Das nervtSeptember 22, 2006 1:36 pm

Da hat sich der NVV- NordhesslicherVerkehrsVerbund - wieder was schönes ausgedacht. Unter dem Kulanzangebot “NVV- 5 Minuten Garantie,” erstattet der NVV den Fahrgästen das Entgelt für die Fahrt, wenn der Bus mehr als 5 Minuten Verspätung hat, dabei sammelt der NVV persönliche Daten der Fahrgäste, die sich die Fahrtkosten bei Verspätungen zurückholen wollen. Ein wirklich feiner Service! Aber in dieser Hinsicht ist man ja vom NVV nicht verwöhnt.

Bei der Eingabe der Daten über den Vorfall der Verspätung fragt der NVV die persönlichen Daten der Fahrgäste ab.

mumann

Der Fahrgast muss zwangsläufig einer Übermittlung seiner persönlichen Daten zustimmen, sonst bricht das System ab. Wofür benötigt der NVV eigentlich das Geburtsdatum seiner Fahrgäste? Er wird die ja wohl kaum zum Geburtstag beglücken wollen. Vom NVV wurde mir mitgeteilt, dass man nur über das Geburtsdatum die Fahrgäste dem entsprechenden Fall zuordnen kann. Eine andere Möglichkeit hätte man nicht. Das kann man glauben oder kann es lassen. Ich lasse es lieber, weil ich nirgends auf der gesamten 5-Minuten Garantie-Site des NVV einen Hinweis darüber finde, dass die Daten nach Abschluss der Reklamation umgehend gelöscht werden.

Der NVV weist zwar darauf hin, dass die persönlichen Daten nur zu Kontaktzwecken genutzt werden und die Beschwerde anonym behandelt wird. Alleine das geht kaum, denn dann hätte man die persönlichen Daten erst gar nicht erheben dürfen. Wenn der Fahrgast nun schon dem NVV sein zwangsweises Einverständnis geben muss, dass der seine persönlichen Daten zu “betrieblichen” Zwecken verwenden darf, kann das viel bedeuten, er legt sich ja nicht fest, was er mit “betrieblich” meint und wie er die Daten weiterverwertet.

Es ist vielen nicht bewusst, dass das Geburtsdatum einer Person ein gravierendes persönliches Datenmerkmal ist, welches eine einwandfreie Identifizierung auch ohne nähere Adressdaten zulässt. Sowas hat in den Händen des NVV nichts zu suchen!

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der NVV hier persönliche Daten seiner Fahrgäste sammelt um diese Daten möglicherweise gewinnbringend weiter zu verwenden. Auf meine entsprechende Anfrage beim NVV wies man dies zwar zurück, doch schriftlich bestätigen wollte man mir das nicht.

Das nervtMarch 28, 2006 6:42 pm

Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann? Dachten sich wohl auch die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn, als sie über die Bezüge der bislang offenbar völlig unterbezahlten Aufsichtsräte berieten. Kurzerhand erhöhte man die Vergütungen um rund 200 Prozent.

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Das nervt 11:59 am

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert die Ausdehnung des Geschäftsfeldes der Schufa auf die Wohnungs- und Versicherungswirtschaft scharf.

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Das nervtDecember 8, 2005 2:25 pm

Nun wollen die Politiker den Verbrauchern den schwarzen Peter in Sachen Gammelfleisch zuschieben.
Der neue Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer sieht in der Nachfrage nach möglichst billigen Lebensmitteln eine der Ursachen für den Fleischskandal. “Die ‘Geiz ist Geil’-Mentalität ist gerade bei Lebensmitteln hochgefährlich”, sagte der CSU-Politiker der “Bild”-Zeitung. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel hätten ihren Preis, so der Minister.

Auch billig angebotene Lebensmittel haben den Qualitätsansprüchen zu genügen. Oder sollte man an die Fleischtheken ein Schild kleben:

Gammelfleisch, minderwertige Qualität, teilweise verdorben und möglicherweise gesundheitsgefährdend, besonders geeignet für Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Geringverdiener, im Sonderangebot für 4 Euro.
1a Qualitätsfleisch aus kontrollierten Betrieben, für Politiker, Unternehmensvorstände und gutverdienende Bürger für 8 Euro?

