit zu ruinieren. Einer Firma, die den Kunden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihr “Reinheitsgebot” um die Ohren haut, anderseits aber ein Produkt mit einem Pestizidcocktail von sage und schreibe sieben Pestiziden in den Handel bringt, kann ich nun mal kein Vertrauen entgegenbringen.

Daß deutsche Nahrungsmittel qualitätsgeprüft und sicher sind, an diese Mär glaubt zurzeit wohl niemand. Wenn eine Firma wie Frosta® allerdings mit einem besonderen Qualitätsanspruch und einem ausgefeilten Reinheitsgebot wirbt und auch schon mal behauptet, dass Qualität und Qualitätskontrolle Geld kostet und die Produkte eben teurer sein müssen als z. B. beim Discounter, auf der anderen Seite aber pestizidbelastete Produkte anbietet, dann stimmt etwas nicht.
Ich habe dann ein größeres Problem damit, den Werbebotschaften der Firma Frosta® den nötigen Glauben zu schenken und komme zu der Erkenntnis, dass Werbung und Wahrheit auch bei Frosta® zweierlei Dinge sind und dass das eine nicht unbedingt mit dem anderen übereinstimmen muss. Dann kann der Verbraucher aber auch gleich zum Discounter gehen oder im Supermarkt den Menübeutel mit der roten Ecke kaufen. Ich finde, um die tägliche Menge Pestizide, ganz kommt man ja nicht darum herum, zu sich zu nehmen, muss man ja nicht noch unötig viel Geld ausgeben.

Neues aus dem SupermarktDecember 27, 2007 10:37 am

Gerade verputzt man noch den Christstollen, trinkt Glühwein und freut sich auf den weihnachtlichen Gänsebraten. Da trommelt Frosta® bereits für sein frostiges Diät-Tiefkühlfastfood, im Mittelpunkt, wie könnte es anders sein, das “Reinheitsgebot.”

Ich glaube, der Verkauf des Frosta®-Tiefkühl-Diätfutters scheint nicht gerade zu boomen, sonst müsste man keine Medienwerbung schalten, die ist nämlich schweineteuer. Zwischenzeitlich hatte man auch mal erwogen, Frosta®-Menüs als hochwertiges Tierfutter für Katzen und Hunde an Herrchen und Frauchen zu bringen, dies dann aber als Spaß deklariert.

Die einzig sinnvolle Diät besteht aus einer kalorienreduzierten Mischkost. Wer abnehmen will, muß entweder weniger essen als er verbraucht oder seinen Energieverbrauch, z.B. durch Sport oder körperliche Arbeit deutlich steigern. FdH also. Wichtig ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Dazu braucht man keine Frosta®-Brigitte-Diät.

17,3 g Fett bei 372 kcal im 250 g Frosta®-Brigitte-Diät Tiefkühlmenü “Nasi Goreng” oder gar 19,5 g Fett bei 354 kcal in der Frosta®-”Fischer Pfanne Portofino” sind schon mehr als der halbe Tagesbedarf an empfohlener Fettzufuhr. Ich finde, das ist für Diät-Menüs zu viel. Da muss man sich die Fette für den restlichen Tag gut aufteilen. In der Abnehmphase ist eine Fettzufuhr von 30 g pro Tag ausreichend, um das Gewicht zu halten sind 60 g pro Tag ideal. Schaut man sich die “Fünf-Tage Brigitte-Blitz-Diät mit Frosta® an, so muß man feststellen, dass der Gesamtfettgehalt der Gerichte pro Tag weit über 30 g liegt. Die Rezepte sind nicht schlecht, aber die Frosta®Diät-Menüs sollte man weglassen und dafür selbst frisch kochen.

Neues aus dem SupermarktNovember 3, 2007 9:50 pm

Die Molkerei Weihenstephan wirbt damit, dass sie Milch von Kühen aus artgerechter Haltung verwendet. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Milchkühe der Zulieferbetriebe werden u.a. in Anbindehaltung gehalten und haben kaum Bewegungsfreiheit. Der Deutsche Tierschutzbund hat jetzt ein Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs gegen den Molkereibetrieb initiiert.