An allen Ecken und Enden sparen die Politiker an Sozialleistungen, übertreffen sich mit Vorschlägen und Gesetzen, wie sie uns Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen können um Haushaltslöcher zu stopfen und sich selbst die Taschen voll zu machen. Bezichtigen uns im gleichen Atemzug, wir würden mit unserer Kaufzurückhaltung dem Gammelfleisch Vorschub leisten. So dreist kann man nur als Politiker sein denen jegliche reale Denkweise abhanden gekommen ist.

Als Verbraucher sollte man sich das nicht weiter gefallen lassen. Muss es denn jeden Tag Fleisch und Wurst sein? Sonntags ein leckerer Braten reicht doch auch. So wie das in den Aufbaujahren der Republik, die zur Zeit auf allen TV-Kanälen beschworen werden um die Stimmung in Deutschland zu drehen, der Fall war. Damals reichte das wenige Geld noch nicht aus, um jeden Tag Fleisch auf den Tisch zu bringen. Heute reicht das Geld bei vielen nicht mehr aus um sich durchweg das Beste vom Besten leisten zu können, da muss man auf Sonderangebote achten. Und auch bei Sonderangeboten muss man darauf vertrauen können, dass die Qualität stimmt.

Wenn wir Bundesbürger unseren Fleischkonsum solange drastisch drosseln würden und nur noch einmal in der Woche Fleisch konsumieren, solange bis unsere Politiker und die fleischverarbeitenden Betriebe lernen, dass man Verbraucher als mündige Bürger und nicht nur als ein Volk, welches man beliebig abzocken kann, zu behandeln hat, würden sehr schnell wieder normale Verhältnisse einkehren. Lassen Sie demnächst im Supermarkt an der Fleischtheke ihren Geldbeutel zu, kaufen Sie das Nötigste, kochen Sie mal wieder zuhause im Kreise von Freunden und Bekannten. Sie glauben gar nicht, was für einen Spass das macht und täglich Fleisch vermisst man garantiert nicht.

Ganz abgesehen davon essen wir sowieso zuviel Fleisch. Die enorme Menge an Fleisch und Würsten, die in den industrialisierten Ländern gegessen wird, führt zu gesundheitlichen Schäden: Ein Übermass an Eiweiss kann nicht abgebaut werden. Die Purine aus dem Fleisch schaden dem Körper. Gicht, Rheuma und Nierenprobleme sind die Folge. Zuviel tierische Fette fördern Übergewicht und Herz-Kreislauf-Krankheiten und führen zu erhöhtem Cholesterinspiegel.

Nun müssen Sie nicht gleich zum Vegetarier werden, nur weil ein paar Drecksäcke aus Profitgier den Verbrauchern vergammeltes Fleisch andrehen. Aber Vegetarier, also Menschen, die auf Fleisch, nicht aber auf Milch und Eier verzichten, sind gesünder als Leute, die viel Fleisch essen, sogar gemässigte Fleischesser, also Vegetarier, die ein bisschen schummeln, sind noch gesünder.

Das nervtNovember 16, 2005 5:32 pm

… Der jammert und klagt.

Erinnern Sie sich noch an Ernst Welteke, den Ex-Bundesbankpräsident?
Wie der FAZ zu entnehmen ist, hat Welteke nun seinen ehemaligen Arbeitgeber auf eine höhere Pension verklagt. Das bestätigte das Verwaltungsgericht Frankfurt am Dienstag mit dem Eingang der Klage auf Neufestsetzung seiner Pensionsansprüche (Az: 9E 3401/05).

8.000 Euro im Monat sind ihm zu wenig.

Ein Bericht des “Spiegel” brachte die Sache damals ins Rollen. So soll Welteke anlässlich der Gala mit seiner Frau und weiteren Familienmitgliedern im Berliner Luxushotel Adlon residiert haben. Die Kosten von rund 7660 Euro für den viertägigen Aufenthalt habe die Dresdner Bank übernommen. Welteke bestätigte die Einladung. Wenn er schon an Sylvester nach Berlin fahre, “dehne ich das doch ein bisschen aus”, zitierte das Magazin den Notenbankchef. Nach heftiger Kritik äusserte sich Welteke zu den Vorwürfen. Er kündigte an, dass die Bundesbank die Kosten für zwei der beanstandeten Übernachtungen übernehme, den Restbetrag zahle er aus eigener Tasche. Im Streit um die Luxus-Sause von Bundesbank-Präsident Ernst Welteke im Berliner Hotel “Adlon” hatte sich auch sein Sohn Hans zu Wort gemeldet - und den Familienausflug auf Kosten der Dresdner Bank verteidigt: “Wer die Reise bezahlen würde, war mir ziemlich schnuppe,” ließ der Junior verlauten.