Quelle: Tierschutz aktuell v. 10/07

Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier

Neues aus dem SupermarktMay 19, 2007 2:32 pm

Ich habs in der letzten Zeit mit Convenience-Produkten. Heute zur besten Kaffeezeit auf dem Balkon gabs einen köstlichen Quarkkuchen mit Rosinen auf Hefeteig und Rahmdecke von Thoks®

thoksquarkkuchen_titel_be

Sechs Stück, 550 g fertig gebacken für 2,99 Euro. Sie brauchten in der Mikrowelle nur noch aufgetaut zu werden und schmecken, noch ein wenig warm, wirklich köstlich. Da kommt manches Gebäck im Cafè nicht mit. Fast wie selbstgebacken. Aber nur fast.

Ich würde mich ja glatt scheiden lassen, wenn mir die beste Ehefrau der Welt eine Schwarzwälder-Kirschtorte backen würde und es wären nur sechs oder sieben Kirschen in der ganzen Torte. So ähnlich ergeht es einem aber mit dem Quarkkuchen von Thoks®. Auf dem “Serviervorschlag” sind ja noch Rosinen abgebildet, leider haben die es aber anscheinend nicht bis in die Produktion und in den Kuchen geschafft.

thoks_quarkkuchen_be

In dem Stück Kuchen verstecken sich ganze zwei Rosinen. Die waren richtig erschrocken als wir sie gefunden haben. Im ganzen Kuchen fanden wir insgesamt 7 (in Worten: sieben) Rosinen. Wie soll man denn dem Serviervorschlag nachkommen, wenn keine Rosinen da sind. Soll sich der Kunde die selbst in den Kuchen stecken?

Ich kenne noch Zeiten, da haben wir vor Weihnachten Päckchen gepackt und in die “Ostzone” geschickt, damit unsere Brüder und Schwestern von “drüben” sich Stollen und anderes Weihnachtsgebäck backen konnten. Ich kann mich noch gut erinnern, da waren auch Rosinen bei. Vielleicht sollten wir mal wieder ein paar Packungen nach Waltershausen schicken.

Ich habe mal ein wenig im Internet gegoogelt und bin hier auf einen Bericht gestoßen, da vermisst der Autor die Erdbeeren im Schmand-Erdbeerkuchen von Thoks®.

Also, Ihr lieben Bäckerburschen aus Waltershausen, nun mal Butter bei die Fische Rosinen in den Kuchen, damit der in Wirklichkeit so aussieht, wie er auf der Packung abgebildet ist.

Neues aus dem Supermarkt 2:29 pm

Macht Ihnen das Einkaufen noch Spass? Mir nicht! Wer beim Einkauf nicht draufzahlen will, muss schon genauer auf Packungsgrößen und Preise schauen. Dabei fällt eine besonders unappetitliche Masche einiger Hersteller auf. Statt den Preis zu erhöhen, reduzieren die einfach den Packungsinhalt. Der Kunde zahlt den gleichen Preis für weniger Ware. Viele Verbraucher merken das nicht sofort, weil sie gewohnheitsmässig auf den Preis schauen und nicht auf das Füllgewicht.

Das jüngste Beispiel dafür ist dieser Hersteller von Tiefkühlkost aus Bremerhaven. Der reiht sich jetzt auch ein in das Abkassieren der Verbraucher und reduziert den Packungsinhalt bei gleichbleibendem Preis. Waren bisher 600, bzw. 650 g in den Beuteln, so sind es zukünftig nur noch 500 g, wie in dem Blog der TK-Firma mit dem frostigen Namen zu lesen ist.