Erst die Silvesternacht auf Einladung der Dresdner Bank in Berlin. Dann das Luxus-Wochenende im Juni 2003 in Monte Carlo auf Einladung von BMW-Finanzvorstand Krause. Übernachten auf einer Yacht, Dinner in der Rothschild-Villa. Das Rennen schick vom Balkon aus beobachtet. Darüber berichtete der “Spiegel” : “Der Bundesbank-Chef speiste, zusammen mit Ehefrau Bettina, in der Villa Rothschild, er schlief auf der “Sundream 1″, einer Luxusyacht mit Pool, Bars und Suiten. Und das Rennen betrachtete er von einer großflächigen Sonnenterrasse, direkt unter der von Fürst Rainier.”

Und nun verklagt Welteke seinen ehemaligen Brötchengeber auf mehr Kohle, weil ihm die 8.000 Euro Pension im Monat nicht reichen. Von seiner Pension in Höhe von 24.000 Euro blieben ihm nur ein Drittel, sein Bruttoeinkommen sei auf Basis eines hessischen Gesetzes um zwei Drittel auf rund 8.000 Euro im Monat gekürzt worden, jammert Welteke.
Dieser Betrag werde durch die “großzügige” Absicherung seiner ersten Frau, um die er sich “in besseren Zeiten” gekümmert habe, und monatliche Überweisungen an seine studierenden Söhne dezimiert. “Wenn ich dann noch die Miete und die üblichen Versicherungen bezahlt habe, ist das Geld weg”, sagt Welteke. So bleibe ihm im Moment nichts anderes, als von seinen Ersparnissen zu leben. “Ein Luxusleben ist da jedenfalls nicht drin.” Da kommen einem ja fast die Tränen. Der Mann wird doch am Ende nicht verhungern? Zur Vorsicht hier mal ein Link zu Aldi und Lidl.

Keine Angst, verhungern tut er nicht, der Mann ist nicht arbeitslos, er hat schon wieder neue Beschäftigungen gefunden. Nach einem Bericht der “Welt am Sonntag” ist er Aufsichtsrat und “Senior Consultant” der südrussischen Regionalbank Centerinvest.
Einem Medienbericht zufolge hat er auch bei der Gewerkschaft angeheuert. Ohne entsprechende Kohle macht der das bestimmt nicht. Manche Leute bekommen eben den Hals nicht voll, bei Politikern ist diese Eigenschaft besonders ausgeprägt.

Wie weit sich dieser Ex-Finanzpolitiker bereits von der Realität entfernt hat und welche charakterlichen Eigenschaften ihn prägen, kommt zum Ausdruck wenn man sich die Sparsamkeitsprüche Weltekes aus den Jahren 2000 - 2003 mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt:

“Man muss ja nicht unbedingt Urlaub in den Rocky Mountains machen - die Kasseler Berge sind ja auch sehr reizvoll.”

“Wer heute die staatlichen Leistungen am geschicktesten ausnutzt und wer das meiste für sich herausholt, genießt fast schon das höchste Ansehen.”

“Die Menschen lesen doch jetzt schon in den Zeitungen…, dass wir… über unsere Verhältnisse leben.”

“Ich hatte schon früher den Ruf eines rigiden Finanzpolitikers. Als ich Haushaltssprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag war, haben meine Kollegen in der Fraktion das Wort ” Geiz” immer so gesteigert: Geiz, Reitz, Welteke.”

“Ich bin auch sehr dafür, die ganzen Sozialleistungen auf ihre Missbrauchsmöglichkeiten hin zu überprüfen. Wer am besten das soziale Netz ausnutzt, wird nicht mehr sozial sanktioniert.”

“Die Einschnitte bei der Rente sind sozial gerecht”

“Ehrlichkeit wird honoriert.”

In einer Zeit, in der auf das Volk weitere drastische Steuererhöhungen und Sparmassnahmen zukommen, die insbesondere die Geringverdienenden treffen, wäre es ein Schlag ins Gesicht eines jeden Bürgers, Steuerzahlers und Rentners, wenn dem Begehren des feinen Herrn Ex-Bundesbankchefs Welteke um Anhebung seiner Pension stattgegeben wird. Schliesslich hat er das entsprechende hessische Gesetz zur Kürzung der Ruhegeldbezüge mitinitiiert.

Das nervtNovember 9, 2005 2:45 pm

strafeDie große Koalition sucht Mittel und Wege, um den Bürger noch effizienter auszusaugen. In den Koalitionsgesprächen, die mittlerweile schon drei Wochen dauern, hat man beschlossen den Bürgern Deutschlands noch tiefer in die Taschen zu greifen.

Dabei planen Union und SPD einen gigantischen Wahlbetrug. Entgegen den Versprechen vor der Wahl, sollen nun massiv Steuern erhöht werden, so z. B. die Mehrwertsteuer auf 19%. Ausserdem kamen in den Koalitionsgesprächen weitere Einschnitte zur Sprache. So soll der Kündigungsschutz gelockert werden. Dabei ist eine zwei-jährige Probezeit geplant. Neu eingestellte Arbeitnehmer können dann innerhalb von zwei Jahren leichter wieder auf die Strasse gesetzt werden.

Pendlern, die noch zur Arbeit fahren dürfen, soll zukünftig die Entfernungspauschale gekürzt werden. Erst ab dem einundzwanzigsten Kilometer würde es dann die Pauschale geben. Dafür ist ein entsprechender Ausgleich vorgesehen, doch der soll geringer ausfallen. Das häusliche Arbeitszimmer soll nur noch absetzbar sein, wenn es voll und ganz für den Hauptberuf genutzt wird.

Sogar Sparen soll demnächst bestraft werden. Die schwarz-roten Politganoven wollen den Sparerfreibetrag halbieren.

Bei den Hartz-IV-Empfängern will man 4 Milliarden einsparen. Es weiss zwar noch keiner wie das so richtig gehen soll, doch werden sich schon geeignete Massnahmen finden lassen, diese Personengruppe noch weiter ins Elend zu treiben.

Davor brauchen sich Deutschlands Geldsäcke nicht zu fürchten, auch wenn die Reichensteuer kommen sollte. Die setzen sich einfach ins Ausland ab, wie das Michael und Ralf Schumacher schon vor Jahren getan haben.

Ralf Schumacher hat mal verlauten lassen, er habe einfach keine Lust, das Finanzamt an den Hacken zu habe, wenn er in Deutschland ist. Deutschland sei einfach ein Steuer-Dschungel. Deshalb habe er die Chance genutzt, um ins Ausland zu gehen. Ein Steuerflüchtling wie sein Bruder Michael, der in der Schweiz ein Anwesen mit 730 qm Wohnfläche, Schwimmbad und Garage für 19 Autos bewohnt.

Mit der Verlegung seines Wohnsitzes in die Schweiz beging Michael Schumacher vor sieben Jahren eine ganz legale Steuerflucht. Der Trick dabei: Michael Schumacher gilt in der Schweiz als nicht erwerbstätig, da es dort keine Formel-1-Strecke gibt. Deshalb kommt er in den Genuss einer Niedrigsteuer, welche eigentlich für Frührentner gedacht ist. Legale Steuerflucht Teil zwei: Ralf Schumachers Umzug nach Salzburg wurde ihm versüßt durch eine Änderung des österreichischen Einkommenssteuergesetzes im Januar 2001. Durch die persönliche Zuständigkeit des Finanzministers kann jeder prominente millionenschwere Steuerflüchtling seinen Steuersatz de facto selbst verhandeln.