Nun setzt man in Bremerhaven sogar noch eins drauf. Zur Zeit rechnet man bei dieser Firma noch mit einer normalen Ernte. In der Annahme, dass aber die Preise für die kommenden Ernten steigen, weil u. a. eventuelle Klimaveränderungen Auswirkungen auf die späteren Ernten haben können, aber nicht zwangsläufig müssen, kassiert man schon mal prophylaktisch die Verbraucher nach der bewährten Masche ab: Reduzierung des Packungsinhaltes bei gleichem Preis.

Das alles können Sie hier im Originaltext nachlesen.

Leider ist eine solche Vorgehensweise kein Einzelfall. Ich finde, man sollte diesen Firmen eindeutig zu verstehen geben, was man von dieser Art und Weise, die Verbraucher abzukassieren, hält und seine Kritik am Verhalten solcher Firmen an der Tiefkühltruhe im Supermarkt zum Ausdruck bringen. So hilflos ist der Kunde gar nicht. So wollte ein Kaffeeröster vor Jahren die Packungsgröße von 500 auf 400 Gramm absenken und mußte dies wieder rückgängig machen, weil die Kunden revoltiert haben.

So herausragend schmecken mir die Fertiggerichte von Frosta® nun auch wieder nicht, dass ich mir als Verbraucher diese Abkassiererei gefallen lassen muss. Ich hatte hin und wieder mal das ein oder andere Frosta® - TK-Menue im Gefrierschrank, für alle Eventualitäten, doch das wird sich zukünftig ändern. Auch Aldi, Lidl und andere Anbieter haben in Sachen TK-Menüs einiges schmackhaftes anzubieten, wenn es denn unbedingt Fertiggerichte sein müssen.

Vorausgesetzt ich wäre ein enthusiastischer Anhänger von TK-Menues und ich rechne hier richtig, müsste ich für 100 g Frosta®-Menue 0,60 Euro auf den Tisch legen (500 g = 2,99 Euro) Bei Apetito® aus Rheine z. B. müsste ich für 100 g nur 0,37 Euro berappen. (700 g = 2,59 Euro)

Das würde bedeuten, 700 g TK-Menue von Frosta® kosten 4,20 Euro, inklusive Reinheitsgebot. Das würde auch bedeuten, dass 700 g TK-Menue von Apetito® nur 2,59 Euro kosten, inklusive keine Geschmacksverstärker, Konservierungs-und Zusatzstoffe lt. gesetzlichen Verordnungen.

Das bedeutet, ein Menue von Apetito ist 1,61 Euro günstiger, als ein Menue von Frosta®, wobei bei 500 g Frosta®-Menue noch das Problem hinzu kommt, für mich zumindest, dass man kaum satt wird und eventuell Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Salat zugeben muss, dann wird es noch teurer.

1,61 Euro haben oder nicht haben, sind für viele keine leichte Entscheidung, wobei der Verbraucher die Bekenntnisse mit dem Reinheitsgebot der Hersteller auch nur zur Kenntnis nehmen kann. Nachvollziehen kann er sie kaum. Was haben uns die Firmen schon alles versprochen. Das Waschmittel wäscht schon seit Jahrzehnten immer weisser, weisser gehts gar nicht mehr. Fruchtsaftgetränke schmecken immer orangiger….. so orangige Orangen gibts gar nicht. Und wenn Maggi® sich tausend Knoten in den Löffel macht und die Leser von Readers Digest® die Firma zum 5. Mal hintereinander zur vertrauenvollsten Marke gewählt haben.

Ich persönlich habe da so meine Probleme mit dem Glauben.

Nun ist eine vorwiegende Ernährung mit Fertiggerichten der gesunden Ernährung sowieso abträglich, denn die meisten Fertiggerichte enthalten zu viel Fett, gesättigte Fettsäuren, zu viel Kochsalz, zu wenig Ballaststoffe und eine geringe Nährstoffdichte. Wer sich gesund ernähren will, sollte auf Gerichte zurückgreifen, die wenig Fett und gesättigte Fettsäuren, wenig Cholesterin und Natrium und pro Portion mindestens 10% an Vitamin A, C, Calcium, Eisen, Protein und Ballaststoffe enthalten.


kostenloser Counter