Michael und Ralf Schumacher haben in ihrer Kindheit und Jugend vom Sozialstaat, welcher von unserem Gemeinwesen steuer- und abgabenfinanziert wird, profitiert. Als erfolgreiche und sehr gut verdienende “Rennsportler” entziehen sie ihr zu versteuerndes Millionen-Einkommen und damit ihre Solidarität mit dem deutschen Gemeinwesen dem deutschen Steuerrecht.

Der deutsche Michel darf sich dafür weiter wie eine Zitrone fühlen und sich von Miss Griff Angela Merkel auspressen lassen. Den richtigen Gesichtsausdruck dafür hat sie ja.

Das nervtOctober 27, 2005 8:41 pm

Dass Strom in Deutschland teuer ist, sieht jeder an seiner Stromrechnung. Doch wer hätte gedacht, dass der Strom fast überall in der EU weniger kostet? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat jetzt festgestellt, dass die Öffnung der Energiemärkte kaum Auswirkungen hatte: Die deutschen Strompreise gehören noch immer zu den höchsten in der EU.
So müssen die dänischen Privathaushalte für eine Kilowattstunde Strom ohne Steuern nur 9,27 Cent zahlen, in Deutschland sind es dagegen 13,34 Cent. Auch ein Industriekunde mit einem Jahresverbrauch von 24 Gigawattstunden muss in Schweden mit 3,82 Cent pro Kilowattstunde deutlich weniger zahlen als sein deutscher Konkurrent mit 6,76 Cent.

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Das nervtOctober 20, 2005 5:39 pm

Ein neuer Fleischskandal in Europa bahnt sich an.

In den letzten zwei Jahren sollen mindestens 1700 Tonnen Geflügelgerippe und Schweineschwarten, die nach EU-Recht nicht für den menschlichen Verzehr gekennzeichnet waren in Lebensmittelbetriebe verschoben worden sein. Nach Ermittlungen der Memminger Staatsanwaltschaft und der Zollfahndung Lindau soll ein bayrischer Geschäftsmann tonnenweise das Ekelfleisch zu Waren für den menschlichen Verzehr umdeklariert haben.
Geflügelgerippe, sogenannte Karkassen und Schweineschwarten dürfen in einwandfreiem und frischem Zustand unter anderem zu Separatorenfleisch und Gelatine verarbeitet werden, ansonsten nur zu Tierfutter.

Wie der Stern berichtet, wird gegen den 39-jährigen Geschäftsführer der bayrischen “Deggendorfer Frost GmbH” ermittelt. Die Firma hat nur eine Zulassung nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz und darf daher nur an Tierfutterhersteller liefern. Die genussuntaugliche Rohware soll die Firma bei Schlachthöfen und Schlachtabfallsammelbetrieben aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bezogen haben. Bei der Deggendorfer Firma, die früher auch als Kühl- und Gefrierhaus GmbH und als Bavaria Cold Storage firmierte, sollen die Abfälle dann zu Lebensmitteln umdeklariert worden sein. Nach Aussage eines Insiders seien solche Geschäfte üblich und die Branche würde damit leben. Bei Kontrollen in der Vergangenheit sei die Deggendorfer Firma durch unhaltbare hygienische Zustände, und blutverschnmierte Böden aufgefallen. Nun erwägt man, die Firma dauerhaft zu schliessen.

Mittlerweile könnte die ekelhafte Ware zu Formfleisch gepresst auf Tiefkühlpizza, in Tortellini und Geflügel-Nuggets gelandet sein. Wie hat Ihnen eigentlich die letzte Pizza vom Discounter geschmeckt?

Am letzten Freitag hat Bayern eine landesweite Rückholaktion von falsch deklarierten Schlachtabfällen eingeleitet, soweit die noch auffindbar sind. Wie das bayrische Umweltministerium bestätigt, sind bis zu 2.600 Tonnen Abfälle nach Italien, Ungarn und Frankreich geliefert worden. In Deutschland gingen die Abfälle an Betriebe in Thüringen, Niedersachen und Rheinland-Pfalz. Die betroffenen Betriebe seien bekannt. Die Rückholaktion für das verdächtige Fleisch kam allerdings zu spät, da der Großteil der Ware offenbar schon bei den Verbrauchern gelandet war.

Es gehört schon eine Menge kriminelle Energie dazu, aus Profitgier derart skrupellos zu handeln. Man sieht es einer Tiefkühlpizza nicht gerade an und herausschmecken kann man minderwertigtes Fleisch auch nicht.

Letztendlich beeilte sich Bayerns Verbraucherschutzminister Schnappauf zu betonen, dass zur Zeit zwar wohl keine Gesundheitsgefährdung vorliege, die Vorgänge seien aber „Ekel erregend“. Fein, dann ist der einsetzende Würgereiz ja nicht weiter gefährlich.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Memmingen Haftbefehl gegen K. Der 39-Jährige wurde von der Kriminalpolizei festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Ob sich der Mann zu den Vorwürfen geäußert hat, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Insgesamt sind drei Firmen im Visier der Ermittler.

Eine Firma hat das Ministerium schon öffentlich an den Pranger gestellt

Daß das bayerische Verbraucherministerium nun gerade diesen Betrieb öffentlich nennt , wird sich vermutlich nicht gerade verkaufsfördernd auf deren Produkte auswirken.
Schwierig wird es auch werden, die Ware noch aufzufinden, da die wohl inzwischen von den nichtsahnenden Verbrauchern verputzt wurde. Erkrankt ist wohl keiner und zu Tode gekommen auch nicht. Der Mensch ist von Natur aus robust und manchmal ist es heute gut, man macht sich keine Gedanken über die Herkunft einiger Nahrungsmittel. Der Appetit würde einem vergehen.

Kann man es bei diesem Sachstand aber den Verbrauchern verdenken, dass die Produkte der betroffenen Firmen, auch wenn die nun wieder lebensmittelrechtlich einwandfrei sind und auch noch hervorragend schmecken, mit gemischen Gefühlen oder gar nicht verzehren? Da ändert es auch nichts daran, dass die Geflügelschnitzel auf der gelungenen Internetsite noch so appetitlich aussehen. Anderseits tut man den betroffenen Firmen, die um ihren Umsatz und Vertrauensverlust beim Verbraucher bangen, bitter Unrecht, nur weil ein krimineller Geschäftsführer seinen Profit höher bewertet und dafür die Exsistenzgefährdung mehrerer Firmen in Kauf nimmt.
760.000 Kilogramm falsch deklarierte Fleischabfälle soll der Geschäftsführer der “Deggendorfer Frost GmbH” in den vergangenen Jahren an Firmen in Deutschland verkauft haben, die aussschliesslich zur Verarbeitung als Tierfutter bestimmt waren.

Das nervt 4:53 pm

knastNun müssen die Federviecher in den Stall. Auf Anordnung von Noch-Bundesverbraucherminister Trittin eingeknastet. Ab sofort ist Stallpflicht angeordnet und jede Missachtung kann bis zu 25.000 Euro kosten. Wer keinen Stall hat, muss die Hühner oder Gänse halt mit ins Wohnzimmer nehmen.

Grund der Anordnung ist, dass im europäischen Teil von Russland der gefährliche Erreger H5N1 gesichtet wurde, der bereits ca. 220 Hühner dahingerafft hat. Und aus diesem Teil Russlands, südlich von Moskau, ziehen die Zugvögel nach Deutschland. Wenn nun so eine Wildgans ein deutsches Haushuhn anniest, bekommt das die Vogelgrippe, steckt den Hahn an und der die anderen Hennen, die Seuche nimmt ihren Lauf.

Noch gibt es in Deutschland keine erkrankten Vögel, doch die Lage sei besorgniserregend. Die Verbraucher reagieren gelassen auf die Horrormeldungen. Allerdings lassen sich die Menschen hier vermehrt gegen Grippe impfen, in der falschen Annahme dann auch gegen die Vogelgrippe immun zu sein. Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche und kann nur bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragen werden, und wer küsst schon ein Huhn?

Das nervtJuly 17, 2005 6:43 pm

Wenn Sie z. B. an einem Sonntagabend von Naumburg-Altenstädt ins 7 (in Worten: sieben) Km entfernte Wolfhagen möchten, so können Sie auf öffentliche Verkehrsmittel wie den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) nicht zählen, es sei denn Sie wollen im Bus übernachten.

Fahrpreis : Preisstufe 6 = 6.20 Euro

Frühstück geht extra.


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